Rezension/Kritik - Online seit 19.05.2020. Dieser Artikel wurde 1205 mal aufgerufen.

Escape Room In A Box: The Werewolf Experiment

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Autor: Ariel Rubin
Juliana Patel
Verlag: Mattel
Stay At Home Werewolves
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 6
Dauer: 30 - 90 Minuten
Alter: ab 13 Jahren
Jahr: 2016, 2018
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 2163
Escape Room In A Box: The Werewolf Experiment
Escape Room In A Box: The Werewolf Experiment

Spielerei-Rezension

Spielereikritik:

Dr. Zynthia Naga schreibt ihren ehemaligen Kollegen, dass ihr ein aufregender Durchbruch gelungen sei. Bei Interesse sollen sie die Schachtel öffnen, jedoch mit der gleichzeitigen Warnung, dass dies seinen Preis habe. Dieser besteht darin, dass mit Öffnen der Schachtel ein giftiger Dampf freigesetzt wird und die Gruppe genau eine Stunde Zeit habe, um die Dose mit dem Gegenmittel zu öffnen. Andernfalls würden sie alle zu Werwölfen. Daraus resultiert also der Titel des Spiels.
Vom Ablauf her funktioniert es wie alle bisher bekannten Escape-Room-Spiele: Zu Beginn gibt es eine Information, hinter der sich abermals eine Information verbirgt. Durch Lösen von Rätseln oder Codes gibt es weitere Hinweise und Gegenstände usw. Irgendwann gelangt man bestenfalls zum Endergebnis, wobei einem dabei stets die Zeit im Nacken sitzt.
Das Schöne an den Escape-Room-Brettspielen ist die Tatsache, dass zwar die Zeit läuft, aber wie sehr man sich davon unter Druck setzen lässt, bleibt der Gruppe selbst überlassen. Benötigt man länger als eine Stunde, so macht man einfach weiter und kommt somit in den vollen Genuss aller Rätsel, was in Live-Escape-Rooms leider nicht der Fall ist – dort ist Schluss, sobald die Zeit abgelaufen ist. Weshalb man dort vermutlich eher dazu neigt, sich Tipps geben zu lassen, schließlich will man sich ja nicht wegen eines oder zweier Rätsel, bei denen man auf der Leitung sitzt, den ganzen übrigen Rätselspaß verderben. Beim Brettspiel kann man einfach so lange herumtüfteln, bis man letztendlich keine Lust mehr hat oder das Gefühl verspürt, nie auf die Lösung zu kommen.
Die Rätsel in Escape Room in a Box: Das Werwolf-Experiment sind im Vergleich zu anderen Anbietern eher einfach. Geübte Escape-Room-Spieler werden kein Problem damit haben, in deutlich weniger als 60 Minuten fertig zu werden. Das mag auch daran liegen, dass es sich dabei eigentlich um das erste Escape-Room-Brettspiel handelte, allerdings war es ein Kickstarter Projekt und zunächst nur auf Englisch erhältlich. Bis es auf den deutschen Markt kam, gab es da schon unzählige andere Spiele dieses Genres.
Sehr gelungen ist die Tatsache, dass die Gruppe – wenn sie das möchte – gleichzeitig an mehreren Rätseln herumtüfteln kann. Hilfe im Falle eines Stockens gibt es auch hier in Form von zwei Heftchen, die in verschlossenen Umschlägen stecken. Den einen darf man nach 15 Minuten öffnen und er erhält Hinweise, um die Ratenden auf die richtige Spur zu bringen. Sollte das nicht reichen, gibt es nach 30 Minuten einen weiteren Umschlag mit einem Lösungsheftchen.
Außergewöhnlich ist der Inhalt. Während andere Escape-Room-Spiele meistens ausschließlich aus Papier- und Pappteilen bestehen, enthält dieses auch einige Plastikteile. Das liegt daran, dass man dem Live-Escape-Room-Feeling möglichst nahekommen wollte, indem wirkliche Schlösser zu knacken sind. Und diese Schlösser müssen natürlich auch an irgendwelchen Boxen, Kisten oder Koffern hängen. Das hat natürlich etwas; geht man aber davon aus, dass das Spiel nur einmal gespielt wird und danach gleich im Müll landet, so ist das schon bedenklich.
Das ist auch mit ein Grund, weshalb ich dieses Spiel am besten für die Bestände von (Schul )Spieliotheken oder Bibliotheken geeignet halte, wo es immer und immer wieder zum Einsatz kommen kann. Außerdem handelt es sich bei den Ausleihenden sehr oft um Familien, für die sich der Schwierigkeitsgrad der 17 Rätsel und Codes, die zu lösen bzw. zu finden sind, sehr gut eignet. Diese werden sicher an den abwechslungsreichen Rätseln, deren Lösungen stets gut nachvollziehbar sind, ihre Freude haben. Und wer irgendwann nicht mehr weiterweiß, kann sich einen Hinweis zum Rätsel holen oder in einem anderen Heftchen sogar nach dessen Lösung schauen.

Rezension Sandra Lemberger

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Escape Room In A Box: The Werewolf Experiment: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.03.20 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

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