Rezension/Kritik - Online seit 06.01.2004. Dieser Artikel wurde 6558 mal aufgerufen.

China Moon

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Autor: Bruno Faidutti
Illustration: Vincent Dutrait
Guillaume Rohmer
Verlag: Eurogames
Rezension: Steffen Stroh
Spieler: 3 - 5
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2003
Bewertung: 3,1 3,1 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 4929
China Moon

Spielziel

Es waren einmal mehrer dreiköpfige Froschfamilien. Die trafen auf einem Teich im fernen China einen todtraurigen Enterich, der kein Geschenk für seine Auserwählte hatte. Tiefgerührt entschlossen die Frösche sich, dem armen Erpel zu helfen. Die ganze Nacht über hüpften sie quer durch den Teich von Seerosenblatt zu Seerosenblatt, stets mit dem Ziel, den schönsten Strauß bunter Seerosenblüten zu knüpfen.

Ablauf

Der Spielplan zeigt einen 46 Seerosenblätter Laufweg, der an drei Stellen sogar verzweigt. Je 5 Seerosen der Farben weiß, rot und gelb befindet sich auf bestimmten Feldern des Laufweges, 4 davon im „Ziel“ – einem riesigen Seerosenblatt in der Mitte des Teiches. Zwei besondere Seerosen zieren ebenfalls den Laufweg: eine besonders wertvolle blaue Seerose ganz am Ende, sowie eine gar hässliche schwarze Seerose inmitten der Wegstrecke.

In jedem Spielzug ist es nun an den Spielern, drei der Frösche, die sich zu Beginn am Start versammelt haben, nacheinander nach dem stets selben Strickmuster zu versetzen: Unter den drei bewegten Fröschen muss mindestens ein Frosch einer gegnerischen Spielerfarbe sein; die Frösche hüpfen dabei stets zwei freie Seerosen Felder vorwärts – durch andere Frösche besetzte Seerosenfelder werden also nicht mitgezählt.

Dadurch sind enorme Sprünge möglich, hinweg über eine ganze Kolonne von Fröschen. Hüpft ein Frosch dabei auf eine Seerosenblüte, so nimmt der Besitzer des Frosches die Blüte an sich. Es kann auch passieren, dass ein Frosch auf einem der drei Sonderfelder landet:

1.) Das Tatkraftfeld: Wie eine Feder katapultiert dieses Feld den Frosch um zwei freie Seerosenfelder weiter.

2.) Das Schmetterlingsfeld: Der Frosch verliert vor lauter Faszination über den nahrhaften Schmetterling für einen Moment das Interesse an den Seerosenblüten, und verliert eine davon auf das erste freie Seerosenfeld hinter ihm.

3.) Das Froschfeld: Der Froschbesitzer darf eine seiner Seerosenblüten nach seiner Wahl gegen die eines Mitspielers austauschen.

Möglichkeit 2.) und 3.) sind nicht nur dazu da, den Gegenspielern lukrative Seerosenblüten abzunehmen, sondern sie können auch dazu dienen, die schwarze Seerosenblüte loszuwerden. Diese bringt bei Spielende nämlich 2 Minuspunkte – umso besser also, sie durch ein Froschfeld einem Mitspieler unterzujubeln. Alle sonstigen Seerosenblüten bringen Pluspunkte. Die blaue Seerosenblüte auf dem letzten Spielfeld bringt pauschal 4 Pluspunkte, und beendet durch ihr Einsammeln das Spiel. Alle anderen Blüten zählen grundsätzlich einen Punkt, allerdings sind homogene Sträuße besonders einträglich. Eine Seerosenblüte einer Farbe bringt nämlich 1 Punkt, hat man eine gleichfarbige zweite dazu, bringt diese schon 2, eine dritte 3 usw. – im Optimalfall könnte man also 5 Seerosen einer Farbe sammeln und dafür 1+2+3+4+5=15 Punkte kassieren.

Fazit

China Moon wirt durch die liebevolle bis verspielte Aufmachung und das ungewöhnliche Thema auf den ersten Blick kindlicher, als das Spiel wirklich ist. Hier entscheiden weder Würfel noch Karten über die Spielzüge, sondern reine Kombinatorik, und natürlich die Gunst der Mitspieler. China Moon ist auch kein Rennspiel, auch wenn der schöne Spielplan danach aussehen mag – es geht einzig und allein um das Einsammeln der Seerosen. Das lässt die grauen Zellen ordentlich arbeiten, insbesondere in Dreierrunden, in denen das Feld der Frösche übersichtliche Dimensionen besitzt. In größerer Runde erhält allerdings ein gewisses Chaos Einzug. Zu fünft machen sich immerhin 15 Frösche auf den Weg, und schon nach dem ersten Zug jedes Spielers ist damit ein Drittel der Laufstrecke besetzt. Das ist zu viel, weshalb wir in unserer zweiten Fünferpartie auf zwei Frösche pro Spieler reduziert haben. Interessant ist der taktische Wechsel, der sich während des Spieles vollzieht: In der ersten Phase des Spieles konzentrieren sich die Spieler meist darauf, möglichst viele Seerosen zu erhaschen. Gegen später wird zunehmend versucht, eigene und gegnerische Frösche auf die Frosch- und Schmetterlingsfelder zu bugsieren.

Das Spiel ist durch seine einfachen Regeln und die recht kurze Spieldauer ein Spiel für die ganze Familie, wenn auch Kleinfamilien zu dritt die steuerbareren Partien erleben werden. Ein großer Wurf ist das Spiel zwar nicht, dazu ist es letztendlich zu abwechslungsarm, aber für eine schnelle Runde mit Spielern, die etwas Denkarbeit nicht abgeneigt sind, allemal empfehlenswert. Besondere Erwähnung verdienen noch die Frösche selbst: Sie sind aus Gummi, was nicht nur ungewöhnlich, sondern auch überaus praktisch ist: Sie verrutschen nämlich fast nie. Auch eine Art der Innovation.

Rezension Steffen Stroh

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung China Moon: 3,1 3,1, 9 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Steffen Stroh
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Christiane Brecht
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Jörn Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Kathrin Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Nicole Biedinger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Stephan Gehres
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.05.04 von Rolf Braun - Die Frösche sind wirklich süß, aber das wars auch schon fast an Material und dafür 18 Euro, dafür ist der Spielspaß dann doch nicht hoch genug.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.05.07 von Peter Nos

Leserbewertungen

Leserwertung China Moon: 4,0 4.0, 2 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Markus Hofmann
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Thomas Altmeyer - Vor allem als Familienspiel sehr zu empfehlen, aber auch als Absacker in Spielerunden

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