Rezension/Kritik - Online seit 09.04.2017. Dieser Artikel wurde 5155 mal aufgerufen.

Dr. Eureka

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Autor: Roberto Fraga
Illustration: Stéphane Escapa
Verlag: Blue Orange (EU)
Rezension: Stefanie Marckwardt
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2015
Bewertung: 4,7 4,7 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 1995
Dr. Eureka

Spielziel

Da es im Labor von Doktor Eureka drunter und drüber geht, sucht er nach einem fähigen Assistenten, der ihn beim Durchführen seiner Experimente unterstützt. Könnt ihr schnell und sicher kombinieren und die Molekül-Kugeln in die richtige Reihenfolge bringen?

Ablauf

Bei Dr. Eureka erhält jeder angehende Assistent drei Reagenzgläser mit jeweils zwei gleichfarbigen Molekül-Kugeln (lila, blau und grün).

Dann wird eine Aufgabenkarte aufgedeckt, und jeder muss schnell seine Kugeln in die gleichen Positionen wie auf der Karte bringen, indem er die Kugeln vorsichtig von einem Reagenzglas zum anderen rüberkippt. Der Schnellste ruft EUREKA! (Ich hab's!) und gewinnt nach erfolgreicher Kontrolle die Karte.

Ganz wichtig dabei: Es ist verboten, die Kugeln mit den Fingern zu berühren; passiert das oder rollt eine Kugel plötzlich munter auf dem Tisch herum, scheidet man aus der aktuellen Runde aus. Außerdem darf man Reagenzgläser auch auf den Kopf stellen (diese müssen dann aber für die aktuelle Karte so bleiben) und man darf maximal 4 Molekül-Kugeln in sein Glas füllen.

Wer auf diese Weise geschickt als Erster 5 Karten erbeutet, gewinnt Dr. Eureka. Wer Lust auf ein längeres Spiel hat, kann mehr Karten oder sogar den ganzen 54 Karten dicken Stapel durchspielen ...

Fazit

Das Material von Dr. Eureka verlockt zum Losspielen und Experimentieren; eine kleine, aber feine Spielanleitung, stabile "realistische" Reaganzgläser sowie glänzende farbschöne Molekül-Kugeln machen das Spiel zum Hingucker. Auch die Karten sind mit dezenten Details - schließlich soll nicht vom Hauptsächlichen abgelenkt werden - versehen und unterscheiden sich nicht im Schwierigkeitsgrad.

Das Spielgeschehen an sich ist sehr schnell erklärt, so dass gleich losgelegt werden kann. Und dabei überschätzen viele Kinder schon die Rollfreudigkeit der Kugeln - sehr häufig kullert nicht nur eine gleich über den ganzen Tisch. Auch wenn Dr. Eureka ein Spiel mit Zeitdruck ist - "Bin ich der Erste?" - bietet es sich an, langsamer zu agieren, damit man nicht durch herumrollende Kugeln aus der aktuellen Runde ausscheidet. Meist passiert das sowieso nur bei den ersten Spielversuchen, denn Kinder lernen durch Erfahrungen ja zum Glück sehr schnell. Trotzdem ist das Vorhandensein einer gewissen Feinmotorik sicherlich von Vorteil; selten habe ich Kinder erlebt, die frustriert nicht weiterspielen wollten.

Bei Dr. Eureka punktet man überwiegend mit seinem Können und Geschick; selten kann man aber auch eine Karte durch Glück gewinnen, denn jeder beginnt individuell die neue Karte mit seinen letzten Kugelpositionen - dadurch kann es manchmal passieren, dass ein Spieler Glück hat, den geforderten Aufbau schon vor sich stehen hat und gar nichts mehr tun muss, um die Karte zu kassieren.

Wie bei anderen Schnelligkeitsspielen dieser Art wird es immer Kinder geben, die die geforderte Fähigkeit - hier logisches Denken/Kombinieren und Geschicklichkeit - besser und schneller können als andere. So kann es zu Frustrationen kommen, wenn man nie der Schnellste ist, denn man wird sich selten innerhalb einer Partie so enorm steigern, dass es dann für den Sieg reicht ...

Trotzdem wage ich zu unterstellen, dass es auch bei Dr. Eureka einen Lerneffekt gibt. Kinder, die es sich zum wiederholten Male zum Spielen nehmen, haben einen besseren Überblick bzw. eine erfolgreichere Taktik, wie sie das gewünschte Ergebnis möglichst schnell herstellen können und haben fast nie das Problem der entwischten Kugeln.

Für einige Kinder hat Dr. Eureka einen Suchtfaktor und sie wollen nicht ohne eine Partie vom Spieltisch gehen. Auch ältere Kinder haben es gerne mitgespielt; am besten spielt es sich meist in einer altershomogenen Mitspielergruppe, in der alle Beteiligten hinsichtlich Können/Geschick ähnlich gut sind. Für andere Kinder reicht eine Proberunde aus, um etwas anderes spielen zu wollen. Zum Glück sind die Geschmäcker so verschieden ... einfach mal ausprobieren, ob es passt.

Rezension Stefanie Marckwardt

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Dr. Eureka: 4,7 4,7, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.02.17 von Stefanie Marckwardt - Chemisches Geschicklichkeitsspiel vom Feinsten!
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.04.17 von Sandra Lemberger - Tolles Geschicklichkeitsspiel, das auch Erwachsenen Spaß macht.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.12.17 von Michael Kahrmann

Leserbewertungen

Leserwertung Dr. Eureka: 4,0 4.0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.07.16 von Jörn - Wenn es nur nicht so kurz dauern würde.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.04.17 von ravn - Kurzweiliges Geschicklichkeitsspiel. Hoher Aufforderungscharakter durch die Reagenzgläser und die optisch ansprechende Aufmachung. Erst denken und dann umkippen hilft, weil verschwendete Züge kann man sich kaum leisten, wenn jemand das Spielprinzip in seinen Möglichkeiten erst mal erkannt hat. Für Zwischendurch gut, für einige aber zu hektisch und damit frustrierend.

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