Rezension/Kritik - Online seit 02.01.2005. Dieser Artikel wurde 6274 mal aufgerufen.

Employee of the Month

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Autor: Alan R. Moon
Aaron Weissblum
Illustration: Rick Enright
Verlag: Dancing Eggplant Games
Rezension: Roland Winner
Spieler: 3 - 6
Dauer: 20 - 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2004
Bewertung: 4,2 4,2 H@LL9000
Ranking: Platz 3471
Download: Kurzspielregel [PDF]
Employee of the Month

Spielziel

Es gilt, durch Erweisen von Geflligkeiten an die Kollegen und/oder den Boss mglichst viele Beliebtheits- oder Pluspunkte zu sammeln. Dabei darf man es nicht bertreiben, da nur die Spieler mit den wenigsten Geflligkeiten mit ihrer Beliebtheit punkten knnen und diejenigen, die die meisten Geflligkeiten erbracht haben, reichlich Minus kassieren.Wer in Summe die meisten Punkte, bzw. die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt.

Ablauf

Zu Spielbeginn werden die 7 obersten Geflligkeits-Karten gezogen und in aufsteigender Reihe ausgelegt. Es gibt 24 Kollegen- und 16 Boss-Karten (jeweils Werte von 1 bis 10), die Boss-Karte ist dabei bei gleichem Kartenwert gegenber einer Kollegen-Karte hherwertig. Des weiteren werden jeweils 1 Misstrauenskarte (Werte von 1 bis 5) und 1 Punktekarte (Brownie- oder Beliebtheitskarte) aufgedeckt. Beliebtheitskarten knnen 2 bis 8 Punkte wert sein, Brownies 1 bis 6 Punkte.

Biet-Runde:

Ein Spieler erhlt die Erstgebot-Karte und entscheidet sich, fr eine der 7 Geflligkeits-Karten zu bieten (Karte drehen), d.h., er ist bereit, einem Kollegen oder dem Boss Geflligkeiten im Wert der Karte zu erweisen, wenn er dafr die ausliegenden Punkte- und leider auch Misstrauens-Karte erhlt. Das Bieten geht solange reihum mit hheren Geboten, bis 1 Spieler brig bleibt. Wer passt, scheidet fr die laufende Auktion aus. Wer die hchste Karte bietet, erhlt alle 3 Karten dieser Auktion, die er in getrennte Stapel teils offen/verdeckt vor sich ablegt. Man selbst darf sich seine Karten jederzeit ansehen.

Startspieler-Karte wechselt nach links.

Spielende:

Sind alle Misstrauens- und Punktekarten abgearbeitet, erfolgt die Auswertung: Jeder Spieler zhlt seine Brownie-Punkte, die auf jeden Fall PLUS bringen. Dann wird geprft, wer jeweils die wenigsten Kollegen- und Bossgeflligkeiten gesammelt hat. Fr die Erfllung erhlt auch bei Gleichstand jeder beteiligte Spieler die Summe seiner Beliebtheitspunkte gutgeschrieben. Dann wird geprft, wer jeweils die meisten Geflligkeiten erwiesen hat, wofr dann die gesammelten Misstrauenspunkte eines Spielers diesem als MINUS angerechnet werden.

Fazit

Kartenspiele gibt es schon viele und sicher auch viel schnere in der Gestaltung. Die nicht besonders griffigen Karten wirken so, als seien sie nach einigen Partien ramponiert. Die grafische Gestaltung mchte ich als bescheiden und bieder bezeichnen, auch wenn witzige Bildchen die Geflligkeits-Karten aufpeppen.

Doch Employee of the month ist kein neuer Aufguss bekannter Mechanismen und das Manko beim Material wird in Folge etwas wett gemacht, denn das witzige Thema um Kollegen-/Bossgeflligkeiten ist spielerisch gut umgesetzt. Es ergibt sich aber wenig im 2 Personen-Spiel eine unterhaltsame Mixtur aus Bluff, Schadenfreude, Taktik und Glck. Stndig ist die eigene Position der Abwgung unterworfen, ob man sich noch Kollegen- und/oder Bossgeflligkeiten erlauben kann. Oft verlocken hohe Angebote an Brownies oder Beliebtheitspunkten zu Geboten ber die Vernunft hinaus. Leider sind auch die Misstrauens-Punkte nicht wenig und daher ist eine scharfe Kalkulation angesagt. So ist fast jeder immer involviert und der Spielverlauf ist meist spannend.

Je nach Mentalitt kann es aber haken, wenn z.B. ein Spieler nur sichere Gebote machen will, also immer zusieht, dass er nur Brownies ergattert, wenn die Misstrauenspunkte niedriger sind und er nur den Kollegen oder nur dem Boss Geflligkeiten erweist. So lebt das Spiel eben auch davon, wie risikobereit die Spieler es angehen.

Es bleibt der Eindruck eines unkonventionellen Spieles, dass mit den erwhnten Einschrnkungen beim Material und angesichts des hohen Preises nicht erste Wahl sein kann, trotzdem aber eine Empfehlung wert ist, wenn man mit 3 und mehr Personen spielt.

Rezension Roland Winner

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Employee of the Month: 4,2 4,2, 6 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.10.04 von Roland Winner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.11.04 von Jochen Traub
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.11.04 von Uta Weinkauf
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.12.04 von Hans-Peter Stoll
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.12.04 von Jens Hillen
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.01.05 von Frank Gartner - Interessanter Versteigerungsmechanismus kombiniert mit etwas Gedchtnistraining. Da jedes Ersteigern auch eine negative Komponente fr den ersteigernden Spieler bedeutet, muss jeder zuvor gut abwgen was schon so alles ber den Tisch an die Mitspieler ging und was man in Zukunft noch ersteigern mchte. Ein anfnglich etwas gewhnungsbedrftiges Spiel, aber dennoch einen Blick wert!

Leserbewertungen

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