Rezension/Kritik - Online seit 02.02.2008. Dieser Artikel wurde 3679 mal aufgerufen.

Serengeti

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Autor: Michael Schacht
Verlag: Abacus Spiele
Rezension: Marcus Janka
Spieler: 3 - 5
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2007
Bewertung: 3,7 3,7 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 2789
Serengeti

Spielerei-Rezension

Spielerei Oktober 2007:

Von Chicago in die Savanne

Michael Schacht ist inzwischen solange im Geschäft, dass einige Werke von ihm bereits als überarbeitete Neuauflagen auf dem Markt sind. War es bei Don von Queen Games notwendig, möglichst viele sortenreine Stadtteile Chicagos zu erlangen, ist die Neuauflage von ABACUSSPIELE wie die französische Auflage in der Serengeti angesiedelt. Es gilt, kunstvolle Schnitzereien erfolgreich zu ersteigern.

Die kleine, gut gefüllte Spielschachtel enthält 65 Plastikchips, sowie 30 Spielkarten. Die Karten zeigen neben einer Schnitzerei, welche die Zugehörigkeit zu einer der sechs Sorten markiert, eine Ziffer zwischen 0 und 9. Jeder Spieler enthält zehn Chips und schon kann das Versteigern beginnen. Pro Runde werden solange ein bis drei Karten aufgedeckt und versteigert, bis alle dreißig Karten an die Spieler gebracht worden sind. Der Versteigerungsablauf ist unkompliziert. Der Startspieler nennt sein Gebot. Danach wird reihum entweder das Gebot erhöht oder gepasst. Wer in der ersten Bietrunde passt, erhält zwei Chips aus der Bank. Wer das höchste Gebot abgegeben hat, legt alle angebotenen Karten offen vor sich aus. Das war's. Na ja nicht ganz, denn Kleinigkeiten machen aus diesem Spiel eine erfrischende Herausforderung. Die erste Kleinigkeit ist, dass ich keine Gebote abgeben darf, in denen eine Ziffer der vor mir ausliegenden Karten die Endziffer ist. Habe ich also eine Zwei und eine Vier vor mir liegen, sind die Gebote 2, 4, 12, 14 usw. tabu. Vor allem im Spiel zu dritt hat man in der Endphase oft gehörige Einschränkungen zu beachten und die Mitspieler registrieren zufrieden, dass die eigenen Gebotsmöglichkeiten z. B. auf 4, 6, 8, 14, 16 usw. beschränkt sind. Denn wie bei jedem Versteigerungsspiel wird das Geld schnell knapp und jeder Chip kostbar. Doch haben viele vor mir ausliegende Karten den Vorteil, dass Geld in die Kasse kommen kann. Das Gebot, dass der Höchstbietende in Chips bezahlt, wird gleichmäßig an die Spieler aufgeteilt, die eine Karte mit der Endziffer des Gebotes vor sich ausliegen haben. Falls keiner eine Karte mit dieser Ziffer hat, beglückt der neue Karteninhaber alle Mitspieler zu gleichen Teilen. Nur der nicht teilbare Rest der Chips wandert in die Bank. So kann man schon mal einen Chip mehr bieten, damit keiner der lieben Mitspieler alleine die Chips bekommt. Sind alle Karten verteilt, kommt es zur Endwertung. Die Karten werden einzeln in den verschiedenen Sorten abgerechnet. Eine Karte bringt einen Siegpunkt, zwei Karten einer Sorte bereits drei und so geht es weiter, bis zu allen fünf Karten einer Sorte, die fünfzehn Siegpunkte bringen.

Mit Serengeti legt ABACUSSPIELE ein kleines, verzwicktes Versteigerungsspiel erneut auf. Die Veränderungen, die Don auf seinem Weg in die Savanne erfahren hat, kommen dem Spiel zugute. Mit der Möglichkeit durch Passen in der ersten Bietrunde zwei Chips zu erhalten, fällt das Versteigern eigener Karten weg. Und die sehr schönen großen Chips aus Don waren doch etwas hinderlich beim Geheimhalten derselben. Dafür sind die Zahlen jetzt glücklicherweise deutlich größer auf die Karten gedruckt. Die Ziffern 6 und 9 sind bei Serengeti deutlich besser zu unterscheiden.

So einfach und überschaubar die Regeln von Serengeti sind, so spürbar sind die Einschränkungen. Oft hat man gerade bei drei ausliegenden Karten die Situation, dass neben einer wertvollen Karte auch Karten angeboten werden, die wenig Siegpunkte bringen und durch die Endziffer im weiteren Verlauf eher behindern. Das Angebot kann nur blockweise erworben werden. Dieses Element wird vom Autor gerne und gut genutzt. Es findet sich z. B. auch in Coloretto oder in Zooloretto, dem Spiel des Jahres 2007. Die 15 Versteigerungsrunden sind in einer halben Stunde durchgespielt. Damit ist eine Partie zwar nicht abendfüllend, doch unterhält Serengeti während dieser Zeit gut. Durch das zufällige Aufdecken der Angebote ist die richtige Portion Glück im Spiel. Wer Don noch nicht sein Eigen nennt, kann bedenkenlos zugreifen, die anderen sollten es auf jeden Fall in Erwägung ziehen.

Rezension Marcus Janka

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

H@LL9000-Bewertungen

Serengeti: 3 H@LL9000-Bewertungen, Durchschnitt: 3,7 3,7

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.09.07 von Marcus Janka
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.02.07 von Roland Winner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.03.07 von Carsten Pinnow

Leserbewertungen

Serengeti: 2 Leserbewertungen, Durchschnitt: 4,0 4.0

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.02.08 von Beate Bindrim - Sehr knifflig - braucht ein paar Runden, bis man das Prinzip durchschaut hat.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.02.08 von Cyberian - Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Schade eigentlich.

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