Rezension/Kritik - Online seit 13.12.2019. Dieser Artikel wurde 1127 mal aufgerufen.

Exit Puzzle: Im U-Boot

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Autor: Johannes Schiller
Verlag: Ravensburger Spieleverlag GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 1
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2018
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 3208
Exit Puzzle: Im U-Boot

Kompakt - Kritik

Exit Rooms haben nach der Begeisterung, die sie auslösten, vor einiger Zeit auch in der Brettspielwelt Einzug gehalten. Ravensburger hat das Erfolgskonzept nun auch in die Welt der Puzzles gebracht. Das sieht im Prinzip so aus, dass zuerst die 759 Teile gepuzzelt werden und danach Rätselaufgaben folgen, die irgendwo im Bild versteckt sind.

Zum Puzzle an sich gibt es nicht viel zu sagen, außer, dass viele Randteile mit Zahlen versehen sind. Diese Teile sind tückisch, denn sie sind fast alle gleich geformt und beim Zusammenbau des Randes kommt es dabei vor allem bei den dunklen Teilen immer wieder zu Fehlern.

Im fertigen Puzzle sind Rätsel versteckt. Nirgendwo werden Fragen oder ähnliches gestellt, der Puzzler muss ganz alleine darauf kommen, wo im Bild denn ein Rätsel versteckt sein könnte. Meistens weisen Bildausschnitte mit Zahlen darauf hin, dass sich hinter ihnen mehr verbirgt als nur ein Teil des Bildes. Auch lohnt sich manchmal ein Vergleich des fertigen Puzzles mit dem Schachtelcover – was dort anders ist, könnte darauf hindeuten, dass ein Rätsel dahintersteckt.

Hinsichtlich der Anleitung lässt der Verlag den Neuling ziemlich im Dunklen. Das gefällt nicht jedem. Außer der Einführungsgeschichte und dem Hinweis, dass im Puzzle 6 Rätsel versteckt sind und man auf die Randteile achten soll, ist da nichts weiter zu lesen. Ein Barcode verspricht Hilfe, wenn man feststeckt. Hilfe gibt es also nicht in Papierform, sondern nur über diesen Link. Er enthält pro Rätsel drei Tipps sowie die finale Lösung. Gut gemacht ist dabei, dass nicht alle Tipps gleichzeitig zu sehen sind, sondern man muss einen nach dem anderen anklicken, um weitergeleitet zu werden. Das sorgt dafür, dass man nicht aus Versehen schon zu viel Hilfe bekommt und somit um den Rätselspaß gebracht wird.

Escape-Room erfahrene Spieler werden sich an diesen Rätseln sicher nicht die Zähne ausbeißen, für weniger Geübte ist der Anspruch aber hoch genug, an manchen Stellen werden die Ratenden schon fast überfordert. Aber sicherlich ist es gerade in dieser Hinsicht sehr schwierig, einen Weg zu finden, der allen Anforderungen gerecht wird.

Etwas schade finde ich, dass spätestens nach dem Auffinden der ersten drei Lösungs-Puzzleteile klar ist, welche Zahlenteile des Randes noch dazu gehören. Streng genommen hätte man die Aufgabe damit gelöst. Aber man würde sich bei dieser Vorgehensweise natürlich selbst um den weiteren Ratespaß bringen. Letztendlich sind die 6 Puzzleteile jedoch wirklich das, was am Ende gefunden werden muss – mehr zeigt auch das kleine Blatt nicht, dass dem Puzzle in einem verschlossenen Kuvert beiliegt.

Etwas rätselhaft blieb bis zum Schluss eine der Aufgaben. Innerhalb unserer Gruppe kamen verschiedene Lösungsvorschläge, aber eine Bestätigung über deren Richtigkeit konnten wir nirgends finden.

Apropos Gruppe: Alle Exit-Puzzles habe ich bisher nicht alleine, sondern immer zusammen mit anderen gemacht. Vor allem das Rätseln macht auf diese Weise mehr Spaß, und mit vereinter Kraft ist auch das Puzzle an einem Abend fertiggestellt, so dass noch am selben Tag mit der Knobelei begonnen werden kann. Aber ob alleine oder im Team, das muss letztendlich jeder selbst entscheiden, Spaß macht die Puzzleknobelei in jedem Fall! Nur sollten sich Escape-Room-Besucher nicht zu viel Escape Feeling erwarten, denn letztendlich ist und bleibt es vor allem ein Puzzle, das mit einigen schönen Zusätzen versehen wurde.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Exit Puzzle: Im U-Boot: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.09.19 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

Leserwertung Exit Puzzle: Im U-Boot: 4,0 4.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.01.20 von Martina - Ich bin durch Podcats auf diese Puzzle-Serie gestoßen und habe dieses hier einfach mal aus Interesse mit in den Einkaufskorb gelegt. Gepuzzelt hatte ich davor Jahre nicht mehr und war gespannt, wie mir das zusagt. Zunächst muss man festhalten: Es ist vor allem ein Puzzle, das im Finale mit sechs kleinen Rätseln aufwartet, die im Bild versteckt sind. Das Ergebnis sind Zahlen, die auf die Randteile aufgedruckt sind. Kommt man nicht auf einzelne Lösungen, kann man im Internet auf ein Hilfesystem zurückgreifen (ähnlich wie bei den Hinweisen zu den Exits von Kosmos). Die Lösungszahlen findet man auch in einem beiligenden Umschlag. Mittlerweile habe ich drei Puzzles der Serie ausprobiert. Schade ist, dass sich teilweise die am Ende benötigten Randteile von ihrer Umgebung abheben und sie manchmal schnell offensichtlich werden. Am Schluss werden sie in irgendeiner Weise dann auf dem Spielplan zusammengelegt. Manchmal war das eher belanglos, manchmal kam noch ein recht nettes Gimmick dabei heraus. Empfehlen würde ich die Serie vor allem Puzzle-Freunden. Mir selbst hat die Beschäftigung damit auch Spaß gemacht und ich kann mir gut vorstellen, noch einmal ein weiteres auszuprobieren für einen Winterabend oder einen Ferienhausurlaub mit Familie oder Freunden.

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