Rezension/Kritik - Online seit 13.10.2026. Dieser Artikel wurde 621 mal aufgerufen.
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Der eigene Freizeitpark. Ein Traum wird wahr. Doch es gibt noch einige Vorbereitungen zu treffen, bevor die Eröffnung ansteht. Welche Attraktionen müssen denn nun unbedingt in den eigenen Park und welche können auch in den der Mitspieler? Doch Vorsicht, denn wer zu viele teure Attraktionen erwirbt, hat am Ende einen unvollständigen Park.
Zu Spielbeginn werden zufällig eine Projektplan- und eine variable Wertungskarte ausgelegt. Daneben wird die Standard-Wertungskarte platziert, jeder der 2-5 Spieler schnappt sich noch 15 Münzen und 10 verdeckte Parkkarten und schon kann der Wettkampf um den besten Freizeitpark starten.

My Park ist im Kern ein Drafting-Spiel. Das bedeutet, dass jeder Spieler aus seinen Handkarten immer eine auswählt und die restlichen Karten im Uhrzeigersinn weitergibt. Dies wird 9-mal wiederholt und anschließend hat jeder Spieler einen (hoffentlich) vollständigen Park vor sich ausliegen.
Die ausgewählte Karte muss immer direkt platziert werden. Dabei gibt es ein paar Regeln zu beachten:
Doppelte Werte sind dabei nicht erlaubt, und da es nur die Werte von 1 bis 13 gibt, kann diese Einschränkung oftmals eine Hürde darstellen. Neben einem Wert weisen die Karten jedoch auch noch eine von 4 Farben sowie eines von 5 Symbolen auf. Diese Farben und Symbole spielen jedoch lediglich für die Endwertung eine Rolle.
Die einzige Ausnahme davon stellen die Shop-Symbole dar. Diese gewähren beim Ausspielen eine sofortige Bonusaktion, wie etwa das Austauschen einer bereits gespielten Karte mit der eines Mitspielers oder dem Umdrehen der Richtung, in welche die Karten weitergegeben werden.
Jede Karte hat ebenfalls eine Anzahl von 1 bis 3 Münzen aufgedruckt, die bezahlt werden müssen, wenn die Karte platziert wird. Sollte ein Spieler keine einzige Karte auf seiner Hand ausspielen können oder wollen, darf er auch eine Karte mit der Rückseite nach oben platzieren. Diese stellt nun eine unbebaute Fläche im eigenen Freizeitpark dar, die bei der Endwertung negative Auswirkungen haben wird. Hat jeder Spieler seine neunte Karte platziert, endet My Park und es folgt die Endwertung.
Dabei gibt es Siegpunkte für übriggebliebene Münzen, verschiedene Symbole und goldene Tickets, die sich ebenfalls manchmal auf Parkkarten befinden. Je nach Anzahl der eigenen unbebauten Flächen gibt es ebenfalls noch Punkte, wobei mehr unbebaute Flächen weniger Punkte gewähren. Je nach variabler Wertungskarte gibt es auch noch Siegpunkte für unterschiedliche im eigenen Park platzierte Farben der Karten. Wer anschließend die meisten Siegpunkte hat, besitzt den prächtigsten Vergnügungspark und gewinnt My Park.
Es gibt auch noch die Variante mit Bonuskarten zu spielen, dabei werden zu Spielbeginn 2 dieser Bonuskarten gezogen und ebenfalls in der Spielfläche platziert. Diese weisen alle ein Kriterium auf, beispielsweise die meisten übriggebliebenen Münzen oder die meisten Symbole eines Typen, und gewähren dem Spieler, der in dieser Kategorie gewinnt, 3 Siegpunkte.

My Park ist ein klassisches Drafting-Spiel. Die Spieler wählen Karten aus, geben sie weiter und wiederholen den Prozess. Dies hält die Wartezeiten kurz und sorgt dafür, dass das Spiel flüssig läuft. Viel mehr macht My Park allerdings leider auch schon wieder nicht.
Die Qualität der Karten und auch der Münzen ist völlig in Ordnung. Die Illustrationen sind für mich persönlich aber nicht gerade sehr ansprechend und auch der Faktor, dass sogar am Spielecover eine der Riesenrad-Gondeln schwebt hilft leider nicht wirklich dies zu ändern.
Nun ist aber keinesfalls alles an My Park völlig katastrophal. Der Mechanismus, dass beispielsweise alle platzierten Karten sich in die aufsteigende Zahlenfolge einfügen müssen, ist tatsächlich ganz spannend und fordert gerade in den ersten Partien relativ viel Vorausplanung und ein paar Überlegungen.
My Park nutzt den Drafting-Mechanismus, den ich an sich sehr gerne sehe. Die positiven Aspekte, die dieser mit sich bringt, sollten also ebenfalls beachtet werden. Das einzige Problem daran ist nur, dass My Park eigentlich abgesehen vom Drafting-Mechanismus nichts Neues mit sich bringt. Es erweitert diesen also nicht sinnvoll durch irgendwelche anderen Mechanismen oder bringt spannende andere Faktoren mit.

Die Endwertung ist ebenfalls nicht wirklich einzigartig. Sie gewährt klassisch für einfach alles Punkte. Auch die Mitspieler werden dabei (bis auf ein paar Ausnahmen, wo Mehrheiten gewertet werden) gänzlich ignoriert. Verschiedene Strategien sind meist ebenfalls nicht möglich, da alle Spieler die gleiche Endwertung haben und daher die gleichen Karten benötigen. Ebenfalls bringen verdeckte Karten zum einen direkte Minuspunkte und verbrauchen zum anderen Platz im Park, wodurch es immer die beste Strategie ist, sie zu umgehen.
Dadurch hat man wenig Möglichkeiten, die Mitspieler ebenfalls noch zu berücksichtigen, da meistens sowieso nur wenige Karten aus der momentanen Hand offen platziert werden können. Die Shop-Karten haben ebenfalls nur einen sehr geringen Einfluss auf das gesamte Spielgeschehen. Dies trägt weiter negativ zur Interaktion bei und Mitspieler dienen beinahe nur noch dazu, die Wartezeiten in die Höhe zu treiben.
My Park ist also ein Drafting-Spiel, das diese Mechanik lediglich nutzt und in keinster Weise irgendwie ausbaut. Einsteiger in dieses Genre oder seichte Familienspieler könnten natürlich trotzdem ihre Freude an diesem Spiel finden, mich hat es jedoch leider überhaupt nicht abgeholt.
Rezension Michele Stark
Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.
H@LL9000 Wertung My Park:
3,0, 2 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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09.09.26 von Michele Stark - Der Drafting-Mechanismus funktioniert zwar, das Spiel hat jedoch keine wirklichen Alleinstellungsmerkmale. |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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31.08.25 von Michael Kahrmann - Ich muss gestehen ich habe das erste Spiel gebraucht um es zu verstehen, erst im zweiten Spiel konnte ich die Feinheiten erkennen und worauf man wirklich achten muss. Ich denke mit 4 oder 5 Personen ist es reizvoller weil mehr Karten im Umlauf sind aber trotzdem hat mir dieses kleine Draftingspiel echt gut gefallen. |
Leserwertung My Park:
5.0, 1 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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23.05.26 von Kichererbse - "My Park" ist ein Familienspiel für 2-5 Spieler ab 8 Jahren und dauert etwa 10-15 Minuten. Worum geht es? My Park ist ein kurzes und knackiges aber durchaus taktisches Draft- und Legespiel. Cleverness beim Platzieren der Attraktionen, weitsichtiges Münzen-Management und stets ein Auge auf die Parks der Nachbarn – wer erbaut den punktereichsten Vergnügungspark? So funktioniert’s grob: a) Karten draften (eine Karte behalten, den Rest weitergeben) b) Attraktionen clever platzieren c) Aufsteigende Reihen und Platzregeln beachten d) Münzen effizient einsetzen e) Bonus- und Wertungskarten nutzen Fazit: Dieses sehr kurze und kurzweilige Kartenspiel macht Laune. Das Zusammenspiel aus Drafting, knappen Finanzen und dem Zwang, Zahlen streng aufsteigend zu platzieren, erzeugt ein cleveres und spannendes Optimierungspuzzle. Da alle Spieler gleichzeitig draften und ihre Karten ablegen, gibt es quasi keine Wartezeiten (Downtime). Durch variable Auftragskarten und unterschiedliche Wertungsbedingungen verläuft jede Partie etwas anders. Sehr empfehlenswert für Gelegenheits- und Familienspieler sowie für Absacker-Fans und daher Daumen hoch!😃👍 |