Rezension/Kritik - Online seit 06.12.2012. Dieser Artikel wurde 2915 mal aufgerufen.

Zebra-Schwein

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Autor: Emely Brand
Lukas Brand
Illustration: Anne Pätzke
Verlag: Schmidt Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 3 - 6
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2012
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3229
Zebra-Schwein

Spielziel

Zebrahummel, Schweinemaus und Giraffenspinne ... aus zwei Tieren mach eins! Wer errät zuerst, welche beiden Tiere hinter dem gezeichneten Tier-Mix stecken?

Ablauf

Das Quietsche-Zebraschwein wird in die Tischmitte gestellt und darum herum legt man die sechs Auslagetafeln, welche jeweils ein Würfelsymbol von 1 bis 6 zeigen, in aufsteigender Reihenfolge aus. Von den gemischten Tierkärtchen werden sechs auf je eine der Tafeln gelegt. Der aktive Spieler erhält den Würfelbecher mit Deckel, die beiden Würfel, sowie den Zeichenblock und den Stift.

Er schüttelt die beiden Würfel im Becher, legt den Deckel darauf, dreht danach alles um und spitzelt unter den Becher, um die Ergebnisse zu sehen. Die beiden Tiere, die auf den entsprechenden Auslagetafeln liegen, gilt es jetzt als Mix zu zeichnen. Gemalt werden soll nämlich nur EIN Tier, allerdings eines, das Eigenschaften beider Tiere zeigt.

Während der aktive Spieler zeichnet, versuchen seine Mitspieler, die beiden Tiere zu erraten. Wer glaubt zu wissen, was gezeichnet wurde, schlägt schnell auf das Zebraschwein, so dass dieses grunzt. War der Tipp des Mitspielers falsch, dürfen alle anderen weiterraten, ansonsten erhält dieser Spieler sowie der Zeichner jeweils eine der beiden Tierkarten als Belohnung und Zeichenblock, Stift und Würfelbecher gehen reihum weiter. Die fehlenden Tierkärtchen werden ergänzt und weiter geht das lustige Tiereraten, nämlich so lange, bis die Auslage nicht mehr auf 6 ergänzt werden kann. Es gewinnt natürlich der Spieler mit den meisten Tierplättchen.

Fazit

Das Material spricht die Kinder sehr an. Schachtelcover und Tierplättchen gefallen in ihrer Aufmachung Kindern sehr gut, aber vor allem das Quietsche-Schwein hat es ihnen ganz besonders angetan. Alles sieht jedoch nicht nur ansprechend aus, sondern ist auch stabil. Das Schwein musste in meinen Testrunden vielfach auch außerhalb der Spielzeit quietschen, aber trotz des intensiven Gebrauchs zeigt es bisher keine Schwächen und grunzt immer noch vergnügt vor sich hin.

Ein einfaches Spielprinzip ermöglicht einen ebenso leichten Einsatz. Zeichenspiele sprechen vor allem Mädchen immer besonders an, da bildet dieses keine Ausnahme, aber auch Jungs spielten gerne eine Partie mit.

Nach dem ersten Spiel merken vor allem die älteren Kinder bereits, dass es weniger darauf ankommt, schön zu zeichnen, sondern viel mehr darauf, die Besonderheiten der beiden Tiere hervorzuheben. Hat die Gruppe das erst einmal verinnerlicht, geht eine Runde Zebra-Schwein richtig flott zu spielen. Länger dauert es dagegen, wenn sich die Kinder bemühen, alles sehr sorgfältig zu zeichnen, weil sie meinen, damit bessere Rate-Ergebnisse zu erzielen.

In der ersten Partie sollte man die Kinder darauf hinweisen, dass sie nicht zu auffällig auf die beiden zu zeichnenden Bilder schauen, denn durch genaues Beobachten der Blickrichtung wissen sonst die mitspielenden Kinder bereits was zu zeichnen ist, ehe der aktive Spieler überhaupt damit begonnen hat. Jüngere Kinder haben damit aber ihre Probleme. Es fällt ihnen nicht leicht, völlig frei zu malen, so dass sie doch immer wieder allzu auffällige Blicke auf die Tierkärtchen werfen und sich dabei verraten. Gehören alle Kinder derselben Altersgruppe an, ist das nicht weiter schlimm, denn alle genießen dieselben Vor- und Nachteile. Wenn jedoch ältere Kinder mitspielen, die sich durch ihre Blicke nicht verraten, so sind diese letztendlich schon im Vorteil. Den Spielspaß dämpfte dies aber nur in einigen Fällen, meistens hatten alle viel Freude an dem kurzweiligen Zeichenspiel.

Zum Schluss bleibt noch anzumerken, dass es sich bei den beiden Spieleautoren selbst um Kinder handelt – wenn auch keine ganz unbekannten, denn ihren ersten veröffentlichten Spielerfolg, nämlich Mogel-Motte, mit dem sie es auch auf die Empfehlungsliste von Spiel des Jahres schafften sowie die Auszeichnung "Deutscher Kinderspiele Preis 2012" erhielten, haben sie schon hinter sich. Anscheinend bereiten sie sich darauf vor, in die Fußstapfen ihrer erfolgreichen Eltern, Inka und Markus Brand, zu treten, deren Arbeit in diesem Jahr gleich mit zwei Preisen, nämlich dem "Kennerspiel des Jahres" sowie "Deutscher Spielepreis" belohnt wurde. Wir sind schon gespannt, was uns diese Familie in Zukunft noch alles präsentieren wird!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Zebra-Schwein: 4,0 4,0, 2 Bewertung(en)

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