Rezension/Kritik - Online seit 05.05.2007. Dieser Artikel wurde 6743 mal aufgerufen.

Die Sprache des Manitu

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Autor: Jacques Zeimet
Illustration: Rolf Vogt
Verlag: Drei Magier Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 6
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2007
Bewertung: 4,8 4,8 H@LL9000
5,5 5,5 Leser
Ranking: Platz 792
Die Sprache des Manitu

Spielziel

Reihum werden Silbenkarten gezeigt, die laut vorgelesen werden müssen. Aber nicht nur eine – nein! Jeder muss alle vorherigen Silben in der richtigen Reihenfolge wiederholen.

Ablauf

Ein Spieler wird zum Häuptling ernannt. Er nimmt eine der gemischten Karten auf und zeigt sie dem Spieler ("Indianer") zu seiner Linken. Dieser liest die auf der Karte abgebildete Silbe laut vor, steckt sie in den Kartenhalter und liest die aufgedruckte Silbe (Beispiele für Silben: TI, KU, HO, MA usw.) laut vor. Danach steckt der Häuptling die Karte für die Mitspieler verdeckt in den Kartenhalter, zieht eine neue Karte vom Stapel und zeigt sie dem im Uhrzeigersinn nächsten Spieler. Dieser wiederholt erst die vorherige Silbe und liest dann die neue Silbe laut vor.

Nach diesem Prinzip wird so lange weitergemacht, bis ein Indianer einen Fehler macht und somit für die laufende Runde ausgeschieden ist. In diesem Fall unterbricht der Häuptling das Aufnehmen der Karten und der nächste Spieler muss erst einmal die Aufgabe seines Vorgängers lösen. Schafft er es auch nicht, scheidet er ebenfalls aus. Hat er Erfolg, ist der nächste Indianer an der Reihe und erhält wieder eine neue Karte. Versagen alle Spieler bei der gleichen Karte, hat derjenige gewonnen, der zuletzt fehlerlos gespielt hat.

Der Rundensieger bekommt eine Karte aus dem Kartenhalter und schon folgt die nächste Runde, in welcher der reihum nächste Spieler Häuptling wird. Das Spiel endet, wenn jeder einmal Häuptling war. Es gewinnt, wer die meisten Karten besitzt.

Das Spiel lässt sich auch zu zweit spielen – dann ist ein Spieler so lange an der Reihe, bis er einen Fehler macht. Es wird jeweils notiert, wie viele Silben (= Punkte) sich ein Spieler merken konnte. Nach einer vorher festgelegten Rundenzahl gewinnt ebenfalls der Spieler mit den meisten Punkten.

Fazit

Zur Aufmachung der Karten lässt sich nicht allzu viel sagen – wie soll man Silben grafisch auch interessant darstellen? Die Rückseiten der Karten sind jedoch mit dem lustigen Bildchen der Spielschachtel bedruckt, was die Sache zumindest von hinten doch recht bunt wirken lässt.

Mein Fazit wird deshalb ebenso kurz ausfallen wie die Regel. Die Sprache des Ma-ni-tu ist ein kleines, aber feines Spiel, welches es jedoch faustdick hinter den Ohren hat. Denkt man anfangs noch, dass es ja wohl nicht so schwer sein kann, sich ein paar Silben zu merken, so muss man sehr schnell feststellen, dass man – zumindest in Runden mit annähernd gleich starken Partnern – doch ganz schön ins Schwitzen kommt. Außerdem zeigt sich auch ganz deutlich, dass die Merkfähigkeit mit jeder Runde abnimmt, weil man irgendwie immer noch so manche Silbenkombination aus einer der Vorrunden im Kopf hat.

Das Spiel macht in jeder Besetzung Spaß, allerdings sollte man darauf achten, sich mit ebenbürtigen Partnern an den Tisch zu setzen, sonst wird sich unter den Schwächeren ziemlich schnell Frust verbreiten, weil sie keine Erfolgserlebnisse verbuchen können.

Die Idee mit dem beigefügten Kartenhalter (den man natürlich auch wunderbar für andere Kartenspiele benutzen kann) ermöglicht es, dass die Kinder auch wirklich ab dem Lesealter prima mitspielen können. Denn mit seiner Hilfe schaffen sie es tatsächlich, viele Karten übersichtlich in der Hand zu halten, was bei den 6-Jährigen meistens nur mit wenigen Karten wirklich gut klappt.

Der Preis für das Spiel mag wohl etwas hoch erscheinen; wenn man jedoch bedenkt, dass die Kinder den praktischen Kartenhalter auch für jedes andere Kartenspiel benutzen können, relativiert sich die Sache sofort wieder.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Die Sprache des Manitu: 4,8 4,8, 4 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.03.07 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.03.07 von Uta Weinkauf
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.03.07 von Arne Hoffmann - Schöne "Ich packe meinen Koffer"-Variante. Unsere Erwachsenen-Spielrunden brachen regelmäßig in Gelächter aus ob der zu bildenen Silbenreihen.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.05.07 von Frank Gartner

Leserbewertungen

Leserwertung Die Sprache des Manitu: 5,5 5.5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.09.07 von Björn Kalies - 1.) Die Sprache des Manitu ist schwerlich auf den Tisch zu bringen. 2.) Wenn man es dann doch geschafft hat ist das Spiel wieder schwerlich vom Tisch zu wegzubekommen. Eigenartig. Zumindest ich habe mit dem ersten Punkt nun gar keine Probleme :-)
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.12.07 von Linus Bindrim (6 Jahre) - Diese Meinung stammt von Linus (6 Jahre alt)!!! Anmerkung der Mama: hab´s bisher nur mit Kids gespielt. Für Leseanfänger in der 1. Klasse bedingungslos zu empfehlen!

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