Rezension/Kritik - Online seit 02.11.2019. Dieser Artikel wurde 871 mal aufgerufen.

Mountains

Direktlinks zu den Rezensionsblöcken
Autor: Carlo A. Rossi
Verlag: HABA - Habermaaß GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 5
Dauer: 20 - 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2018
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3041
Mountains

Spielziel

Im Morgenlicht des frühen Tages herrscht Aufbruchstimmung in der Berghütte. Rucksäcke werden gepackt und Wanderstiefel geschnürt, denn nur wer sich rechtzeitig um seine Ausrüstung kümmert, kann die Tagesetappe schaffen und den begehrten Gipfelstempel erhalten. Nicht jedem steht aber immer die komplette erforderliche Ausrüstung zur Verfügung. Da ist es gut, wenn man sich merkt, welche Mitstreiter mit dem passenden Material aushelfen können.

Ablauf

In die Tischmitte wird der Bergplan mit den Tourenkarten (sortiert nach Schwierigkeitsgraden) gelegt, ebenso der Stempel und das Stempelkissen. Außerdem erhält jeder Spieler ein Gipfelheft sowie Ausrüstungskarten und acht Gefälligkeitssteine.

Wer an der Reihe ist, wählt eine der sechs Touren aus, welche den Schwierigkeitsgrad darstellen, und deckt die oberste Karte des Stapels auf. Damit der Spieler eine Tour erfolgreich bewältigen kann, muss er über die geforderten Ausrüstungsgegenstände verfügen. Fehlt ihm etwas, kann er seine Mitspieler darum bitten. Dies bezahlt er mit einem seiner Gefälligkeitssteine und fragt nach der gewünschten Ausrüstung. Besitzt der Gegner den Gegenstand, muss er ihn gezwungenermaßen mit dem Spieler teilen und legt ihn offen aus. Den Gefälligkeitsstein darf er aber auch dann behalten, wenn er seinem Kontrahenten nicht helfen konnte. Steht dem aktiven Spieler die geforderte Ausrüstung komplett zur Verfügung, so hat er die Tour geschafft, und es gibt als Belohnung Gefälligkeitssteine und/oder Gipfelstempel. Die ausgespielten Karten nimmt jeder wieder auf die Hand, so dass man sich nach und nach merken kann, wer welche Gegenstände besitzt.

Sobald zwei Tourenstapel der Schwierigkeitsgrade 3, 4 oder 5 aufgebraucht sind, endet das Spiel. Es gewinnt, wessen Gipfelheft die meisten Stempel aufweist.

Fazit

Das gute alte Quartett mit den ständigen Forderungen an die Mitspieler: "Ich hätte gerne Karte XY von dir." lässt bei diesem Spiel grüßen. Ein Grund, warum auch jeder recht schnell das Spielsystem versteht. Aufgemotzt wurde die altbekannte Idee durch die Schwierigkeitsgrade, das Stempelbuch und die Gefälligkeitssteine.

Welches Symbol man sammelt, kann man sich hier allerdings nicht selbst aussuchen, sondern das gibt die gewählte Tour vor. Sehr wohl kann man stattdessen jedoch den Schwierigkeitsgrad bestimmen, der vorgibt, wie viele Ausrüstungsgegenstände man benötigt, um eine Belohnung zu kassieren. Risiko zahlt sich aber aus, denn je höher der Schwierigkeitsgrad, desto besser auch die Belohnung. Wie bei Quartett ist es aber auch hier so, dass man zwar erst einmal gut vorwärts kommt, wenn man viel Passendes selbst auf der Hand hat, trotzdem sehen beim Aufdecken der Karten zum Erfüllen einer Tour die Mitspieler aber auch, über welche Ausrüstungsgegenstände man verfügt. Das macht es ihnen in ihren Zügen natürlich auch leichter, gezielt bei den Mitspielern Gegenstände auszuleihen.

Bei falschen Frageversuchen ist nicht wie bei Quartett der nächste an der Reihe, sondern man darf beliebig oft weiterfragen, muss aber jeden Versuch erneut mit einem Gefälligkeitsstein bezahlen. Mit diesen sollte man aber auch nicht zu verschwenderisch umgehen; gegebenenfalls lieber mal eine Tour sausen lassen und auf die nächste warten. Denn wenn man überhaupt keine Steine mehr hat und es in einem späteren Zug genau an diesem einen Stein scheitert, obwohl man genau weiß, wer die die fehlende Karte auf der Hand hält, ärgert man sich sehr. Außerdem befinden sich unter den Tourenkarten auch solche, die es allen Spielern erlauben, gegen Abgabe einer bestimmten Anzahl an Gefälligkeitssteinen an neue Ausrüstungskarten bzw. zusätzliche Gipfelstempel zu kommen. Auch hier freut man sich, wenn nicht nur die Mitspieler über ausreichend flüssige Mittel verfügen, um ein solches Angebot annehmen zu können.

Mountains überzeugt durch gutes Material. Die Gipfelpässe locken vor allem Kinder an den Tisch, denn es gefällt ihnen sehr, sie nach und nach vollzustempeln. Das Spiel selbst kommt aber nicht nur bei Kindern gut an, sondern auch Erwachsene spielen gerne mal mit. Die Meinungen meiner Mitspieler gingen allerdings nicht immer in dieselbe Richtung. Manche Partien verliefen sehr unterhaltsam, bei anderen dagegen kam wenig Stimmung auf. In diesen Runden kamen die Karten für den Erwerb neuer Ausrüstungsgegenstände ganz am Ende des ersten UND zweiten Stapels, so dass die Spieler recht lange mit den wenigen Karten auskommen mussten, die sie zu Beginn auf die Hand bekamen. In der einen Partie waren dann noch viele doppelte dabei, so dass am Anfang in Summe sehr wenig Ausrüstungsgegenstände im Spiel waren. Dadurch fühlten sich die ersten Runden extrem zäh an.

Stimmung kommt vor allem auch dann auf, wenn Wagemutige dabei sind, die sich recht früh an einer schwierigen Tour versuchen. Gelingen diese überraschend, ist die Freude groß, andernfalls freuen sich die Mitspieler - Schadenfreude ist eben doch die schönste Freude!

Wer Memospiele und Zocker- oder Bluffelemente mag, sollte sich mal als Bergsteiger versuchen – allerdings am besten dritt oder viert, denn zu zweit ist Mountains ziemlich langweilig, zu fünft kommt es wiederum sehr behäbig in Fahrt, weil es ein Weilchen dauert, bis man die Kartenhand der Mitspieler kennt.

Rezension Sandra Lemberger

'Mountains' online bestellen

Kaufen bei Idealo Kaufen bei Spiele-Offensive Kaufen bei PlayMe 

H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Mountains: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.08.19 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

Es sind noch keine Leserbewertungen abgegeben worden.

Weitere Informationen zu 'Mountains' auf unseren Partnerseiten