Rezension/Kritik - Online seit 10.04.2021. Dieser Artikel wurde 1079 mal aufgerufen.

Cosmic Factory

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Autor: Kane Klenko
Verlag: Gigamic
Board Game Circus
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 6
Dauer: 20 - 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2018, 2019
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
Ranking: Platz 2704
Cosmic Factory

Spielziel

Die Spieler versuchen unter Zeitdruck die beeindruckendste Galaxie des ganzen Universums zu erschaffen. Dazu müssen sie ihre Planeten in verschiedene Zonen anordnen und zugleich versuchen, die längst mögliche Asteroidenbahn zu erhalten.

Ablauf

Als Vorbereitung erhält jeder Spieler eine Wertungstafel mit vier Zählmarkern. Außerdem werden fünf Chaoskarten sowie der Stoffbeutel mit den Galaxie-Plättchen bereit gelegt und die drei Bonusplättchen in der Tischmitte platziert.

Zu Beginn einer Runde wird immer eine Chaoskarte aufgedeckt und das aktuell gültige Chaosgesetz vorgelesen. Anschließend erhält jeder Spieler neun Galaxie-Plättchen aus dem Sack. Alle Spieler schauen sich die Plättchen gleichzeitig an, behalten drei davon und geben die übrigen weiter. Aus den sechs neu erhaltenen werden wieder drei gewählt und drei weitergegeben, so dass zum Schluss wieder jeder Spieler über neun Plättchen verfügt.

Anschließend wird die Sanduhr umgedreht, die eine Minute lang läuft. In dieser Zeit müssen die Spieler ihre Plättchen zu einem Quadrat auslegen. Dabei versuchen sie, Farbzonen zu arrangieren. Das sind zusammenhängende Gebiete, die vom Rand, von anderen Farben, von Sternbildern und/oder Asteroidenbahnen begrenzt werden. Sobald jemand seine Auslage beendet hat, darf er eines oder mehrere der drei ausliegenden Bonusplättchen an sich nehmen. Damit möchte er kundtun, dass er in dieser Runde in der jeweiligen Farbzone die meisten Planeten haben wird.

Wenn die Sanduhr abgelaufen ist, endet die Phase. Dann gibt es Punkte für die einzelnen Farbzonen. Je mehr Planeten eine solche enthält, umso mehr Punkte gibt es. Dazu kommen eventuell noch die Belohnungen durch die Bonusplättchen. Kann der Spieler jedoch nicht mit den meisten Planeten in der entsprechenden Farbzone aufwarten, so verliert er zwei Punkte. Des Weiteren zählt jeder noch, über wie viele Plättchen seine längste Asteroidenbahn führt. Auch die Chaoskarten können noch für Punkte sorgen.

Die Punkte trägt jeder auf seiner eigenen Wertungstafel ab. Es gibt drei Farbmarker für die Planetenpunkte in den einzelnen Farbzonen sowie einen Sternmarker für die Punkte aus der Asteroidenbahn.

Nach fünf Runden endet das Spiel. Dann addiert jeder die Punkte seines Sternmarkers mit den Punkten jenes Farbmarkers, der am weitesten hinten liegt. Wer hier auf die höchste Summe kommt, hat gewonnen.

Fazit

Die Regeln von Cosmic Factory sind recht schnell erlernt, weshalb sich das Spiel auch gut für Familien und Gelegenheitsspieler eignet. Zumal es noch vereinfacht werden kann, wenn - wie in der Regel vorgeschlagen - zum Einstieg die Chaoskarten sowie das Weitergeben der Galaxie-Plättchen am Rundenbeginn weggelassen werden.

Für Abwechslung sorgen nicht nur die immer anders kombinierten Galaxie-Plättchen, sondern auch die Chaoskarten. Auf ihnen gibt es Anweisungen, dass zum Beispiel die Galaxie anders als 3 x 3 ausgelegt werden muss, sondern zum Beispiel zweimal 2 x 2 oder 1 x 9 oder beliebig. Oder dass eine bestimmte Farbzone bzw. die Bonusplättchen mehr Punkte bringen. Auch dass man am Rundenende aus der Auslage des Nachbarn ein Plättchen entfernen darf – ein Vorgang, der das gesamte Konzept eines Spielers mit einem Schlag zunichte machen kann, was vor allem Vielspielern überhaupt nicht gefällt. Es spricht aber nichts dagegen, solcherlei destruktive Karten aus dem Spiel zu nehmen, zumal es nur sehr wenige davon gibt.

60 Sekunden sind eine recht kurze Zeitspanne, um die Galaxie seiner Träume zu erschaffen. Wichtig ist aber schon, dass man versucht, möglichst alle Plättchen abzulegen. Schafft man die 3 x 3 Auslage nämlich nicht innerhalb dieser Zeit, werden alle nicht gelegten Plättchen verdeckt gemischt und zufällig in die Galaxie gelegt, was selten zu einem Punkteregen führt.

Einen Plan, was man in dieser Runde gerne umsetzen möchte (meistens besteht dieser darin, eine bestimmte Farbe zu pushen oder den Stern-Marker gut vorwärts zu bekommen), sollte man schon beim Auswählen der Karten haben. Gegebenenfalls muss man hier aber flexibel sein, denn sowohl die Chaoskarte als auch die Galaxie-Plättchen, die man erhält, können diesen Plan leicht durchkreuzen. Sollte man bis zum Spielende das Pech haben, nicht an bestimmte Farben auf den Galaxie-Plättchen zu kommen, ist das schon ärgerlich, zumal nicht jede Farbe gleich punktet bzw. auch nicht in jeder Farbe gleich viele Planeten vorhanden sind.

Cosmic Factory ist nach etwa 30 Minuten vorbei. Die Meinungen, wie kurzweilig diese Zeit ist, gingen in meinen Testrunden auseinander. Die einen titulierten es mit "schnelles Spiel für zwischendurch", während es andere störte, dass die Zählphasen im Spiel weit mehr Zeit beanspruchen als das eigentliche Legen der Galaxie, was ja insgesamt nur 5 Minuten der gesamten Spielzeit in Anspruch nimmt.

Der Zeitdruck wird in diesem Spiel übrigens nicht als so markant empfunden wie in anderen Hektik-Spielen, weil es dazwischen immer wieder die ruhigen Phasen der Kartenauswahl sowie der Abrechnung gibt. Wer also nichts gegen eine gewisse Rechnerei UND Zeitdruck beim Spielen einzuwenden hat, macht mit Cosmic Factory sicher nichts falsch, vor allem, weil es in jeder Besetzung gut funktioniert und auch wegen des schönen und sehr stabilen Spielmaterials.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Cosmic Factory: 4,5 4,5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.01.21 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.04.21 von Stephan Gehres - Sehr gut anpassbar für jüngere Kinder (ohne Drafting und Karten). Schöne Knobelaufgabe unter Zeitdruck.

Leserbewertungen

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