Rezension/Kritik - Online seit 24.03.2017. Dieser Artikel wurde 5853 mal aufgerufen.

When I Dream

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Autor: Chris Darsaklis
Illustration: Vincent Dutrait
Christophe Swal
Asterman Studio
Verlag: Repos Production
Drawlab Entertainment
Rezension: Frank Solnitzky
Spieler: 4 - 10
Dauer: 20 - 40 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2016, 2017
Bewertung: 5,3 5,3 H@LL9000
Ranking: Platz 983
When I Dream
When I Dream

Spielziel

When I Dream ist ein Wortassoziations- und -ratespiel, bei dem die Spieler unterschiedliche Rollen übernehmen. Zudem enthält es eine Memorykomponente, kombiniert mit einem Geschichtenerzähl-Element. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt die Partie.

Ablauf

4 - 10 Spieler begeben sich für ca. 30 Minuten in das Land der Träume. In der Spieleschachtel findet man neben 64 großformatigen Begriffskarten mit je 2 Begriffen 11 Rollenkarten, einige Punktemarker, eine Schlafmaske und eine Sanduhr mit einer Laufzeit von 2 Minuten (diese fehlt in der 1. Auflage und kann gut durch einen digitalen Timer ersetzt werden).

Reihum begibt sich nun jeder Spieler einmal in den Schlaf und setzt die Schlafmaske auf. Vom gemischten Begriffskartenstapel wird die oberste Karte aufgedeckt, und die anderen Spieler geben reihum Hinweise, damit der Schlafende auf den gesuchten Begriff kommt ... oder eben auch nicht. Zuvor haben die Spieler nämlich je eine Rollenkarte erhalten, die ihnen ihre "Aufgabe" für diese Schlafrunde zuschreibt.

Es gibt drei verschiedene Rollen, die je nach Spielerzahl unterschiedlich häufig vertreten sind. Die "Fairy" ist für süße Träume zuständig und versucht den Schlafenden mit sinnvollen Hinweisen auf den gesuchten Begriff zu bringen. Der Albtraum verursachende "Imp" möchte, dass der Begriff nicht bzw. falsch erraten wird. Schließlich gibt es noch den "Trickster", der am Ende der Runde gerne genauso viele richtige wie falsch erratene Begriffe ausliegen hätte.

Die Schlafphase läuft wie folgt: Nach Aufdecken der ersten Begriffskarte beginnt der Spieler links vom Schlafenden mit dem Geben der Hinweise. Jeder Spieler darf dabei nur genau ein Wort sagen und hat ca. 5 Sekunden Zeit. Dann geht es reihum weiter. Sollte jemand die Regel missachten und mehr als ein Wort nennen, erhält dieser Spieler den aktuellen Begriff als Strafkarte.

Sobald der Schlafende eine Idee hat, nennt er den Begriff. Ohne dass die anderen Spieler ihn darüber in Kenntnis setzen, ob er richtig oder falsch geantwortet hat, wird die Karte der jeweiligen Ablagereihe zugeordnet und sofort die nächste Begriffskarte aufgedeckt. Der Spieler, der gerade an der Reihe war, gibt den Hinweis zu dieser neuen Karte. Pro Begriff werden maximal drei Hinweisrunden gespielt, dann muss der Träumer einen Begriff nennen. Hierzu wird der Timer kurz angehalten.

Nach den 2 Minuten erfolgt die Erzählphase, in denen der Spieler mit der Schlafmaske seinen Traum wiedergibt. Dabei versucht er möglichst alle Begriffe in der Geschichte unterzubringen, die er vorher erraten hat. Punkte erhält der Schlafende für jeden Begriff, den er richtig erraten und auch in seiner Geschichte genannt hat. Bei vollständiger Nennung gibt es einen Bonuspunkt. Die "Fairy"-Spieler erhalten so viele Punkte, wie Begriffe richtig erraten wurden, die "Imp"-Spieler so viele wie falsch erratene Begriffe ausliegen. Die Trickster bekommen bei völliger Ausgeglichenheit die Anzahl aller Begriffe gutgeschrieben. Ist nur ein Begriff Unterschied, gibt es die Punkte der Reihe, in der mehr Begriffe liegen. Ist der Abstand größer eins, gibt es die kleinere Anzahl als Punktechips ausbezahlt. Nach der Abrechnung setzt der nächste Spieler die Schlafmaske auf und die Rollenkarten werden neu verteilt.

Fazit

"Ich hatte letzte Nacht einen verrückten Traum. Als ich morgens ins Bad kam, saß auf der Toilette ein grünes, glibberiges Alien. Ich muss bewusstlos geworden sein, denn das Nächste, woran ich mich erinnere, war ein Krankenhauszimmer, vor mir ein Teller mit kalten Spaghetti. Wenig später kam eine Krankenschwester zu mir, die versuchte, mich zu beruhigen. Dies gelang ihr nicht, da sie an Stelle eines Menschenkopfes einen riesengroßen Schweinekopf hatte. Ich wachte schweißgebadet auf." Diese "Traumdeutung" bringt dem Schlafenden bei nebenstehender Auslage 3 Punkte, da er die Wand vergessen hat.

When I Dream vermittelt ein tolles Spielgefühl. Durch die Übernahme unterschiedlicher Rollen muss man seine Tipps immer situativ anpassen. Das gesuchte Wort ist beispielsweise "Mosquito". Die bereits genannten Begriffe sind "Insekt" und "Stachel". Als Imp-Spieler ist es nun clever "Honig" zu sagen, da der Träumende dann hundertprozentig Biene sagen wird. Der erste Punkt ist dann schon mal sicher. Es ist also keineswegs beliebig, welche Assoziationen man weitergibt. Die Begriffe im Talon sind so gewählt, dass es ähnliche gibt, die solche wie oben angedeuteten taktischen Manöver zulassen.

Der Talon stellt jedoch auch das größte Manko dar. Das Spiel enthält nur 128 Begriffe auf 64 Karten. Zu wenig für ein Wortspiel. Den Talon hat man nach 2 Partien in Vollbesetzung durchgespielt. Man hat bei weiteren Partien dann schon Ideen, worauf es hinausläuft bzw. einen Vorteil gegenüber Erstspielern. Das ist bedauerlich und Nachschubkarten sind erwünscht.

Das Spiel funktioniert in der richtigen Gruppe ganz wunderbar und bereichert die Nische der Party- und Wortspiele. Wer an solchen keinen Gefallen findet, der wird auch mit When I Dream nicht warm werden. Allen anderen Erwachsenenrunden empfehle ich eine Testpartie, die zwischen 20 bis 30 Minuten dauern wird. Die Regeln sind schnell erklärt und erfasst. Mit einem digitalen Timer funktioniert die Zeitbegrenzung reibungslos. Mit dem Merken und anschließenden Erzählen tun sich einige Spieler schwer.

Klar geklärt sein muss auch der Punkt, dass nach 5 Sekunden der nächste Spiele in der Reihe dran ist, wenn ein Spieler kein Assoziationswort nennt. Das ist wichtig, da sonst die Uhr runtergespielt werden kann. Dies stellt jedoch nur ein kleines, organisatorisches Problem dar.

Das Spiel liegt momentan nur in einer englischen Version vor. Laut Autor wird Repos dieses Jahr eine deutsche Version auf den Markt bringen. Wer solange nicht warten will, kann die Karten aus seinem Codenames nehmen. Das Spielprinzip funktioniert für 80 % der Karten, da sie auch viele Assoziationen zulassen.

Rezension Frank Solnitzky

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung When I Dream: 5,3 5,3, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.01.17 von Frank Solnitzky
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.01.18 von Udo Kalker - Mal wieder ein Worterklärspiel? Ja, aber eines bei dem man nicht nur erklärt bekommt, sondern auch verwirrt werden will. Dabei ist es oft schon ganz schön knifflig, eine Ahnung zu haben, wer Nachtalb und wer Fee ist. Und konzentriert man sich dann darauf, vergisst man wieder, von was man geträumt hat. Großartig. Schnell erklärt und mit viel Spaß gespielt. Am besten klappt's in einer 6er oder 7er Runde.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.08.18 von Michael Kahrmann

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