Rezension/Kritik - Online seit 29.04.2015. Dieser Artikel wurde 4172 mal aufgerufen.

Zum Kuhkuck

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Autor: Reinhard Staupe
Illustration: Oliver Freudenreich
Sandra Freudenreich
Verlag: Nürnberger Spielkartenverlag
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2
Jahr: 2014
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
Ranking: Platz 4232
Zum Kuhkuck

Spielziel

Die Spieler sammeln Karten, je mehr, desto besser. Aber Vorsicht: Zieht man eine der fünf Stromkarten, sind alle zuvor erworbenen Karten wieder weg. Glück braucht man also zweifellos in diesem einfachen Wer-riskiert-alles-Spiel.

Ablauf

Die 54 Sammelkarten in fünf verschiedenen Farben werden mit den fünf Stromkarten gut gemischt und verdeckt auf dem Spieltisch verteilt. Wer an der Reihe ist, zieht eine Karte auf die Hand, danach ist der nächste Spieler am Zug.

Hat ein Spieler mehr als fünf Karten gesammelt, kann er seine Handkarten werten anstatt neue aufzunehmen. Er zeigt seine komplette Kartenhand und bestimmt eine Wertungsfarbe. Diese muss einer Farbe entsprechen, von der er mindestens eine Karte auf der Hand hat. Der Spieler bekommt für die Anzahl seiner Handkarten Siegpunkte. Je mehr Karten, desto besser. So gibt es beispielsweise für fünf Karten lediglich vier Punkte, für 15 Karten erhält man dagegen gleich 30. Zusätzlich gibt es für Karten in der Wertungsfarbe noch jeweils zwei Extrapunkte.

Zieht ein Spieler allerdings eine Stromkarte, muss er sofort alle seine Handkarten auf den Ablagestapel legen und mit dem Sammeln von vorne beginnen.

Das Spiel endet sofort, wenn ein Spieler je eine Wertung in den fünf verschiedenen Farben durchgeführt hat. Für Farben, die von beiden Spielern gewertet wurden, gibt es noch zehn Bonuspunkte für jenen, der in der jeweiligen Kategorie mehr Punkte erzielen konnte. Es gewinnt natürlich der Spieler mit den meisten Punkten.

Fazit

An den Spielregeln dieses Kartenspiels gibt es nichts zu bemängeln. Sie sind lückenlos und man hat sie schnell gelesen – ebenso flott kann man das Spiel auch Neulingen erklären. Auch das Material ist mit seiner lustigen Grafik, der Übersichtstabelle in Spielkartenform sowie dem Wertungsblock gut gelungen.

Zum Kuhkuck enthält keine unbekannten Spielelemente. Hauptsächlich basiert es auf dem Can't-Stop-Prinzip, bei dem sich die Spannung daraus ergibt, dass einen einerseits die eigene Gier dazu verleiten möchte, immer mehr Karten zu nehmen, dass die Vernunft aber andererseits dazu rät, sich auch mit kleinen Erfolgen zufriedenzugeben.

Beide Vorgehensweisen können zum Erfolg führen – das hängt einzig und allein vom Glück ab. Sind aber beide Spieler zu vorsichtig, würde wenig Stimmung aufkommen, denn das Spiel lebt hauptsächlich von der Schadenfreude, die umso größer ist, je mehr Karten ein Spieler ablegen muss, wenn er eine Stromkarte gezogen hat. Dem hat man jedoch durch eine pfiffige Regel vorgebeugt, die auch übervorsichtige Spieler das eine oder andere Mal dazu zwingt, mutig zu sein: Da man jede Farbe nur einmal im Spiel zur eigenen Wertungsfarbe erklären kann und man davon bei der Wertung auch mindestens eine Karte auf der Hand haben muss, muss man beim Kartenziehen manchmal weitermachen, obwohl man lieber aufhören würde. Zusätzlich schielt man natürlich auch immer nach den Bonuspunkten, für die man manchmal auch noch Extrazüge riskiert. Ein Mitzählen der bereits aufgedeckten Stromkarten ist daher zur Risiko-Abwägung unerlässlich.

Insgesamt liegt hier ein flottes, kurzweiliges Kartenspiel vor, welches Kinder weit stärker anspricht als Erwachsene. Letztere greifen – wenn sie die Wahl haben – lieber zu einem anderen Spiel.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Zum Kuhkuck: 3,0 3,0, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.02.15 von Sandra Lemberger - Kinder würden das Spieler sicher mit der Note 5 bewerten.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.12.14 von Monika Harke - Karten ziehen oder werten - sehr glückslastig ohne Wiederspielreiz
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.01.15 von Roland Winner

Leserbewertungen

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