Rezension/Kritik - Online seit 10.02.2009. Dieser Artikel wurde 5943 mal aufgerufen.

Alle meine Farben

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Autor: Reinhard Staupe
Illustration: Oliver Freudenreich
Verlag: AMIGO
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 10 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2008
Bewertung: 6,0 6,0 H@LL9000
Ranking: Platz 1421
Alle meine Farben

Spielziel

Obwohl der Titel anderes vermuten lässt, spielen die Farben hier eher eine Nebenrolle. Vielmehr sind erste taktische Überlegungen gefragt und so ganz nebenbei werden die Zahlen sowie das Sprechen geübt.

Ablauf

Auf den Tisch werden 20 Karten zu einem Rechteck von 5 x 4 Karten ausgelegt. Die Karten zeigen einfache Schwarz-Grau-Zeichnungen von mehr oder weniger bekannten Gegenständen des Alltags und sind – wie aus der Gelben Reihe schon bekannt – aus sehr stabilem, etwas dickerem Material gemacht. Ideal also für kleine Kinderhände und häufigen Gebrauch. Außerdem sind alle Karten von 1 bis 20 durchnummeriert. Jeder Mitspieler bekommt 3 Farbkarten auf die Hand. Diese Karten zeigen einen Pinsel und eine von 7 möglichen Farben.

Wer an der Reihe ist, muss die Karte mit der Ziffer 1 suchen. Auf diese Karte kann er eine beliebige Farbkarte legen. Die Farbkarten haben Löcher, durch die man dann die Zahl der abgedeckten Gegenstandskarte sehen kann. Beim Ablegen muss man sagen, welchen Gegenstand man mit welcher Farbe anmalt, also zum Beispiel „Ich male den Ball grün an“. Danach wird eine Karte nachgezogen und der nächste Spieler sucht nach der Karte mit der Nummer 2. Er hat es unter Umständen nicht mehr ganz so leicht. Denn er muss überprüfen, ob in der Reihe oder Spalte der Karte 2 schon eine andere Farbkarte liegt, und wenn ja, darf die Farbe dieser Karte nicht mit jener übereinstimmen, die er auf die 2 legt. Hat man keine passende Karte, legt man eine ab, zieht eine neue und der nächste Spieler ist am Zug.

In diesem Sinne wird das Spiel fortgesetzt, bis entweder keiner mehr eine passende Karte legen kann, was zu dem Ergebnis führen würde, dass alle Spieler verloren haben. Schafft man es jedoch, alle Gegenstände „zu bemalen“, haben alle gemeinsam gewonnen.

Fazit

Das Überprüfen bereits vorhandener Farben ist am Anfang noch relativ einfach, muss man ja nur wenige Karten hinsichtlich Übereinstimmung kontrollieren. Von Runde zu Runde wird die Kartenablage bunter und gleichzeitig wird es immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Die Kinder werden an dieser Stelle sehr beansprucht und selbst als Erwachsener übersieht man hin und wieder farbliche Übereinstimmungen in einer Reihe oder Spalte. Sind die Kinder schon älter, kann man ihnen auch erklären, dass man – sofern man mehrere passende Karten zur Verfügung hat – ein wenig auf die Anzahl der bereits gespielten Farben und deren Lage in den Reihen bzw. Spalten achten sollte und erst danach eine Karte auswählen sollte.

Neben den Überlegungen, welche Karten abgelegt werden dürfen und welche nicht, lernen die Kinder in diesem Spiel, Farben und Gegenstände zu benennen und in ganzen Sätzen zu sprechen. Außerdem merken sie sich so nach und nach das Aussehen der Zahlen.

Die Zahlen sind auch der Grund für den einzigen kleinen Nachteil des Spiels: Ohne ältere Kinder oder Erwachsene kann das Spiel nicht gespielt werden, denn die wenigsten Vorschulkinder können die Zahlen bis 20 erkennen.

Alle meine Farben ist ein Kooperationsspiel, bei dem das Spielziel, nämlich alle Gegenstandskarten mit bunten Farbkarten abzudecken, gemeinsam erreicht werden muss. Schafft man dies, haben alle zusammen gewonnen, andernfalls kann man ob der kurzen Spieldauer (etwa 10 Minuten) gleich ein weiteres Spielchen machen, um das Ziel vielleicht dann zu erreichen. Im Durchschnitt wird das Spiel öfter gewonnen als verloren, so dass die Motivation der Kinder auf alle Fälle erhalten bleibt.

Das Spiel ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet, wobei man dazu bemerken muss, dass es manchen 4-Jährigen sehr schwer fiel, die Reihen und Spalten auf gleiche Farbkarten zu überprüfen. Andere dagegen verstanden dies sofort.

Für ältere oder fortgeschrittene Spieler wird auch die Variante vorgeschlagen, die Farbkarten verdeckt abzulegen und sich zu merken, welche Farbkarte wo liegt. Bei dieser Spielmöglichkeit muss man eine Handkarte ausspielen, auch wenn man weiß, dass sie nicht in eine Reihe bzw. Spalte passt. Am Ende des Spiels werden die Farbkarten umgedreht und anhand der Ziffern auf den Gegenstandskarten kann man nun ganz genau nachvollziehen, wer eine falsche Karte abgelegt hat. Der Spieler mit den wenigsten falschen Karten gewinnt natürlich. Diese Variante hat es wahrlich in sich und auch erfahrenen Memory-Spielern gelingt es nicht, sich die Lage aller Farbkarten zu merken. Teilweise war sie den Kindern zu heftig und kam daher überhaupt nicht an.

Die Grundvariante des Spiels gefiel dagegen allen Kindern, mit denen ich das Spiel ausprobierte – sogar die 7- und 8-Jährigen hatten noch Freude an dem Spiel und machten immer wieder gerne eine Runde mit.

Rezension Volker Sitzler

Kompakt - Kritik

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Alle meine Farben: 6,0 6,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.10.08 von Sandra Lemberger

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