Rezension/Kritik - Online seit 19.09.2008. Dieser Artikel wurde 4745 mal aufgerufen.

Pictureka!

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Autor: keine Angabe
Illustration: Eugene and Louise
Verlag: Parker-Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 12
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2008
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
2,0 2,0 Leser
Ranking: Platz 4092
Pictureka!

Spielziel

Wer findet auf den modern gestalteten Grafikplatten einzelne Begriffe am schnellsten? Mit Einzel- und Gruppensuchaufgaben und insgesamt 100 verschiedenen Aufgaben in drei Kategorien ein flottes Suchspiel für die ganze Familie.

Ablauf

Aus den neun doppelseitig bedruckten Tafeln, auf denen Unmengen kleiner und großer Bilder zu sehen sind, wird ein Quadrat ausgelegt. Die nach Farben sortierten Aufgabenkarten werden verdeckt neben dem Spielplan bereit gelegt. Wer an der Reihe ist, würfelt. Dem Ergebnis entsprechend deckt der Spieler vom jeweiligen Stapel eine Karte auf. Dabei muss er zuerst überprüfen, ob auf der Kartenrückseite ein Symbol abgebildet ist, das ihn dazu auffordert, eine der Tafeln um 180° bzw. auf die Rückseite zu drehen oder mit einer anderen Tafel zu vertauschen.

Die Farben der einzelnen Karten geben an, ob man eine Aufgabe allein zu lösen hat oder im Wettbewerb mit den anderen nach einem bestimmten Einzelbild suchen muss. Bei der dritten Kategorie muss reihum jeder Spieler ein Gebot abgeben, wie viele Bilder er von einer bestimmten Kategorie innerhalb eines Sanduhrlaufs finden möchte. In jedem Fall darf ein Spieler, der eine Aufgabe (als Erster) geschafft hat, die Karte behalten. Wer zuerst in den Besitz von sechs Karten gelangt, hat Pictureka! gewonnen.

Fazit

Pictureka! aus dem Hause Parker ist ein Spiel, das in sehr modernem Design gehalten wurde – absolut nicht jedermanns Geschmack, wie ich in meinen Testrunden mit Erwachsenen feststellen musste. Kinder stören sich an der Grafik, die lediglich mit den Farben rot, blau, weiß und schwarz auskommt, meist weniger. Erstens sind viele von ihnen die sehr kantig gehaltenen Figuren schon aus diversen Comic-Fernsehserien gewohnt und zweitens achten die Kinder auch eher auf kleine Details. So finden sie zum Beispiel die stinkenden Socken, die pupsenden Tiere und den riesigen Piratenkopf im Kinderwagen superlustig und erfreuen sich an diesen Kleinigkeiten, die Erwachsenen oft entgehen. Die sehr abstrakte Aufmachung der Bilder ist aber sicher im Sinne des Erfinders, denn sie macht es extrem schwierig, die einzelnen Aufgaben zu erfüllen, weil die Figuren vom Auge kaum als solche wahrgenommen werden.

Ansonsten enthält die Box sehr solides Spielmaterial. Allerdings hätten bei dem doch recht stolzen Preis von rund 30 Euro ruhig ein paar Karten mehr in der Box enthalten sein dürfen – Platz genug wäre in der Schachtel ja gewesen! Schade ist auch, dass man dem Spiel nicht einen Wertungsblock oder dergleichen beigelegt hat. Wenn nämlich jeder die bereits gewonnen Karten vor sich auslegt, kann es aufgrund der nicht allzu zahlreichen Karten vorkommen, dass es in einer Kategorie, die bereits oft gewürfelt wurde, keine Nachziehkarten mehr gibt. Dies hätte bei einem solchen Preis bestimmt auch noch vom Budget abgedeckt werden können.

Wie lange eine Runde dauert, hängt von der Anzahl der Mitspieler ab, die vom Verlag her nicht begrenzt wurde, denn man kann Pictureka! auch in Teams spielen. Bei wenig Mitspielern kann ein Spiel durchaus schon nach 15 Minuten beendet sein, bei 6 Spielern kann es aber auch fast bis zu einer Stunde dauern. Da man jedoch selbst dann, wenn man gerade nicht am Zug ist oder keine Gemeinschaftsrunde stattfindet, mit dem aktiven Spieler mitsucht, wird das Spiel nicht langweilig, auch wenn es mal in größeren Runden etwas länger dauert. Ob zu zweit oder mit mehreren Mitspielern, Pictureka! funktioniert mit jeder Spieleranzahl, jedoch macht es zu viert oder fünft definitiv am meisten Spaß, weil der Konkurrenzkampf dann doch mehr zum Tragen kommt.

Der flexible Spielplan, der natürlich vor jedem Spiel anders aufgebaut wird und dann auch während des Spiels ständig verändert wird, sorgt im Übrigen dafür, dass man auch Bilder, die man zuvor schon des Öfteren gesehen hatte, nicht gleich auf Anhieb findet, zumal sich diese ja vielleicht sogar auf der Unterseite einer Tafel befinden können.

Einen kleinen Regelschwachpunkt weist das Spiel auf: Bei Bietrunden, in denen reihum jeder Spieler sagen darf, wie viele Bilder einer Kategorie er finden wird und bei denen natürlich der Spieler mit dem höchsten Gebot den Zuschlag bekommt, wird ein Spieler nicht bestraft, wenn er dieses selbst vorgegebene Ziel nicht erreicht. Dies führt dazu, dass – zumindest in Erwachsenenrunden – fast immer der letzte Spieler den Zuschlag bekommt, denn er kann ja getrost ein Gebot abgeben, dass alle vorherigen übersteigt. Hier empfiehlt es sich unbedingt, dem jeweiligen Spieler eine Karte, die er bereits vorher gewonnen hat, wieder abzunehmen, damit sich diese Gebote auch im Bereich des Erreichbaren bewegen.

Weiters sind in diesen Bietrunden die weiter hinten Sitzenden auch deshalb im Vorteil, weil sie sich – während die anderen noch überlegen, welches Gebot sie abgeben sollen – bereits ein wenig auf dem Spielplan umsehen können, um einigermaßen abschätzen zu können, wie weit sie mit ihrem eigenen Gebot gehen können.

Pictureka! ist ein etwas überteuertes Suchspiel, das die ganze Familie zu unterhalten weiß. Am besten sollten Sie es mit Ihren Kindern aber nicht vor dem Zubettgehen spielen – denn nach dem Spiel sind Ihre Sprösslinge garantiert wieder hellwach!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Pictureka!: 3,0 3,0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.09.08 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.09.08 von Uta Weinkauf

Leserbewertungen

Leserwertung Pictureka!: 2,0 2.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.01.11 von Romain - Ich habe die Version von Pictureka FLIP gespielt, die mit dem niedlichen Pinguin, der die Karten verteilt. Wir haben es am Silvesterabend gespielt, und leider haben wir es nach 20 Minuten wieder eingepackt. Selbst meinen Nichten (16 und 9 Jahre) war das Spiel zu hektisch. Schöne Aufmachung, aber sonst ... Wie gesagt, meine Kritik bezieht sich auf die FLIP-Version.

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