Rezension/Kritik - Online seit 13.03.2007. Dieser Artikel wurde 5412 mal aufgerufen.

Figaro

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Autor: Reiner Knizia
Illustration: Daniele Barletta
Roberta Barletta
Didier Guiserix
Verlag: Abacus Spiele
dV Games
Rezension: Wieland Herold
Spieler: 2 - 5
Jahr: 2006
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 5822
Figaro

Spielerei-Rezension

Spielerei Februar 2007:

Fr ein kleines, einfaches Kartenspiel mit rgerfaktor betreibt dV-Games bei Figaro von Reiner Knizia einen gewaltigen Aufwand. Abstrus wie die Spielgeschichte, aber immerhin zum Spieltitel passend, scheint alles an den Haaren herbeigezogen zu sein: Ein Knig, der ein Mdchen fr alles sucht, da sein Hofstaat sich beim Ritterturnier amsiert.

Wer das Mdchen fr alles am Ende ist, wird ber ein dreirundiges Kartenspiel entschieden, dessen Wertungsmechanismus Verlag und Autor zustzlich aufgepeppt haben. Da wird nicht einfach gepunktet, sondern da dienen lange und kurze Wegstrecken dazu, letztlich den krzesten Weg zum Knig festzulegen. Viel Lrm um eine simple aber zu viert und zu fnft durchaus unterhaltsame Kartenspielidee.

60 Karten sind im Spiel, je zehn in fnf Farben mit den Werten von 1 bis 3, auerdem fnf graue Joker, die 1 bis 2 Punkte wert sind und fnf so genannte Ringelreihen-Karten. Alle Karten werden verteilt, nur beim Spiel zu dritt wird mit 45 Karten gespielt. Der Spielablauf ist sehr einfach. Der Reihe nach werden Karten vor den Mitspielern offen abgelegt, wobei man auch vor sich selbst eine Karte ausspielen darf. Dabei drfen vor den Spielern nur Karten einer Farbe ausliegen und diese Farbe darf nicht gleichzeitig vor einem anderen Spieler liegen. Joker knnen natrlich zu jeder Farbe gespielt werden. Mit der Sonderkarte Ringelreihen werden die ausliegenden Karten im Uhrzeigersinn weiter geschoben. Wozu das Ganze? Die Auslegeregeln steuern die Zwangsaufnahme von Karten la 6 nimmt!. Immer dann, wenn ein Spieler zwar nicht sechs Karten, aber Karten im Wert von sechs oder mehr Punkten vor sich liegen hat, muss er smtliche ausliegenden Karten einsammeln. Am Ende, wenn ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hat, muss man zwar keine Hornochsen aber alle Strafeinnahmen zhlen, da die Karten unabhngig von ihrem Wert in die Endabrechnung gehen. Der Spieler mit den meisten Karten erhlt die lngste Wegstrecke, das geht so weiter bis zum besten Spieler, der ohne Wegstrecke bleibt. Klar, dass er derjenige in der nchsten Runde sein wird, der von allen Seiten Kartengeschenke erhlt. Fr die Schlussrunde hat sich Knizia noch eine Sonderregel einfallen lassen, dabei darf der Spieler vor der abschlieenden Verteilung der Wegstrecken sein lngstes Straenstck gegen die krzeste noch verfgbare Wegstrecke austauschen. Eine recht starke Regel, die oft den Spielsieger bestimmt.

Figaro gaukelt auch ber die unterhaltsame Grafik der Spielkarten nichts Tiefgehendes vor, trotzdem ist es nicht banal. Das Spiel wird weniger aus der Kartenhand heraus entschieden, als aus dem kommunikativen Miteinander. Hier besitzt das Spiel seinen besonderen Reiz sicherlich auch durch einen betrchtlichen rgerfaktor, den der Spielverlauf mit sich bringt. Ein bisschen Aufpassen lohnt natrlich, denn gegen Ende ist es schon hilfreich zu wissen, welche Farben weniger gefhrlich sind. Wobei man sich stets darber im Klaren sein muss, dass das Ringelreihen die besten Plne immer wieder kaputt macht. Schieben wir also ein aufgesetztes Thema und den aufwndigen Wertungsmechanismus einmal beiseite, dann bleibt spielerische Unterhaltung, die Figaro zu einem ganz ordentlichen Kartenspiel fr die ganze Familie macht.

Rezension Wieland Herold

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Figaro: 3,0 3,0, 4 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.01.07 von Wieland Herold
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.02.07 von Michael Andersch - Astreines rgerspiel. Groartig was steuern kann man nicht, Spa macht es irgendwie aber trotzdem...
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.03.07 von Roland Winner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.03.07 von Jost Schwider - Witzige Grafik, banales Spiel - dagegen ist "6 nimmt!" schon fast ein Strategiehammer. "Knizia ist auch nicht mehr das, was er einmal war!" knnte man jetzt sagen... ;o)

Leserbewertungen

Leserwertung Figaro: 4,0 4.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.04.07 von Lindsay Scholle

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