Rezension/Kritik - Online seit 21.12.2002. Dieser Artikel wurde 5287 mal aufgerufen.

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

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Autor: Reiner Knizia
Verlag: Ravensburger Spieleverlag GmbH
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 - 5
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 9 Jahren
Jahr: 2002
Bewertung: 3,8 3,8 H@LL9000
3,0 3,0 Leser
Ranking: Platz 3680
Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

Spielziel

Frodo, Sam, Merry und Pippin machen sich weiter auf die Reise und müssen an verschiedenen Orten Abenteuer bestehen. Durch das Nachziehen und Tauschen von Handkarten versuchen die Spieler Charakterkarten sammeln und eine nach Farben und Charaktereigenschaft (Kraft, Weisheit, Ausdauer und Entschlossenheit) gut sortierte eigene Auslage erstellen. Wer seine Auslage entsprechend den Erfordernissen der jeweiligen Orte am besten anpassen kann und dadurch die meisten Siegpunkte erringen kann, gewinnt das Spiel.

Ablauf

Zu Spielbeginn wird der Weg ausgelegt, in dem zwischen den 7 durchnummerierten Ortschaften jeweils eine Wegkarte gelegt wird. Vor die Ortskarten werden Punkteplättchen gelegt, um welche die Spieler kämpfen sollen. Vier Charakterkarten werden offen ausgelegt und bilden die Auslage, auf welche alle Spieler in der Zugphase zugreifen dürfen. Spieler erhält 6 Karten auf die Hand.

Nun kann die Reise losgehen. Das Spiel teilt sich in zwei Spielabschnitte:

1. Zugphase (Kartentauschphase)

2. Wertungsphase

1. Die Zugphase:

In der Zugphase können die Spieler ihre Handkarten tauschen und ergänzen.

Folgende Möglichkeiten gibt es:

a) eine Karte vom verdeckten Aufnahmestapel nehmen

b) eine Karte von der offenen Auslage nehmen

c) eine Karte von der Hand zu der offenen Auslage legen und 2 Karten vom verdeckten Aufnahmestapel nehmen

d) eine Karte von der Hand zu der offenen Auslage legen und eine andere Karte aus der offenen Auslage nehmen und anschließend noch eine Karten vom verdeckten Aufnahmestapel

In jeder Runde gibt es somit eine Karte mehr auf die Hand. Ob man eine Karte ablegen und 2 neue Karten aufnehmen möchte hängt natürlich von den eigenen Karten sowie der offenen Auslage ab.

2. Wertungsphase

Beginnend vom Startspieler an darf nun jeder Spieler beliebig viele Handkarten ausspielen und daraus eine eigene, möglichst Wertvolle Auslage zusammenstellen.

Auf was ist zu achten:

Die Charakterkarten unterscheiden sich in ihrer Farbe (4 Farben) und ihrer Charaktereigenschaft (ebenfalls 4 Charaktereigenschaften). Die Gandalfkarte zählt hierbei als Joker, darf aber nur gemeinsam mit einer anderen Karte ausgespielt werden.

Die Spieler dürfen bis zu 4 Reihen bilden, je Farbe eine Reihe. Alle Karten einer Reihe müssen die gleiche Charaktereigenschaft vorweisen. Es ist allerdings erlaubt 2 Reihen zu bilden, welche die gleiche Charaktereigenschaft haben, sofern die beiden Reihen nicht die gleiche Farbe haben.

Sobald jeder Spieler an der Reihe war, wird gewertet. Für eine Wertung sind nur die Charaktereigenschaften wichtig, welche an dem aktuellen Ort angezeigt werden, d.h. je nach Ortschaft ändern sich die benötigten Charaktereigenschaften, was es notwendig macht die Auslage im Verlauf des Spiels immer wieder zu modifizieren. Die Spieler zählen jeweils die Anzahl der Karten, welche das gleiche Symbol vorweisen, wie die Ortschaft, an der sich der Spielstein gerade befindet.

Der Spieler mit den meisten übereinstimmenden Karten erhält den Punktechip mit dem höchsten Wert. Außerdem erhält er den Ring und wird dadurch Startspieler in der nächsten Runde. Die anderen Punktechips werden nach gleichem Prinzip weiter verteilt.

Sollte Gleichstand herrschen gewinnt der Spieler, der dem Startspieler im Uhrzeigersinn am nächsten sitzt bzw. ggf. der Startspieler selbst.

Jede Reihe, welche bei der Wertung von Nutzen war, wird anschließend um eine Karte reduziert. Die anderen Reihen bleiben davon verschont. Da die benötigten Charaktereigenschaften von Ort zu Ort verschieden sind, ist es notwendig die eigene Auslage für die nächste Wertung entsprechend anzupassen. Spieler, die alle 4 Reihen bereits voll genutzt haben, können nicht benötigte Reihen entfernen, auf den Ablagestapel legen und dafür im Rahmen der Regeln neue Karten auslegen.

Spielende: Nach der Wertung des letzten Ortes zählt jeder Spieler seine Punkteplättchen zusammen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das

Spiel. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler, der in der letzten Runde die meisten Punkte erringen konnte.

Für das Spiel zu zweit wurde eine geringfügige Regelanpassung durchgeführt. Hier werden die Symbole der Ortschaften, getrennt von einander gewertet.

Fazit

Etwas Vorausplanung beim Sammeln der Karten ist bei diesem Spiel sehr wichtig. Man sollte schon darauf achten, welche der Symbole auch bei späteren Wertungen von Interesse sein könnten. Man sollte seine Mitspieler beobachten: Welche Karten werden aus der offenen Auslage entnommen? Welche Symbole werden gesammelt? So bleibt die eine oder andere Karte, die man eigentlich nicht gebrauchen kann, dennoch auf der Hand, da man die Mitspieler nicht unnötig fördern möchte.

Manchmal ist es besser sich an einer Wertung überhaupt nicht zu beteiligen, um am nächsten Ort richtig abzukassieren. Immer nur die kleinen Punktechips zu kassieren ist auf Dauer nicht unbedingt erfolgsversprechend. Die letzte Austragungsstätte hat eine gehobene Bedeutung, da sie meist nicht nur viele Punkte bedeutet, sondern bei Punktgleichheit zum Spielende auch spielentscheidend ist.

Machen wir einen kleinen Vergleich zum Vorjahresspiel...

Hier lassen sich einige Parallelen finden: Der zweite Ravensburger-Knizia zum "Herr der Ringe"-Film hat, wie schon das Spiel zum ersten Teil, nicht wirklich etwas mit der Story des Films zu tun hat. Die Film-Charaktere auf den Karten bilden die einzige Parallele. Es ist ein abstraktes Kartenspiele und eine ausgewogene Mischung aus Glück und Taktik. Es lässt sich leicht erlernen und flüssig von der Hand spielen.

Was die Spieltiefe angeht, hat es gegenüber dem Vorgänger ganz knapp das Nachsehen. In unseren Runden kam es gut an, ordnete sich aber dennoch hinter den "Gefährten" ein.

Was bleibt ist ein unterhaltsames und durchaus interessantes Kartenspiel, das man gelegentlich gerne auf den Spieltisch legen wird, sofern einem der Preis von ca. 15 Euro für ein Kartenspiel nicht am Kauf hindert.

Rezension Frank Gartner

Weitere Infos

Unsere Reportage:

Ende 2002 kamen parallel zum 2 Teil der "Der Herr der Ringe"-Triologie diverse Spiele zum Thema heraus. Hier ist unser Vergleich: DER HERR DER RINGE - VERGLEICH TEIL 2

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Der Herr der Ringe - Die zwei Türme: 3,8 3,8, 9 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Helga Wilde
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hermine Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Clemens Schollenberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.12.05 von Ralph Bruhn
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.06.06 von Ulrich Fonrobert - Besser als das Kartenspiel zum ersten Film.

Leserbewertungen

Leserwertung Der Herr der Ringe - Die zwei Türme: 3,0 3.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Peter Zanow - Zu zweit kann man es vergessen, da man immer etwas abbekommt. Ab drei Leute wird es etwas besser.

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