Rezension/Kritik - Online seit 18.09.2015. Dieser Artikel wurde 4435 mal aufgerufen.

Dino Race

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Autor: Roberto Grasso
Illustration: Francesco Mattioli
Michelangelo Ricci
Verlag: Ares Games
Rezension: Stefanie Marckwardt
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2014
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 1704
Dino Race

Spielziel

So schnell wie möglich muss man in Dino Race seine beiden Dinos vor dem bald ausbrechenden Vulkan retten und dabei möglichst tolle Trophäenmarker ergattern und Minuspunkte vermeiden. Der Dinobesitzer mit den meisten Siegpunkten gewinnt!

Ablauf

An das Vulkanplättchen anschließend wird eine Rennstrecke aus 12 Landschaftsplättchen gelegt. Auf die ersten beiden Plättchen wird jeweils einer der zwei Dinos gestellt, und jeder Spieler erhält fünf Handkarten. Der Startspieler bekommt zusätzlich noch ein Dino-Ei, das, wenn er es ins Ziel bringt, zusätzliche Punkte bringt.

Wenn man dran ist, zieht man ein oder zwei Handkarten, je nachdem wie viele eigene Dinos man noch im Rennen hat. Danach darf man beliebig viele Handkarten ausspielen. Landschaftskarten erlauben den Schritt auf sie, wenn diese Landschaft direkt vor dem Dino liegt; ein Joker zeigt alle vier möglichen Landschaften. Spezialkarten helfen den Gegner zu ärgern, wenn dieser auf einem gemeinsamen Plättchen sitzt. So kann man entweder

a) Zurückdrängen: den Gegner ein Feld zurücksetzen, oder
b) Ei werfen: besitzt man das Ei, gibt man es weiter, ansonsten darf man einen Gegner zum Stolpern bringen und den Dino auf die Nase "setzen" - zum Aufstehen muss man zwei beliebige Karten abwerfen, oder
c) Karte stehlen. Außerdem darf man beliebig oft zwei Karten abwerfen und eine neue Karte ziehen.

Zum Abschluss des Zuges wird der Ereigniswürfel geworfen. Zeigt er eine Landschaft, dann zieht jeder Spieler für jeden seiner Dinos auf dieser Landschaft eine Karte. Eine andere Möglichkeit ist, dass alle zwei Karten erhalten oder aber der Vulkanausbruch erfolgt. Beim ersten gewürfelten Vulkansymbol wird das Vulkanplättchen auf die aktive Seite gedreht. Bei jedem erneuten Vulkan wird das nächste angrenzende Landschaftsplättchen auf die Lavaseite gedreht und alle Dinos, die zuvor darauf standen, müssen eine Karte abgeben, auf das nächste Plättchen vorrücken und einen Lavatropfen (= 1 Minuspunkt) nehmen. Unabhängig davon, zum wievielten Mal der Vulkan gewürfelt wird, muss jedes Mal der Dino-Ei-Träger alle Handkarten abwerfen, einen Lavatropfen nehmen und das Ei einem beliebigen Mitspieler überlassen.

Jeder Dino, der das letzte Plättchen erreicht, darf sich einen Trophäenmarker aussuchen. Hat ein Spieler beide Dinos gerettet, dann würfelt er nur noch den Ereigniswürfel. Sobald aber das Dino-Ei ins Ziel gebracht wurde, endet Dino Race; der Retter erhält durch einen Ei-Marker Extrapunkte. Ebenso kann man drei Bonuspunkte erhalten, wenn man beide Trophäenmarker in einer Farbe (Grün oder Rot) gesammelt hat.

Nun muss man alle Plus- und Minuspunkte verechnen und schon steht der Gewinner fest!

Fazit

Schon das Schachtelcover von Dino Race macht neugierig auf den Inhalt - und man wird nicht enttäuscht! Schön gestaltete Landschaftskärtchen, superniedliche, griffige Dinofiguren (jeder Dino ist einzigartig!), Lavachips, farbenfrohe Spielkarten und ein Spezialwürfel laden zum Spielen ein. Die Regel erklärt gut bebildert das Spiel.

Der Aufbau ist einfach und es kann schnell losgespielt werden. Die Karten sind bei Dino Race die entscheidene "Zutat". Durch sie wird bewegt und der Mitspieler kräftig geärgert. Anfangs muss man immer noch mal überlegen, was die Spezialkarte (roter Rand) denn nun bedeutet, aber nach ein paar Runden sind die drei unterschiedlichen Bedeutungen "drin".

Ärgern wird hier groß geschrieben, denn alle Spezialkarten zielen darauf ab, den Mitspieler zu behindern oder auszutricksen. Das wird mehr oder weniger leicht ertragen; Leidtragender ist häufig der Führende. Wenn sich aber alle auf einen eingeschworen haben, wird es für diesen ganz schön heftig. Allerdings kann man der "Ärgergefahr" etwas aus dem Weg gehen, wenn man versucht, möglichst alleine auf einem Feld zu stehen, denn die Spezialkarten dürfen nur auf Dinos, die auf dem gleichen Feld stehen, angewandt werden.

Während die erste Kartenphase sehr einfach ist - je nach Dinoanzahl ein oder zwei Karten ziehen, ist die zweite Kartenphase doch schwieriger, denn man muss viele Entscheidungen treffen. Da man in beliebiger Reihenfolge Karten ausspielen darf (entweder bewegen oder ärgern) und dabei auch jederzeit zwei Karten für eine neue Karte abwerfen darf, ergeben sich viele Möglichkeiten. Man muss sich gut überlegen, wann man welchen Dino wohin ziehen möchte, wann welche Karte am günstigsten ist und wann man welche Karten tauscht.

Immer nach der Kartenphase wird dann gewürfelt. Das ist eher ungewöhnlich und es passiert anfangs häufig, dass erst zum Würfel gegriffen wird.

Die Würfelphase ist entscheidend für den Verlauf von Dino Race. Je nachdem, wann und wie oft der Vulkan, der nur einmal auf dem Würfel abgebildet ist, gewürfelt wird, kann es sehr hektisch werden. Ich habe aber auch Spielrunden erlebt, in denen der Vulkan gar nicht oder erst spät im Spiel ausgebrochen ist - das nimmt ein bisschen die Spannung und das Tempo. Denn nur Vulkanausbrüche sind für den Eiträger gefährlich; ansonsten kann er seelenruhig versuchen, mit dem Ei ins Ziel zu marschieren. Eine Möglichkeit, aktiv an das Ei zu gelangen, gibt es nicht, denn durch eine Spezialkarte kann man das Ei nur los werden; je nachdem wie oft der Vulkan bisher ausbrach, wird das Ei mehr oder weniger oft abgegeben. Denn bei einem Vulkanausbruch der Eiträger zu sein, kann ganz schön ärgerlich sein, weil man zusätzlich zum Minuspunkt und Eiverlust auch noch alle Handkarten abgeben muss.

Wenn man - wie auf der Schachtel angegeben - mit Kinder im Alter von sechs Jahren spielen möchte, sollte es sich dabei um spielerfahrene Kinder handeln oder man spielt die Variante Überleben!; ansonsten können sich Kinder von den taktischen Entscheidungsmöglichkeiten überfordert fühlen. Auch die meist etwas längere Spieldauer gefällt älteren Kindern besser.

Dino Race ist ein schönes Spiel für ältere Kinder und Familien, denn es besitzt tolles Material, einen erträglichen Ärgerfaktor, baut meist eine schöne Spannung auf und bereitet einfach viel Spielspaß.

Rezension Stefanie Marckwardt

Regelvarianten

Die Spielregel schlägt drei Varianten vor:

1. Überleben! (für jüngere Mitspieler): Trophäenmarker, Ei-Marker und Lavatropfen werden nicht verwendet, es gewinnt, wer beide Dinos im Ziel hat.

2. Doppelspiel (um den Glücksfaktor zu reduzieren): Punktestände zweier Spiele werden addiert, der Spieler mit der größten Summe gewinnt.

3. Teamspiel (für bis zu acht Spieler): Jeder kontrolliert nur einen Dino. Karten dürfen mit Teamkollegen getauscht werden, und man berät sich bei der Trophäenmarkerwahl.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Dino Race: 4,5 4,5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.06.15 von Stefanie Marckwardt - schönes Familienspiel, bei dem der Ärgerfaktor nicht zu kurz kommt
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.09.15 von Stephan Rothschuh - Letztlich ein einfaches Laufspiel mit Karten, aber die tollen Figuren und der Mechanismus mit dem Ei geben ihm den nötigen Pfiff.

Leserbewertungen

Leserwertung Dino Race: 5,0 5.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.09.15 von Marco Meißner - Dino Race macht Spaß, ist toll mit den Kindern zu spielen und die Dinos sind beim Nachwuchs eh der Renner. Daumen hoch!

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