Rezension/Kritik - Online seit 06.03.2006. Dieser Artikel wurde 6394 mal aufgerufen.

Der Herr der Ringe -Die Minen von Moria

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Autor: Alessio Cavatore
Verlag: Games Workshop Ltd.
Rezension: Frank Schwarz
Spieler: 2
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 2806
Der Herr der Ringe -Die Minen von Moria

Spielziel

"Die Minen von Moria" ist ein Tabletop-Strategiespiel für zwei Spieler. Ein Spieler versucht mit den Gefährten der Ringgemeinschaft durch die Minen von Moria zu gelangen. Der Gegenspieler tritt den Gefährten mit den Moria-Goblins entgegen. Er versucht vor allem, den Ringträger zu besiegen sowie den Ring in seine Gewalt zu bekommen.

Ablauf

Spielmaterial:

  • die neun Gefährten der Ringgemeinschaft
  • 24 Moria-Goblins
  • ein Höhlentroll
  • verschiedene Geländestücke (Säulen, Durins Grab, ...)
  • ein Regelbuch (115 Seiten)
  • ein Einsteigerbuch (33 Seiten)
  • zwei Maßstäbe

Allgemeines:

Die Ringgemeinschaft versucht sich durch die Minen von Moria zu schlagen, wobei ihr der Weg von den Moria-Goblins verstellt wird. Gespielt wird einfach auf einer Tischplatte. Alle Entfernungen, wie zum Beispiel Bewegungsreichweite oder die Reichweite eines Bogens, werden mit einem Maßstab abgemessen. In der ersten Phase jedes Spielzugs wird festgelegt, welche Seite die Initiative hat.

Es folgt die Bewegungsphase. Hier haben beide Spieler die Möglichkeit, ihre Spielfiguren zu bewegen (es beginnt immer der Spieler, der die Initiative hat). In der Schussphase können alle Krieger mit Fernkampfwaffe feuern. Außerdem wird in dieser Phase auch gezaubert. Alle gegnerischen Parteien, die in der Bewegungsphase in Kampfposition gegangen sind, tragen anschließend die Nahkämpfe aus.

Jede Spielfigur hat eigene Profilwerte. Diese geben Auskunft über Kampfkraft, Stärke, Verteidigung, Attacken, Lebenspunkte und Mut. Die Kampfkraft beschreibt sowohl die Fähigkeiten des Kriegers im Nahkampf als auch sein Geschick im Umgang mit Fernkampfwaffen. Die Stärke gibt an, mit welcher Härte ein Krieger im Nahkampf zuschlägt. Die Attacken entsprechen der Anzahl der Hiebe im Nahkampf. Die Verteidigung ist eine Kombination der Widerstandskraft und der Rüstung der Kämpfer. Wie viele Treffer ein Kämpfer einstecken kann, hängt von seinen Lebenspunkten ab, und der Mut bestimmt die Zuverlässigkeit in kritischen Situationen.

Einsteigerbuch:

Im Einsteigerbuch wird in einfachen Schritten erklärt, wie ein Tabletop-Spiel funktioniert. Es gibt nicht nur eine Anleitung zum Zusammenbauen der Figuren und Geländeteile, sondern auch einen Leitfaden zum Bemalen der Figuren sowie eine Einführung in die Spielregeln. Diese Einführung in die Spielregeln ist kombiniert mit der Beschreibung der Szenarien. Auf diese Weise lernt man das Spiel Schritt für Schritt beim Spielen kennen.

Die Ziele der Szenarien sind unterschiedlich: Das Überwinden eines Raumes, das Ausschalten bestimmter Personen oder das Erobern eines Gegenstandes. Im ersten Szenario sollen die Spielzugabfolge, die Bewegung und die Schussphase erlernt werden. Im zweiten Szenario kommen auch einfache Nahkämpfe dazu. Im dritten und vierten Szenario wird es zu mehrfachen Nahkämpfen kommen und zusätzlich erhält Gandalf die Möglichkeit, Magie einzusetzen. Nachdem die Spieler die Szenarien einmal durchgespielt haben, sollten sie mit den wichtigsten Grundregeln vertraut sein.

Regelbuch:

Das Regelbuch ist unterteilt in

  • Einführung
  • Regeln für Fortgeschrittene
  • Festungen
  • eigene Szenarien und
  • Streitkräfte

Die Einführungsregeln erlernen die Spieler fast komplett beim Spielen mit dem Einsteigerbuch. Bei den Regeln für Fortgeschrittene kommt noch die Eigenschaft „Mut“ ins Spiel. Der Mut gibt an, wie die Kämpfer mit brenzligen Situationen fertig werden. Für Helden gibt es noch zusätzliche Eigenschaften wie Heldentum, Willenskraft und Schicksal. Mit diesen Eigenschaften sind die Helden im Spiel zu herausragenden Taten fähig. Regeln für Magie und Kavallerie schließen sich an. Für das Nachspielen der Schlachten um Helms Klamm oder Minas Tirith sind gesondert Festungsregeln enthalten. Für alle bisher erschienen Modelle sind hier noch einmal alle Sonderregeln komplett aufgeführt.

Fazit

„Die Minen von Moria“ ist die ideale Einsteigerbox, wenn die Spieler die Tabletop-Welt von „Der Herr der Ringe“ kennen lernen wollen. Durch die vier Szenarien wird man spielerisch an die Regeln herangeführt. Die Erklärungen sind ausführlich und leicht verständlich. Den Regeln sind viele Fotos und Skizzen mit Beispielen beigefügt.

Beim Durchblättern der Regelbücher beeindrucken zuerst die vielen Fotos aus den Filmen sowie von den genialen Figuren. Man möchte direkt loslegen und in die Welt von Mittelerde eintauchen.

Das Spielmaterial ist erstklassig. Wenn man sich die Spielfiguren betrachtet, sieht man förmlich vor seinem geistigen Auge, wie Frodo, Sam Merry und Pippin zusammen mit Streicher, Legolas, Gimli, Boromir und Gandalf durch Moria wandern. Die Figuren zeigen viele Details, die man von den Filmcharakteren kennt. Da die Figuren sehr fein modelliert sind, erfordert es ein wenig Geschick, sie vor dem ersten Spiel aus dem Gussrahmen zu trennen und zusammenzubauen. Mit der Anleitung aus dem Einsteigerbuch und einfachem Werkzeug wie einer Zange und einem scharfen Messer sollte es jedoch kein allzu großes Problem darstellen.

Das Preis-/Leistungsverhältnis für diese Einsteigerbox ist sehr gut. Wenn die Spieler das Tabletop-Spiel zu ihrem Hobby machen wollen, werden weitere Anschaffungen allerdings unvermeidlich sein. Die riesige Produktpalette von Games Workshop lässt hier bestimmt keine Wünsche offen. Egal, ob man mit Sauron, den Ringgeistern, dem Balrog oder mit König Theoden und Galadriel in die Schlacht ziehen will – figurenmäßig ist alles möglich.

Einsteigern, die die Box einmal durchgespielt haben, kann ich außerdem das monatliche Hobbymagazin, den White Dwarf, empfehlen – hier findet man immer viele neue Spiel- und Basteltipps.

Für Spieler, die die alten Regeln von „Der Herr der Ringe“ bereits kennen und sich nur auf den neuesten Stand bringen wollen, bietet es sich auch an, das neue Regelbuch mit Hardcover zu kaufen. Allerdings ist es genauso teuer wie das gesamte Spiel „Die Minen von Moria“, und wer Wert auf die Figuren und die Geländeteile legt, fährt preislich mit dem Kauf des Spieles bestimmt besser. Allerdings sind die Szenarien für erfahrene Spieler weniger interessant.

Rezension Frank Schwarz

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Der Herr der Ringe -Die Minen von Moria: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.02.06 von Frank Schwarz - Für Tabletop-Einsteiger würde ich den Spielreiz mit einer 5 beurteilen.

Leserbewertungen

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