Rezension/Kritik - Online seit 17.09.2003. Dieser Artikel wurde 6189 mal aufgerufen.

Bayon

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Autor: Wolfgang Werner
Illustration: Thomas Hammer
Verlag: Adlung Spiele
Rezension: Claudia Schollenberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2002
Bewertung: 3,9 3,9 H@LL9000
3,3 3,3 Leser
Ranking: Platz 4133
Download: Kurzspielregel [PDF]
Bayon

Spielziel

Jeder Spieler stellt als Expeditionsleiter Runde für Runde Forscherteams zusammen. So erforscht jeder die fünf Kontinente und sammelt dadurch Gold bis ein Spieler eine vorher festgelegte Summe erreicht hat.

Ablauf

Jeder Spieler erhält eine Forscher (von Nr. 1 - 6), den er offen vor sich auf den Tisch legt und ein Startkapital von 15 Gold. Die Fundstellen werden verdeckt, nach den fünf Kontinenten sortiert auf den Tisch gelegt. Australien wird mit dem Zollschild abgedeckt. Die Anzahl der Forscher des Nachziehstapels wird entsprechend der Spieleranzahl bereitgelegt. Zwei Karten davon werden aufgedeckt.

Die Forscher haben drei verschiedene Eigenschaften mit jeweils Stärken von 0 bis 3. Die Expeditionen der einzelnen Kontinente fordern unterschiedliche Eigenschaften. Entsprechend den Kosten für die Expedition steigt der Wert der Eigenschaften und der zu erzielende Goldwert.

Jetzt kann das Spiel auch schon losgehen. Nur wie geht’s?

Während des Zuges hat der Spieler verschiedene Aktionen:

1. Der Spieler nimmt fünf Gold von der Bank.

Damit ist sein Spielzug auf der Stelle beendet

oder

2. er kann maximal einen Forscher pro Zug anheuern (nicht während der Expedition) entweder

  • für fünf Gold vom offenen oder verdeckten Nachziehstapel an oder
  • für zehn Gold von einem Mitspieler.
Die Bezahlung für den Nachziehstapel erfolgt an die Bank, für den Forscher eines Mitspielers an diesen. Der Spieler legt den neuen Forscher offen vor sich ab. Da jeder Spieler maximal vier Forscher vor sich liegen haben darf, muss er beim Anheuern einen fünften dafür einen seiner übrigen Forscher unter den Nachziehstapel legen.

Die weiteren Aktionen können auf jeden Fall durchgeführt werden, ob ein Forscher angeheuert wurde oder nicht.

a) Ein vorher festgelegter Forscher bereist einen Kontinent, d.h. er schiebt einen seiner Forscher aus der "Reihe", deckt die obere Karte eines Kontinentstapels für sich an und erfährt so, welche Fähigkeiten für eine erfolgreiche Expedition erforderlich sind.

Jeder Forscher kann pro Zug einmal aktiv werden. Ein Spieler der über vier Forscher verfügt kann max. vier Kontinente bereisen oder auch zwei Karten ein und des selben Kontinents mit zwei Forschern usw.. Der Spieler kann sich auch Forscher aufheben um mit diesen eine Expedition durchzuführen.

b) Wenn der Spieler eine Expedition durchführt entfällt hierfür ein Forschungsobolus entsprechend dem auf dem Land aufgedruckten Goldbetrag (Europa fünf, Afrika zehn, Asien 15, Amerika 20 und Australien 25 Gold). Dieser wird an die Bank gezahlt.

Die oberste Karte wird aufgedeckt und jetzt wird überprüft, ob die drei erforderlichen Fähigkeiten der Kontinentkarte durch die Forscher erreicht oder übertroffen werden, um die Expedition erfolgreich durchzuführen. Hierbei dürfen Forscher, die in diesem Zug bereits geforscht haben nicht eingesetzt werden. Der Spieler schiebt einen der an der Expedition beteiligten Forscher unter den Nachziehstapel. Der Kontinent, in dem die Expedition durchgeführt wurde, wird mit den Zollschild abgedeckt.

  • Eine nicht erfolgreiche Expedition beendet den Zug. Die Kontinentkarte wird unter den jeweiligen Stapel geschoben.
  • Bei einer erfolgreichen Expedition nimmt der Spieler die Kontinentkarte auf die Hand. Die so gewonnene Karte kann der Spieler auch für die Bezahlung einer Expedition (nicht für Forscher) einsetzen, wobei es hier kein Rückgeld gibt.
3) es kann einfach das Zollschild mit einem Forscher versetzt werden.

So wird Runde für Runde gespielt bis ein Spieler entsprechend der Spieleranzahl einen bestimmten Goldwert erreicht hat und das Spiel sofort beendet ist.

Fazit

Die Gestaltung der Karten ist gelungen. Die Kontinentkarten zeigen entsprechend Motive des jeweiligen Kontinents. Jeder Forscher hat einen Namen, der zum Schmunzeln anregt. (z.B. MircoSoft)

So wirkt das Spiel nach dem Aufbau ansprechend. Beim Spielen braucht es ein wenig, bis man sich in das Zusammenspiel der Möglichkeiten gefunden hat. Die Dauer der verschiedenen Aktionen ist sehr unterschiedlich, so dass es passieren kann, dass eine Runde sehr schnell oder relativ lang dauern kann. Ansonsten gibt es zwischen den Spielern wenig Interaktion. In meiner Spielrunde hat auch keiner bei einem anderen ein Forscher abgeworben oder das Zollschild versetzt.

Für den Preis und der Grafik ist es ein nettes Familienspiel, dass sich, wenn man es mal kennt gut spielen lässt. Es ist eher glücksabhängig, auch wenn durch das Erforschen suggeriert wird, dass man sich die benötigten Fähigkeiten zusammensuchen muss. Am ehesten hat man Chancen mit einem starken Team, von dem dann immer ein schwächerer Forscher abgegeben wird. Aber als Gelegenheitsspiel oder nettes Mitbringsel durchaus geeignet.

Rezension Claudia Denner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Bayon: 3,9 3,9, 9 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Claudia Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Alexander Broglin
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Angela Grünes
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Michael Andersch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Rolf Braun
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.06.05 von Bernd Eisenstein

Leserbewertungen

Leserwertung Bayon: 3,3 3.3, 7 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Jörn Frenzel
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein - recht belangloses Spiel mit netten Elementen. Nicht mehr als Durchschnitt - da hatte die Adlungserie schon zig bessere Spiele am Start.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Steffen Stroh
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.08.04 von Roland Sciarra - sehr schöne karten.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.01.05 von Sarah Kestering
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.05.05 von Udo Winterstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.02.11 von RS

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