Rezension/Kritik - Online seit 10.02.2011. Dieser Artikel wurde 4228 mal aufgerufen.

Himmel, A... und Zwirn

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Autor: Klaus Kreowski
Illustration: Michael Menzel
Klaus Kreowski
Verlag: Ravensburger Spieleverlag GmbH
Rezension: Alfons Leierseder
Spieler: 3 - 6
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2010
Bewertung: 3,6 3,6 H@LL9000
4,2 4,2 Leser
Ranking: Platz 3911
Himmel, A... und Zwirn

Spielziel

Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig über eine ungerechte Kartenhand geärgert, oder über einen Mitspieler, der immer sooooo viel Glück beim Kartennachziehen hat???

Das vorliegende Spiel ist so ein Ärgerspiel, und zu erwarten sind nicht nur Ausrufe wie „Himmel, Arsch und Zwirn“ (das A… wird ohne Zweifel richtig laut artikuliert) , sondern auch manch rote Köpfe und intensive Jammerlaute …

Ablauf

Jeder Mitspieler erhält 5 Karten vom Stapel in der Tischmitte, vor dem Startspieler liegt die Richtungskarte, zwei Karten (als Zielkarten) werden aufgedeckt und schon kann’s losgehen:

Wer am Zug ist, hat zwei Möglichkeiten:

  • Entweder er legt eine Karte unterhalb einer der beiden Zielkarten; diese Karte muss kleiner sein als die Zielkarte. Jede folgende Karte muss dann kleiner als die Zielkarte sein - und größer als die oberste Karte auf dem Ablagefeld.
  • Oder der Spieler nimmt alle Karten, an dem die Markerkarte liegt - Zielkarte(n) und Karten vom Ablagestapel - und legt sie auf seinen Minusstapel (= Misthaufen).

Dann zieht er so viele Karten nach, dass er wieder 5 Karten auf der Hand hält.

Neben den Zahlenkarten von 1 – 70 finden wir auch noch 15 Sonderkarten im Nachziehstapel. Es handelt sich dabei um Karten, mit denen die Spielrichtung geändert wird, man einem anderen Spieler eine Karte aus der Hand klaut bzw. man die Zielkarte erhöhen darf. Diese Karten werden nach dem Ausspielen auf den eigenen Misthaufen gelegt.

Nachdem die letzte Karte vom Nachziehstapel gezogen ist, wird das Spiel so lange fortgesetzt, bis ein Spieler in seinem Zug keine Karte mehr ausspielen kann oder will. Er nimmt sich stattdessen den unter der Markerkarte liegenden Kartenstapel und legt ihn auf seinen Misthaufen. Dann endet das Spiel sofort. Jeder zählt die Karten auf seinem Misthaufen (1 Minuspunkt pro Karte). Nun ist das Spiel vorbei und der mit den wenigsten Minuspunkten gewinnt; oder aber man einigt sich auf eine bestimmte Anzahl von Minuspunkten. Wenn diese erreicht ist, endet das gesamte Spiel, ansonsten beginnt ein neuer Durchgang.

Fazit

„Entscheidend ist, was hinten rauskommt“, so heißt dieses lockere Kartenspiel im Untertitel. Nett, wie uns die Tiere auf den Spielkarten ihren Allerwertesten entgegenstrecken. Vor allem der Pavian leuchtet einem mit seinem roten Po mitten ins Gesicht - und streckt uns Spielern auch noch die Zunge heraus. Und wie der Strauß seinen Kopf in den Sand steckt und gleichzeitig auch wieder herausschaut … fast wie Nessie von gleichnamigen See irgendwo in Schottland.

Das Spielmaterial – lauter Karten – ist von guter Qualität, die Spielregel ohne Holpersteine und das Spiel selbst ein guter Lückenfüller. Manchmal hängt man es einfach noch am Ende eines vergnüglichen Spielabends als „Absacker“ dran.

Wenig Strategie/Taktik ist hier gefragt bzw. möglich; das wird aber auch gar nicht erwartet. Vielmehr geht es darum, die Mitspieler zu ärgern und zu versuchen, dass der eigene Ärger überschaubar bleibt. Wenn die Mitspieler da nur nicht etwas anderes im Sinn haben ...

Stark abhängig ist man natürlich von den Karten, die man nachzieht. Immer wieder unpassende Karten - und der Minusstapel wächst zur Zimmerdecke. Und versucht man in einer solchen Situation seinem Nachbarn eine Karte „reinzuwürgen“, dreht dieser vielleicht den Spieß um (= Richtungswechsel) und man sitzt selber in der Patsche! Suuuper!

Mehr ist dieses Spiel nicht, aber auch nicht weniger! Es macht Spaß, man braucht nicht viel zu denken und kann einfach drauf losspielen. Dabei empfiehlt es sich aber, die etwas längere Fassung (drei Runden oder bis zu einer gewissen Anzahl von Minuspunkten) zu spielen, um wenigstens ein bisschen den Eindruck zu haben, dass Glück und Pech sich ausgleichen.

Das Kartenspiel ist für alle Altersgruppen geeignet und eindeutig nichts für Strategen und Grübler.

Sicherlich finden sich immer wieder Leute, die auf dieses lockere Spielchen abfahren und eine Riesenfreude daran haben, anderen möglichst viele Karten mit Hinter(n)ansichten unterzujubeln. Dabei wünsche ich allen viel Spaß und viel sichtbaren und lautstarken Ärger – bei den Mitspielern!

Rezension Alfons Leierseder

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Himmel, A... und Zwirn: 3,6 3,6, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.01.11 von Alfons Leierseder
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.03.10 von Michael Andersch - Reitet auf der Welle von 6 nimmt, ist auch ganz witzig, kann diesem aber nicht das Wasser reichen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.02.11 von Tobias Brouwer
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.02.11 von Frank Gartner - Einfaches Zockspiel für zwischendurch. Kein Brainburner, sondern für Abende, an denen man einfach mal etwas locker runterspielen und etwas Ärgerfaktor dabei haben möchte.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.11.19 von Monika Harke - einfaches, uunterhaltsames Kartenspiel mit Ärgerfaktor

Leserbewertungen

Leserwertung Himmel, A... und Zwirn: 4,2 4.2, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.04.10 von Monika Kahlau - Das Spiel hat mit 6-nimmt nichts zu tun, es ist sogar familientauglicher. Es kommt bei uns zur Zeit jeden Tag auf den Spieltisch. Macht einfach Spaß!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.04.10 von Heinz Dittrich - Witziges Kartenspiel! Immer weider gerne!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.02.11 von Matty - Klar ist es ein einfaches Fun-Spiel und funktioniert zumindest, aber der Mechanismus ist aus anderen Spielen bekannt, der Glücksfaktor hoch, und so richtig Spaß wollte bei uns auch nicht aufkommen. Sorry...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.02.11 von Kerstin Reinhold - Wir finden das Spiel einfach witzig, locker und gut.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.03.11 von citizenofatlantis - Bitte nicht zu ernst nehmen! Kurzweiliges Vergnügen, bei dem man natürlich dem Kartenglück ausgeliefert ist - und häufig genug dann doch der gewinnt, der seine Karten mit Überlegung ausspielt...

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