Rezension/Kritik - Online seit 15.01.2008. Dieser Artikel wurde 3829 mal aufgerufen.

Kecke Frösche

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Autor: Peter Neugebauer
Illustration: Michael Menzel
Verlag: Goldsieber Spiele
Rezension: Roland Winner
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 - 40 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 2,5 2,5 H@LL9000
Ranking: Platz 4577
Kecke Frösche

Spielziel

Kecke Frösche treiben ihren Schabernack: Am Ufer, auf dem Teich und unter Wasser. Da kann auch der Storch nur kurzzeitig stören. Ziel ist es, am Ende die wenigsten Frösche und Störche vor sich liegen zu haben und Gewinn daraus zu ziehen, dass die Mitspieler noch möglichst viele Karten besitzen.

Ablauf

Die drei verschiedenen Biotop-Spielkarten liegen nebeneinander in der Tischmitte. Dorthin werden im Spielverlauf Karten abgespielt. Es gibt je Biotop 16 Froschkarten in 4 Symbolen und insgesamt 12 Storchkarten.

Zunächst beginnt die Sammelphase, in der man in seinem Zug 0 - 2 Karten seiner Auslage in die Biotope spielt, allerdings immer von rechts aus jeder eigenen Auslage. Störche dürfen auf jeden Stapel gelegt werden, Frösche nur auf das Biotop, das zu ihrem Kartenhintergrund passt. Dabei dürfen nie Karten mit zwei gleichen Symbolen direkt aufeinander zu liegen kommen. Ein Biotop mit einem Storch ist solange gesperrt, bis ein weiterer Storch auf einem anderen Biotop platziert wird. Zum Ende seines Zuges zieht der Spieler genau eine Karte mehr nach, als er ausgespielt hat. Diese Karten werden nun in eigenen Auslagen abgelegt, je Biotop gesondert und Störche extra. Man hat immer die Wahl, ob man neue Karten rechts oder links anlegt. Bei Übereinstimmung der Symbole mit schon liegenden Karten gibt es einen verdeckten Gewinnchip (Wert 1 - 3), der bis zum Spielende nicht angesehen werden darf. Zieht man einen der wenigen Knallfrösche nach, verliert der Spieler mit den meisten Störchen vor sich einen Storch.

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So geht es immer reihum, bis die letzte Karte gezogen wurde. Dann bedeckt der letzte Spieler noch ggf. 1 - 2 Biotope mit je einem Storch, damit nur noch ein Biotop offen ist.

Das ist der Start zur Ablagephase, in der die Spieler versuchen, möglichst alle Karten loszuwerden. Dabei darf der Spieler am Zug jeweils in genau ein Biotop max. 4 Karten ablegen, die alle verschieden sein müssen. Auch jetzt dürfen nicht gleiche Symbole aufeinander liegen. Davor oder danach darf ein Storch gespielt werden, der das offene Biotop verschließt und ein beliebiges verschlossenes Biotop wieder freigibt.

Das Spielende tritt ein, wenn niemand mehr Karten abspielen kann. Nun zählt jeder Spieler die Punkte auf seinen Gewinnchips und die Anzahl der Karten vor allen Mitspielern als seine Punkte.

Fazit

Die Regel beschreibt ausführlich und mit Bildern ergänzt alle Spielsituationen. Allerdings lässt die Zuteilung von Gewinnchips noch Interpretationen zu. Gibt es für jede angelegte Karte des gleichen Symbols im selben Zug einen Chip oder nur einmal? Diebezüglich sollte man sich vorher auf ein Verfahren einigen. Bei der Ausstattung gibt es nichts zu meckern und die Karten sind mit wirklich niedlichen Bildern versehen.

Zum Spielverlauf: Mit einer Karte vor jedem Spieler geht es los in das flotte Sammel- und Ablegespiel. Je nach Lust und Laune spielen die Spieler mehrere oder wenige Karten in die Tischmitte. Wer viel abspielt, zieht auch viel nach, was nicht immer erwünscht ist. Darin liegt die Chance, aber auch das Risiko. Die Chance besteht in der Aussicht, Serien bilden zu können und dabei auch noch Gewinnchips einzuheimsen, wenn Karten gleichen Symbols aneinander zu liegen kommen. Das Risiko bedeutet, Serien oder Einzelkarten nicht mehr in der späteren Ablagephase in die drei Biotope in der Tischmitte spielen zu können.

Leider zählt dann jede nicht los gewordene Karte einen Pluspunkt für die Mitspieler. Ein Ausgleich kann durch die je 1 – 3 Pluspunkte aus den Gewinnchips kommen, muss aber nicht. Nachteilig wirkt es sich eben aus, dass man gleiche Karten schlecht wieder in die Biotope abspielen kann bzw. oft darauf sitzen bleibt. Ob die Chips diesen Nachteil wirklich wert sind? Da man bis zur Abrechnung den Wert seiner Chips nicht kennt, ist hier noch eine breite Punktebandbreite möglich.

Der Verlauf einer Partie hängt stark vom Nachziehglück ab. Ergattert z. B. ein Spieler viele Störche und andere Mitspieler wenige bis keine, bildet sich ein Ungleichgewicht, da viele Störche das „Entsorgen“ der vor den Spielern ausliegenden Karten erheblich beeinflussen können. Da Störche auf einem Biotop die weitere Ablage dort sperren, ist ein Spieler schnell zur Tatenlosigkeit verurteilt, wenn er keinen Storch zum Entsperren hat und dort aber abspielen möchte. Obwohl die drei Knallfrösche im Spiel drei Störche vertreiben, sind sie nicht sonderlich entscheidend.

Der Spielspaß variiert aus besagten Gründen zwischen totalem Frust und mäßiger Unterhaltung. Aufgrund der vielen Unwägbarkeiten dieses Spieles möchte ich Kecke Frösche nur als einfaches Ablegespiel ohne Anspruch auf jegliche Taktik oder Strategie bezeichnen und es allenfalls der vorgesehenen unteren Alterszielgruppe von 7 Jahren überlassen. Aus deren Sicht kann ich dann meine Spielreiznote 3 vertreten.

Rezension Roland Winner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Kecke Frösche: 2,5 2,5, 6 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.10.07 von Roland Winner - Niedliche Grafik.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.04.05 von Uta Weinkauf - Sehr nette Spielkarten!
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.05.05 von Jochen Traub
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.08.05 von Kathrin Nos - Recht mechanisches Ablegespiel.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.08.05 von Peter Nos
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.10.07 von Barbara Winner

Leserbewertungen

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