Rezension/Kritik - Online seit 29.06.2016. Dieser Artikel wurde 4864 mal aufgerufen.

Speed Snacks

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Autor: Ulrich Blum
Verlag: Pegasus Spiele
Rezension: Rene Puttin
Spieler: 2
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2015
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
1,0 1,0 Leser
Ranking: Platz 4307
Speed Snacks

Spielziel

"Eine Pommes, zwei Pizza und zwei Döner."

"Okay!"

"Sorry, doch nur eine Pizza, dafür ein Sushi."

"Ja, was denn jetzt?"

"Moment, doch keine Pommes, sondern ein Hamburger."

"Ich krieg' die Krise, die Sachen sind doch alle schon eingepackt. Mittlerweile weiß ich weder was bestellt wurde, noch was ich bereits fertig habe!"

Willkommen im Schnellrestaurant, hier muss alles schnell gehen. Die Kunden wollen schnell ihr Essen, ändern aber auch schnell mal ihre Wünsche. Schnell zusammengefasst, sie möchten Speed Snacks.

Ablauf

In Speed Snacks treten zwei Spieler gegeneinander an und legen gleichzeitig Karten ab, entweder auf einen ihrer fünf verdeckten Stapel - bei denen die jeweils oberste Karte das aktuell zubereitete Gericht angibt - oder in der Mitte auf einen der fünf offenen Kundenwunschstapel. Auch dort zählt nur die oberste Karte als aktuelle Bestellung, alle darunter liegenden Wünsche sind obsolet. Lediglich durch "Wird's bald"-Karten werden nach und nach einige Kundenwünsche final festgelegt und dürfen nicht mehr geändert werden, und so langsam können sich die Köche darauf einstellen.

Kommt die vierte dieser Karten ins Spiel, führt dies zur Rundenwertung. Jeder Spieler deckt die obersten Karten seiner Gerichtestapel auf und vergleicht diese mit den Kundenwünschen. Jedes Gericht punktet dabei pro entsprechendem Kundenwunsch. Wird also beispielsweise dreimal ein Döner gewünscht, so ist jeder zubereitete Döner drei Punkte wert. Wer die meisten Punkte in der Runde erzielt hat, erhält eine (Koch-)Haube, und wer davon als Erster fünf gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Fazit

Das hektische Zweipersonenspiel Speed Snacks macht sehr viel Spaß. Man stellt es sich leicht vor, sich nur die fünf obersten, verdeckten Karten seiner Gerichtestapel zu merken. Aber gerade die Hektik, die durch das gleichzeitige, möglichst schnelle Legen von Gerichten entsteht, macht einem da einen Strich durch die Rechnung. Schwierig genug fällt es einem schon, sich die ersten fünf Karten zu merken, die man meist auf seine fünf verschiedenen Gerichtestapel legt. Wenn man zwischendurch auch noch ein paar Karten als Kundenwünsche ablegt, wird es noch schwieriger.

Spätestens aber, wenn man aufgrund dieser Kundenwünsche gezwungen wird, eigene Gerichte wegzuwerfen zu überdecken, um häufiger gewünschte Gerichte zu kochen, setzt das Hirn meistens aus. Es bleibt häufig nur noch eine vage Erinnerung davon übrig, was auf welchem eigenen Gerichtestapel liegt.

Die kurze (drei DIN-A5 Seiten), einwandfreie Anleitung und die sehr schönen Illustrationen, lassen einen sehr schnell in dieses sehr spaßige Spiel eintauchen. Besonders lustig wird es dann bei der Wertung, wenn endlich zum Vorschein kommt, was welcher Spieler zubereitet hat. Der entsprechende Spieler ist dann häufig selbst überrascht, was er so zubereitet hat.

Aber nur ein paar Gerichte ablegen und werten, wird das denn nicht schnell langweilig? Nein, erstens ist das Spiel so schnell und kurzweilig, dass man sich ohne Probleme über viele Spielrunden schon mit dem Grundspiel beschäftigen kann, ohne das Langeweile eintritt; und zweitens liegen dem Spiel gleich vier Module bei, um dem Spielerlebnis noch mehr Würze zu geben:

  • Im Modul Gesundheitsamt kommen Kakerlakenkarten ins Spiel. Diese müssen die Spieler, wenn sie sie ziehen, auf ihre Stapel legen. Sie verlieren dadurch das Gericht und müssen somit die Kakerlake wieder überdecken, um auf diesem Stapel etwas Zubereitetes vorweisen zu können. Spätestens jetzt bekommen die Köche einen Knoten im Hirn. Weiterhin darf man bei der Wertung seinem Konkurrenten das Gesundheitsamt auf den Hals hetzen und einen Stapel zur Kontrolle benennen. Für jede Kakerlake im kontrollierten Stapel erhält der betroffene Spieler einen Minuspunkt. Meiner Meinung nach ist dieses auch gleich das beste Modul.
  • Im Modul Spezialität des Tages darf jeder Spieler während des Kochens ein Gericht zu seiner Spezialität küren. Er erhält dann einen zusätzlichen Punkt für jedes Gericht dieser Art, das er gekocht hat. Dieses sehr einfache Modul erlaubt ohne viel Aufwand, ein paar zusätzliche Pluspunkte einzusammeln. Da es keine wirklich andere Spielweise verlangt, finde ich es ganz nett, aber ...
  • Das Modul XXL erlaubt jedem Spieler, eine verdeckte XXL-Bestellung (wenn man möchte sogar mehr als eine) anzunehmen. Diese verlangt dann, dass genau drei Karten einer Gerichtart unter diese XXL-Bestellung gelegt werden, um drei Pluspunkte zu ergattern. Gelingt dies nicht, so gibt es drei Minuspunkte. Dieses Modul ist spaßig, da es die Spieler sehr unter Druck setzt, bestimmte Gerichte zu ziehen, führt aber natürlich auch einen neuen Glücksfaktor ein.
  • Das komplexeste Modul Menü erlaubt es den Spielern, bei der Wertung Menükarten auszuspielen, für die jeweils die beiden abgebildeten Gerichte zubereitet worden sein müssen. Dafür erhalten die Spieler Vorteile, von einem zusätzlichen Punkt für eine Menükarte bis hin zu einer direkten Haube bei drei erfüllten Menükarten. Dieses Modul bietet sehr interessante Alternativen und macht es sogar möglich, ein wenig strategisch zu spielen, sofern man das im Stress denn hinbekommt.

Insgesamt ist Speed Snacks ein sehr einfaches, rundum gelunges Spaß-Spiel, dass durch die vier Module im Schwierigkeitsgrad je nach Wunsch der Spieler angepasst werden kann. Für Freunde von spaßigen Spielen ist das Spiel sehr zu empfehlen, reine Strategiespieler sind hier natürlich an der falschen Stelle.

Rezension Rene Puttin

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Speed Snacks: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.07.15 von Rene Puttin - Sehr schönes, Spaß-Spiel mit Tendenz zur 5.

Leserbewertungen

Leserwertung Speed Snacks: 1,0 1.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.08.15 von Andreas Freye - Wer denkt sich nur so einen Käse aus. Glücksspiel hoch zehn und völlig unplanbar.

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