Rezension/Kritik - Online seit 05.09.2006. Dieser Artikel wurde 3968 mal aufgerufen.

Expedition zu den alten Mayastätten

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Autor: Florian Isensee
Verlag: Isensee Verlag
Rezension: Roland Winner
Spieler: 3 - 4
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 2,0 2,0 H@LL9000
Ranking: Platz 5073
Download: Kurzspielregel [PDF]
Expedition zu den alten Mayastätten

Spielziel

Mit Hilfe von Aktionskarten kämpfen die Spieler um das Bestehen von Abenteuern und die Eroberung von Schätzen im Land der Maya.

Ablauf

Im Laufe des Spiels entsteht eine Auslage von 10 Wegekarten, die entweder ein zu bewältigendes Abenteuer oder einen Fundort zur Schatzsuche anzeigen. Anfangs erhält jeder Spieler 5 Karten aus dem Stapel von 40 Aktions-Karten (Werte 1 bis 5).

Eine Runde läuft wie folgt ab:

Zunächst wird 1 Wegekarte aufgedeckt. Wurde damit ein Abenteuer aufgedeckt, müssen alle Spieler verdeckt je 1 Karte vor sich ablegen. Dann decken gleichzeitig alle auf. Es gilt, gemeinsam den Wert des Abenteuers von 5 – 10 mit der Summe der Kartenwerte zu erreichen/übertreffen. Bei Erfolg erhält der Spieler mit der höchsten Aktionskarte die Abenteuerkarte (10 Punkte) als Gewinn. Bei Misserfolg muss jeder Spieler seine höchste Handkarte an seinen linken Nachbarn schieben. Dann folgt ein neuer Versuch, das Abenteuer zu bestehen. Ein erneutes und jedes weitere Scheitern führt dazu, dass der Spieler mit der niedrigsten Karte ggf. 1 Schatz verliert. Gleichstände werden per Aktionskarten vom Stapel ausgelost. Es wird nun solange weiter gespielt, bis eine Entscheidung fällt. Eingesetzte Aktionskarten werden abgeworfen.

Wurde damit ein Fundort aufgedeckt, werden verdeckt nacheinander Kämpfe um insgesamt bis zu 3 Schätze ausgefochten. Jeder Spieler muss verdeckt 1 Aktionskarte auslegen. Alle Karten werden gleichzeitig aufgedeckt und die höchste Karte gewinnt den Schatz (20 – 60 Punkte). Bei 1. und 2. Patt werden erneut Aktionskarten ausgespielt, bei einem 3. Patt erfolgt Losen mit Karten vom Stapel.

Wählt ein Spieler die Karte „Ausruhen“ (niedrigste Karte, gilt wie „0“), nimmt er nicht an Kämpfen teil und erhält aber 2 Aktionskarten vom Stapel. Kämpfen nun die Mitspieler ohne den Ausruher um ein Abenteuer und scheitern, erhalten ein oder zwei von ihnen diese Karten. Die "Ausruher"-Karte wird immer wieder auf die Hand zurück genommen.

Nach Aufdeckung der letzten Wegekarte gibt es noch 1 Schatzsuche und anschließende Punktzählung. Die höchste Gesamtpunktzahl siegt.

Fazit

Das Thema „Maya“ und die damit verbundene mysthische Aura aus längst vergangen Zeiten ist ein reizvoller Aufhänger für ein Kartenspiel und weckt Interesse. Ganz untypisch in der Ausstattung für die Spielszene fällt hier zunächst die Qualität der Spielschachtel wortwörtlich aus dem Rahmen, da sie aus sehr weicher Pappe besteht und keinerlei Stapelung mit anderen Spielen ohne Knautschschäden überlebt. Hier wurde der übliche gute Standard in der Szene unnötig außer Acht gelassen – ärgerlich. Dagegen können sich die Spielkarten sehen lassen, die zwar nur mit schwarz-weißer Grafik illustriert sind, aber in glatter und offensichtlich gut haltbarer Ausführung produziert wurden. Die Bilder aus der Welt der Maya sind stimmungsvoll im Stil alter Stiche gehalten und bringen eine gewisse Abenteueratmosphäre an den Spieltisch.

Recht ordentlich und gut mit Beispielen bestückt, verdient die Spielregel ein Lob. Hier ist ein Spieleinstieg möglich, ohne dass Diskussionen um die jeweilige Interpretation der Regel entstehen oder überhaupt erst Unklarheiten aufkommen.

Im ungewöhnlich kurzen Spielgeschehen sollte man nicht groß ins Grübeln geraten, da es im wesentlichen aus kurzen Schlagabtäuschen in Form von Karten besteht. Dabei sind die Kämpfe um die Abenteuerkarten (bringen je nur 10 Punkte) eher unliebsam, da man bei gemeinsamer Unterlegenheit jeweils seine höchste Aktionskarte schieben muss. Bei gemeinsamen Erfolg der Spieler erhält einer davon dann nur die Karte. Das ist mager. Überhaupt kommt es hier immer auf gemeinsamen Erfolg an, damit das Rundenziel erreicht wird. So ist z.B. der Wert 10 einer Abenteuerkarte oft nur gemeinsam zu erreichen bzw. zu übertreffen. Hier kann das Spiel schon haken und ohne Ausruher kommen keine neuen Karten ins Spiel. Meist scheitern die Mitspieler ohne den ausruhenden Spieler erst recht an der Aufgabe. Der Ausruher verliert dann zu allem Übel seine neuen Karten an die Mitspieler.

Etwas interessanter wird es mit den Schatzkarten (Wert 20 - 60). Wurde die Schatzkarte offen (Variante!) statt verdeckt (Grundspiel) vorgelegt, wird das Glück etwas zurückgedrängt. Außerdem winken bei den Schätzen höhere Punkte.

Expedition z.d.a. Mayastätten spielt sich derart glückslastig, dass Frustschübe nicht ausbleiben. Je nach Verteilung der Aktionskarten ist man zu ständigem Abwerfen verdonnert oder muss Zwangspause machen. Zusätzlich hemmen die häufigen Patts den Spielfluss erheblich. Man hat hier nicht den Eindruck, in irgendeiner Weise das Spiel beeinflussen zu können, zumal auch oft die beste Handkarte an einen Mitspieler abgegeben werden muss. Dieses Gezocke ist wenig befriedigend.

Alles in allem hinterlässt dieses Spiel nicht den Wunsch, es erneut zu spielen. Das insgesamt unausgegorene Spielgeschehen kann nicht überzeugen.

Rezension Roland Winner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Expedition zu den alten Mayastätten: 2,0 2,0, 4 Bewertung(en)

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