Rezension/Kritik - Online seit 05.10.2026. Dieser Artikel wurde 395 mal aufgerufen.

Oh No, We Crashed!

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Verlag: Edition Spielwiese
Rezension: Michele Stark
Spieler: 3 - 6
Dauer: 1 - 5 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2025
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 4703
Oh No, We Crashed!

Spielziel

Ihr könnt es fast nicht glauben, als ihr ein unglaubliches Angebot für dieses (so gut wie) neue Raumschiff seht. Natürlich, es gibt ein paar lose Schrauben und dieses eine Panel wird nur von Klebeband gehalten, doch das wird schon kein Problem darstellen. Hey, wer hat diese rote blinkende Lampe angeschalten? Und warum kommt der Boden immer näher? Oh No, We Crashed!

Ablauf

In Oh No, We Crashed! müssen bis zu 6 mutige Raumfahrer unter Zeitdruck durch mangelnden Sauerstoff ihr Raumschiff nach einer Bruchlandung reparieren und so verschiedenste Planeten wieder verlassen. Dies gelingt nur durch Teamwork, gutes Zeitmanagement und viel Kommunikation zwischen allen Crewmitgliedern.

Zu Spielbeginn wird das Raumschiff in der Mitte der Spielfläche aufgestellt und 8 der Systemkarten werden zufällig ausgewählt und offen rund um das Raumschiff ausgelegt. Anschließend werden noch all die Komponentenkarten durchgemischt und verdeckt platziert. Nachdem noch ein Timer (z. B. auf einem Smartphone) auf die entsprechende, von der Spielerzahl abhängige, Zeit eingestellt wurde, kann es auch schon losgehen.

Oh No, We Crashed! ist ein kooperatives Echtzeitspiel. Konkret bedeutet dies, dass die Spieler gemeinsam (je nach Spielerzahl) ungefähr eine Minute Zeit haben, genügend Komponenten zu sammeln, um all die Systemkarten zu reparieren. Eine Zugreihenfolge oder fixe Züge gilt es dabei nicht zu beachten, alle Spieler spielen gleichzeitig.

Dabei dürfen Komponentenkarten in die Hand genommen werden, um sie anzusehen und auf der Hand zu behalten oder wieder abzuwerfen. Beim Abwerfen dürfen sie sogar offen am Tisch platziert werden, wodurch sie später wieder schnell gefunden werden können. Auf jeder Hand darf ein Spieler zu jedem Zeitpunkt lediglich eine Karte halten, mit beiden Händen zusammen also bis zu 2 Karten.

Sollten mehrere Spieler zu irgendeinem Zeitpunkt gemeinsam alle 3 Komponenten, die auf einer Systemkarte abgebildet sind, auf ihren Händen haben, können sie diese 3 Komponentenkarten gemeinsam mit der Systemkarte abwerfen. Dieses System ist nun repariert. Genau darin besteht auch das Spielziel von Oh No, We Crashed!. Sollte es den Spielern nämlich gelingen, alle 8 Systeme vor Ablauf der Zeit zu reparieren, gewinnen sie und entkommen erfolgreich dem Planeten.

Doch dies war erst das Einführungsspiel. Der „Reiseführer“ enthält weitere Sonderregeln in Form von 10 Planeten, die es zu meistern gilt. So gibt es beispielsweise Aliens, die bestimmte Bauteile fressen, fremdartige Pflanzen oder sogar Lava. Auch die grundsätzlichen Regeln werden oftmals geändert und zurückgelegte Karten plötzlich verdeckt platziert oder lediglich ein Spieler darf sich die Systemkarten ansehen. Nach den 10 Planeten, sind auch noch Regeln zur Kombination dieser Module und vorgeschlagene Paarungen angeführt.

Fazit

Oh No, We Crashed! verspricht in wenigen Minuten ein rasantes Weltraumabenteuer, einen Wettlauf gegen die Zeit und eine daraus resultierende Stressgarantie. Teamwork, gute Kommunikation und ein grober Plan sind also Grundvoraussetzungen.

Oh No, We Crashed! kommt in einer angenehm kompakten Schachtel daher, die jedoch genügend Platz für alle zum Spielen nötigen Karten bietet. Die Anleitung, die lediglich die grundlegenden Regeln erläutert, bietet eine gute Übersicht und ermöglicht durch diese Einführung einen einfachen Einstieg. Komplettiert wird sie dann von dem "Reiseführer", in dem alle anderen Sonderregeln zu finden sind.

Genau diese Sonderregeln machen wohl den Hauptreiz des Spiels aus. So gilt es immer wieder neue Strategien zu finden, um die Herausforderungen des Reiseführers zu meistern. Auch nach Abschluss der 10 Planeten gibt es durch die Verbindung mehrerer Module noch immer viele Möglichkeiten zur „Erstellung des eigenen Planeten“, was ebenfalls einen gewissen Reiz hat.

Ein weiterer positiver Aspekt ist das Teamwork, das oft in Spielen unter Zeitdruck zu kurz kommt. Die Spieler müssen hier jedoch zwingend zusammenarbeiten, da es immer 3 Komponentenkarten benötigt, um ein System zu reparieren und ein Spieler zu jeder Zeit lediglich maximal 2 Karten halten kann. Nun zu denken, alles würde einem gemeinsamen Plan oder einer Strategie folgen, wäre jedoch falsch.

Der wohl größte Pluspunkt ist nämlich das völlige Chaos, in welches man sich bei einer Partie Oh No, We Crashed! stürzt. So werden konstant die Bezeichnungen von Komponenten über den Tisch gerufen, die gerade gebraucht werden. Diese Bauteile sind in ihrer Form ebenfalls so gewählt, dass es (zumindest in meiner Runde) sehr unterschiedliche Bezeichnungen für sie gab. Gerade in den ersten Partien war dies eine weitere Hürde, die es für einen Sieg zu überwinden galt.

Gerade hier liegt jedoch auch ein möglicher Kritikpunkt für viele Spielerunden. Spieler, die Pläne und Strategien lieben, sollten sich also lieber von Oh No, We Crashed! distanzieren. Ebenso sind eine gewisse Stressbereitschaft und eine Toleranz für Hektik wichtige Fähigkeiten, um die Weltraumreise zu überstehen.

Der wohl größte Kritikpunkt ist jedoch der Wiederspielreiz. Gerade nach Abschluss der Planeten des Reiseführers, sinkt dieser extrem. Ein sehr großer Spaßfaktor ist die Planlosigkeit der ersten paar Partien von Oh No, We Crashed!, doch der sinkt ebenfalls nach ein paar Runden stark. Dadurch verliert das Spiel also nach und nach ein bisschen seines Charmes, wird jedoch keinesfalls unspielbar.

Abschließend ist Oh No, We Crashed! also ein tolles Hektik-Spiel, das von viel Chaos, Teamwork und oftmals Erfindergeist der Spieler lebt, um ein tolles Spielerlebnis in wenigen Minuten zu erschaffen, das nach mehreren Runden zwar etwas sinkt, jedoch nich gänzlich „crasht“.

Rezension Michele Stark

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Oh No, We Crashed!: 4,0 4,0, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.09.26 von Michele Stark - Tolles Hektik-Echtzeitspiel mit Chaosgarantie!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.10.25 von Michael Kahrmann - Während des Tutorial dachte ich noch \"und das soll Spass machen\". Wenn man aber mal den Dreh raus hat wirds ein wirklich turbulenter Spaß.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.10.25 von Frank Gartner - Kooperatives, hektisches Aufdecken von Karten, um diese bestimmten Aufträgen zuzuordnen. Wer einen Auftrag erfüllen will braucht jedoch jeweils 3 bestimmte Karten und dazu die Hilfe der Mitspieler. Die Zeit drängt, weshalb man ein gutes Auge und gute Kommunikation benötigt, wenn man alle Aufträge in der vorgegebenen Zeit schaffen will. Interessant wird es durch die Missionen, die den Anspruch schrittweise steigern.

Leserbewertungen

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