Rezension/Kritik - Online seit 04.11.2026. Dieser Artikel wurde 220 mal aufgerufen.
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Gemeinsam Zahlen stapeln
Das beliebte kooperative Kartenspiel Tippi Toppi schafft es, dank einfacher Regeln und gemeinsamer Erfolgserlebnisse immer wieder für eine Menge Spielspaß zu sorgen und Jung wie Alt, Gelegenheits- und Vielspieler an den Spieltisch zu bringen. Was liegt da für den Verlag näher, als einen Nachfolger zu veröffentlichen?
Tippi Toppi – Hoch hinaus! bringt nun im wahrsten Sinne des Wortes eine weitere Dimension ins Spiel. Statt Zahlenkarten gibt es nun Plättchen, die jeweils zwei Zahlen von 1 bis 4 in unterschiedlichen Farben zeigen. Diese werden im Laufe der Partie gemeinsam auf einem Spielplan möglichst geschickt angeordnet und gestapelt, um – wie beim Original – die ausliegenden Aufgabenkarten zu erfüllen. Das Ziel besteht auch bei diesem Spiel darin, eine bestimmte Anzahl an Aufgabenkarten zu erfüllen, bevor der Plättchen-Nachziehstapel aufgebraucht ist.
Außer den vier offenen Aufgabenkarten gibt es noch vier verdeckte Zusatzaufgaben, auf denen jeweils Lückenfüller-Plättchen liegen, die nur aus einem einzigen Feld bestehen und eine 0 zeigen. Wer an der Reihe ist, darf zuerst einen Lückenfüller platzieren, falls er möchte. Erst wenn alle auf einer Aufgabenkarte liegenden Lückenfüller verwendet worden sind, ist die darunter befindliche Aufgabenkarte „frei“ und wird auf den Stapel der übrigen Aufgabenkarten gelegt, sodass die Spieler nun versuchen können, sie zu erfüllen.
Der aktive Spieler legt eins seiner drei Plättchen so auf den Spielplan und/oder über andere bereits platzierte Plättchen, dass dadurch möglichst eine oder mehrere Aufgabenkarten erfüllt werden. Falls das gelingt, werden diese Aufgaben gleich durch neue vom Stapel ersetzt. Wie bei Tippi Toppi dürfen die Spieler sich darüber austauschen, wer wo gut Plättchen legen könnte, doch die Farben und Zahlen auf den eigenen Plättchen dürfen dabei nicht genannt werden.
In der Profi-Variante dürfen Plättchen nur so gelegt werden, dass mindestens eins der Felder die gleiche Farbe und/oder Zahl zeigt wie das darunter befindliche Feld; die Lückenfüller sind in diesem Fall Joker. In der normalen Version des Spiels dürfen die Plättchen platziert werden, ohne auf die jeweiligen Farben und Zahlen Rücksicht nehmen zu müssen, allerdings nicht deckungsgleich auf ein darunter befindliches Plättchen.
Tippi Toppi – Hoch hinaus! funktioniert gut und ist eine stimmige Weiterentwicklung von Tippi Toppi. Die Dreidimensionalität sowie die Auslage der Plättchen auf einem drei mal vier Felder großen Spielplan bringt neue Aufgabenoptionen, zum Beispiel „Es gibt kein Lila am Rand“, „Pink ist in drei verschiedenen Höhen“ oder „Drei Grüne in einer Diagonalen“ (wobei Karten dieser Art Grammatikfehler enthalten …). Die Höhenunterschiede lassen sich allerdings nicht immer gut erkennen, was die Planung etwas erschwert.
Der Einsatz der Lückenfüller will gut geplant sein. Sie bringen zusätzlichen Reiz ins Spiel. Insgesamt ist Tippi Toppi – Hoch hinaus! anspruchsvoller als das Originalspiel: Man muss mehr denken und hat mehr Optionen. Dadurch wird eine Partie herausfordernder, aber auch anstrengender und weniger locker. Die Profi-Variante bringt außerdem eine größere Einschränkung und mehr Denkanforderung mit sich.
So ist dieses neue Spiel interessant und bietet neue Ideen, macht auch Spaß, ist aber weniger geradlinig als Tippi Toppi. Es ist ebenfalls gut, aber nicht unbedingt besser als das Originalspiel: Wie man es bewertet oder wonach man eher greift, hängt davon ab, was man möchte. Man braucht nicht unbedingt beide Spiele, es sei denn, man möchte das schöne, in sich stimmige Originalspiel komplexer gestalten. Insbesondere wer eher mit Gelegenheitsspielern spielt beziehungsweise ein kleines Spiel zum Verschenken oder Mitnehmen sucht, wird eher zu dem leichter zugänglichen und überschaubareren Kartenspiel greifen.
Übrigens: Tippi Toppi – Hoch hinaus! basiert zwar eindeutig auf Tippi Toppi, doch seltsamerweise wird dessen Autor (Ken Gruhl) nirgends genannt – warum auch immer …
Rezension Birgit Irgang
In Kooperation mit der Spielezeitschrift
H@LL9000 Wertung Tippi Toppi: Hoch Hinaus!:
5,0, 2 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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30.09.26 von Birgit Irgang |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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02.11.26 von Stephan Gehres - Nette Variante des Originals. Ist aber so ähnlich, dass man nur eins von beiden braucht. |
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