Rezension/Kritik - Online seit 02.06.2003. Dieser Artikel wurde 10092 mal aufgerufen.

Schloss Schlotterstein

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Autor: Kai Haferkamp
Markus Nikisch
Illustration: Sabine Kraushaar
Verlag: HABA - Habermaaß GmbH
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 1 - 6
Dauer: 5 - 20 Minuten
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2003
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 478
Schloss Schlotterstein
Auszeichnungen:2003, Deutscher Spielepreis Bestes Kinderspiel Gewinner2003, Spiel der Spiele Hit für Kinder Empfehlungsliste2003, Spiel des Jahres Kinderspiel Empfehlungsliste

Spielziel

Wir befinden uns in der Abschlussprüfung im Spuken für kleine Schlossgespenster auf Schloss Schlotterstein und unsere Aufgabe ist es durch geschicktes Manövrieren durch das Schloss Aufgaben zu bestehen und möglichst viele Bewohner zu erschrecken.

Ablauf

Grundaufbau: Zuerst ist es notwendig Schloss Schlotterstein zusammen zu bauen. Hierbei ist die Spieleschachtel nicht nur zur Aufbewahrung da, sondern integraler Bestandteil des Spiels. In den Ecken der Schachtel werden Standfüße montiert, so dass die Schachtel mit etwas Abstand zur Tischplatte auf den Spieltisch gestellt werden kann. Die Wände werden in die Schachtel montiert. So entsteht ein Schloss mit 9 Räumen und jede Menge Bilder an den Wänden.

Der Bewegungsmechanismus: Das Gespenst wird mittels Magnetkraft durch die Räume bewegt. Hierzu wird das Gespenst in das Schloss gestellt. Der Spieler bekommt einen Stab mit einem Magneten am Ende. Der Stab muss unter die Spieleschachtel geschoben werden, so dass sich der Magnet direkt unterhalb des Geistes befinden. Durch geschicktes verschieben des Stabes kann man nun das Gespenst durch die verschiedenen Räume manövrieren.

Spiel 1: Die Spukprüfung

Mit einem der 9 runden Raumplättchen wird ermittelt, in welchem Raum das Gespenst startet. Danach wird eine Gemäldekarte aufgedeckt. Die Abbildungen auf den Gemälden zeigen Lebewesen, welche sich in einem der 9 Räume befinden. Sie sind auf den Wänden der Räume abgebildet. Ziel des spukenden Spielers ist es das gesuchte Objekt im Schloss zu finden, den Geist dorthin zu bewegen und laut "Buuh!" zu rufen. Danach wird das nächste Plättchen aufgedeckt und die Suche geht weiter. Den Spielern steht hierfür jeweils eine Sanduhrlänge Zeit zur Verfügung. Nach 3 Durchgängen werden die gesammelten Gemäldekarten gezählt und ermittelt, wer die meisten Schlossbewohner entdeckt hat. Der ist natürlich auch Sieger des Spiels.

Spiel 2: Gruppenspuken auf Schlotterstein

In dieser kooperativen Variante helfen die Spieler beim Suchen der Abbildung, was durchaus Sinn macht, wenn man das Spiel nicht schon in- und auswendig kann. Die Anzahl der Gemälde wird Spielerzahlabhängig limitiert. Das Spiel endet, wenn entweder alle Schlossbewohner erschreckt worden sind oder jedes Kind einmal das Gespenst geführt hat.

Spiel 3: Sieben auf einen Streich

In dieser Variante für geübte Schlossgespenster bekommt man 7 Gemälde gleichzeitig aufgedeckt und versucht diese so schnell wie möglich abzulaufen und zu erschrecken. Die Reihenfolge ist hierbei beliebig. Sobald keine 7 Gemälde mehr aufgedeckt werden können, endet das Spiel und es gewinnt der Spieler mit den meisten Gemälden.

Alle drei Varianten lassen sich erschweren, in dem Gegenstände in das Schloss gelegt werden. Dies können Goldstücke sein, die umfahren werden müssen oder aber magnetische Metallkugeln, welche die Manövrierfähigkeit des Gespenstes stark beeinflussen.

Die Gruselolympiade von Schlotterstein

So! Jetzt wird´s interessant, denn auf Schlotterstein gibt es auch den modernen Sechskampf:

Disziplin 1: Gespensterkugelei

Es werden die 4 Gespensterkugeln im Schloss verteilt und eine Schatztruhe in einen weiteren Raum gelegt. Ziel ist es nun so schnell wie möglich die 4 Kugeln in den Raum der Schatztruhe zu bekommen. Kein leichtes Unterfangen, da das Gespenst ein gewisses Eigenleben entwickelt, sobald sich magnetische Kugeln in dessen Nähe befinden. Die Zeit wird mit einer Stoppuhr festgehalten und notiert.

Disziplin 2: Der Grusel-Slalom

Die Wände werden heraus genommen und diagonal 5 Goldstücke in eine Reihe gelegt. Die Spieler müssen so schnell wie möglich im Slalom um die Goldstücke herum zum anderen Ende und zurück zu fahren. Auch hier wird die Zeit gestoppt und notiert.

Disziplin 3: Der Grusel-Rundlauf

Hier muss man das Gespenst in jeden Raum führen und wieder in den Startraum zurück. Die Zeit wird

gestoppt und notiert.

Disziplin 4: Spuk am laufenden Band

Neun Gemäldekarten werden in eine Reihe gelegt und dann umgedreht. Man hat nun eine Sanduhr Zeit sich die Gemälde und die Reihenfolge zu merken. Ist die Sanduhr abgelaufen, werden die Karten wieder verdeckt. Nun muss man die abgebildeten Bewohner in der richtigen Reihenfolge erschrecken. Sobald man hierbei einen Fehler macht, ist der Spielzug beendet. Man bekommt nur die Gemäldekarten, die man in der richtigen Reihenfolge erschreckt hat. Wer nach zwei Durchgängen die meisten Gemäldekarten sammeln konnte gewinnt.

Disziplin 5: Der Gespensterschatz

Die Schatztruhe und das Gespenst kommen in den mittleren Raum. In alle anderen Räume kommt jeweils ein Goldstück. Nun gilt es innerhalb einer Sanduhr mit dem Gespenst die meisten Goldstücke in den Raum der Schatztruhe zu kicken.

Disziplin 6: Das Gepsenst ohne Kopf

Nun wird in Teams gespielt. Ein Spieler bewegt das Gespenst, muss hierbei aber die Augen verschlossen halten und der Mitspieler lotst den Spieler durch Zurufe in die richtige Richtung. Start und Zielraum werden durch die Raumkarten zuvor ermittelt. Die Zeit wird gemessen und notiert.

Und wer jetzt noch nicht genug hat, wir aufgefordert sich weitere Dinge auszudenken. Der Fantasie wird hier keine Grenzen gesetzt.

Fazit

Das Material: Sicher ist Schloss Schlotterstein das erste Spiel, bei welchem die Schachtel zum Spielen mitverwendet wird, dennoch gefällt mir die Idee, mit den Standfüßen die Schachtel ins Spiel zu integrieren. Durch die Möglichkeit die Wände unterschiedlich zusammen zu stecken, entsteht auch nach mehreren Spielen keine Monotonie bei der Suche nach den Bewohnern. Das Spiel ist schnell montiert, so dass man gleich beginnen kann. Die Spielmaterialien, wie der sehr putzige Geist, die magnetischen Kugeln, die Schatzkiste usw. machen aus Schloss Schlotterstein ein sehr individuelles Spiel! Mag sein, dass der Karton bei unpflegsamer Behandlung nach einiger Zeit leidet, hier ist meines Erachtens aber ein Kompromiss notwendig, um ein Spiel in dieser Qualität zu einem vernünftigen Preis auf den Markt bringen zu können.

Die Spielanleitung ist zwar nicht gerade bunt gestaltet, jedoch vom Aufbau und der Verständlichkeit wirklich vorbildlich! Jedes Spiel oder Variante ist einwandfrei erklärt, beinhaltet aber dennoch weitere Anregungen, um das Spiel zu variieren. Die Startspielerbedingungen sind für jedes Spiel unterschiedlich. Mal startet der Spieler, der am schnellsten drei mal hintereinander "Schloss Schlotterstein" rufen kann, mal der, der am längsten "Buuuuh!" rufen kann, usw.

Die Gruselolympiade wird in einem separatem Regelheft mitgeliefert. Einziges Manko: Wer ist am Ende der Sieger der Gruselolympiade, wenn ich die 6 Disziplinen durchgespielt habe? Hier wäre ein Abrechnungssystem als Anregung wünschenswert gewesen. Der kreative Spieler weiß sich natürlich auch hier zu helfen.

Das Spiel: Die Grundvariante ist nett, um das Spiel kennen zu lernen. So richtig Spaß kommt jedoch bei der Gruselolympiade auf. Und der gilt nicht nur für Kinder. Wir haben auch schon im Erwachsenenkreis mit 8 Personen und einem Gläschen Wein oder Bier verbracht und dabei viel gelacht. Einzig die 4 Disziplin erschien und als sehr schwierig, weshalb wir diese stets ausließen.

Besonders lustig wird es, wenn die magischen Kugeln ins Spiel kommen und das eigene Gespenst sein Eigenleben entwickelt. Der am Zug befindliche Spieler ist meist am verzweifeln und die anderen Spieler halten sich den Bauch vor Lachen.

Für mich ist Schloss Schlotterstein ein klarer Favorit für das Kinderspiel des Jahres 2003. Es verfügt über tolles Spielmaterial, bietet viele Spielvarianten, regt aber auch die Kreativität an, da man beliebig viele Varianten mit weiteren Spielmaterialien entwickeln kann und es macht Kindern und Eltern gleichermaßen Spaß.

Rezension Frank Gartner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Schloss Schlotterstein: 5,0 5,0, 9 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Christian Preuß
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Claudia Büchsenschütz
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Holger Büchsenschütz
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Kathrin Nos
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Klaus Jörder
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Peter Nos

Leserbewertungen

Leserwertung Schloss Schlotterstein: 5,0 5.0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Hülpüsch - Schloss Schlotterstein macht unseren beiden Kindern immer Riesenspass, hat aber auch unter uns Erwachsenen schon für so manche lustige Geisterstunde beim Spieleabend gesorgt. Schade, dass nicht noch ein zweiter Geist und zwei Stäbe beiliegen, dann könnte man zu zweit um die Wette geistern
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.01.09 von Martin Schipper

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