Rezension/Kritik - Online seit 04.12.2008. Dieser Artikel wurde 7885 mal aufgerufen.

Horus

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Autor: H. Jean Vanaise
Verlag: AMIGO
Rezension: Dominik Scholz
Spieler: 2 - 4
Dauer: 60 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2008
Bewertung: 2,6 2,6 H@LL9000
2,0 2,0 Leser
Ranking: Platz 6469
Horus

Spielziel

Als einer der Mchtigsten gyptens bemhen wir uns, die wertvollsten Regionen am Nil zu verteidigen. Gleichzeitig versuchen wir, den Gegner am selben Vorhaben zu hindern. Wer am Ende die wertvollsten Regionen besitzt, gewinnt dieses Legespiel.

Ablauf

Hauptmaterial des Spiels sind die sogenannten Landschaftsplttchen. Diese gibt es in 4 verschiedenen Arten: Wste, Hgel, Sumpf und Ackerland. 8 Plttchen von jeder Sorte werden vor dem Spiel aussortiert. Sie bilden zusammen mit 16 weiteren Plttchen, die auf der einen Seite einen Fluss und auf der anderen eine Nekropole zeigen, 5 Stapel. Die brigen Plttchen werden in einen Stoffbeutel gegeben. Jeder erhlt noch 5 Horuskarten und eine Sonderkarte, die Flusskarte, auerdem noch 20 Knigreichsteine. Drei speziell markierte Flussplttchen bilden den Anfang der Auslage, die whrend des Spiels entsteht.

Wer am Zug ist, zieht zuerst ein Plttchen aus dem Beutel und legt es passend an. Das Interessante dabei ist, dass man die Plttchen sowohl Kante an Kante, als auch halb versetzt legen kann. Durch diese zustzliche Option knnen whrend des Spiels auch Zwischenrume entstehen.

Zeigt das gezogene Plttchen eine der vier Landschaftsarten, so muss der Spieler nun eine Horuskarte ausspielen. Diese trgt immer eine Landschaftsart und eine Zahl von 1 bis 5. Der Spieler legt nun ein Plttchen vom Stapel der Landschaft an, die auf der Karte abgebildet ist. Danach setzt er einen Knigreichstein in eine Region, die aus so vielen Plttchen besteht, wie die Zahl auf der Karte anzeigt. In Gebiete, die aus mehr als 5 Plttchen bestehen, darf kein Stein mehr gelegt werden.

Offenbart das gezogene Plttchen jedoch einen Fluss, so muss der Spieler diesen in eine der beiden Richtungen verlngern. Danach muss er ein Fluss/Nekropolenplttchen vom Stapel ziehen. Dieses kann er entweder als Flussplttchen nutzen und nochmals den Fluss verlngern oder als Nekropol. Dann dient das Plttchen quasi als Blockade, da es nicht mit einem Knigreichstein besetzt werden darf. Nach diesem Zug darf der Spieler keine Horuskarte ausspielen.

Einmal whrend des gesamten Spiels darf man anstelle einer Horuskarte auch seine Flusskarte ausspielen. Diese ermglicht dem Spieler zwei Fluss/Nekropolenplttchen auszulegen und danach einen Knigreichstein seiner Farbe von einer am Fluss angrenzenden Region in eine andere Region am Fluss zu versetzen.

Als Sonderplttchen befindet sich im Beutel noch der Horustempel. Dieser muss, wenn er gezogen wird, an den Fluss, nicht aber an eine Region, angelegt werden. Der Horustempel verdoppelt bei der Endabrechnung den Wert der angrenzenden Regionen.

Das Spiel endet, wenn 2 der 5 offenen Stapel aufgebraucht sind. Fr jede einzelne Region erhlt nun derjenige, der die Mehrheit an Knigssteinen besitzt, so viele Punkte wie die Region gro ist. Bei Gleichstand erhalten alle beteiligten Spieler die volle Punktzahl. Der Horustempel verdoppelt den Wert eines Gebietes, genauso werden Regionen verdoppelt, die alleine oder zusammen mit anderen Gebieten eine Insel bilden, also vollstndig von Flussteilen umgeben sind. Keine Region kann jedoch mehr als 10 Punkte wert sein, selbst wenn sie theoretisch mehr wert wre.

Fazit

Der Spielmechanismus ist der eines typischen Legespieles: Man zieht Plttchen, um Regionen zu bilden, in die man mithilfe von Karten Knigreichsteine setzen kann, mit denen diese Regionen am Spielende gewertet werden.

Die Regel ist reich bebildert und bis auf eine Ausnahme sehr verstndlich geschrieben: Das Verlngern des Flusses. Diese eigentlich einfache Regel (der Flusslauf darf beliebig verlngert werden, es drfen Seitenarme, Seen, Flussverbreiterungen, usw. gebildet werden, man darf nur nicht den Fluss soweit blockieren, dass er nicht mehr verlngert werden kann) wurde recht kompliziert formuliert, so dass sich diese Passage erst beim nochmaligen Lesen erschliet. Dies erschwert den Zugang zum eigentlich recht einfachen Spiel unntig.

Horus ist von einem hohen Zufallsfaktor geprgt. Wenn ein Spieler z.B. ein Hgelplttchen zieht und eine Horuskarte mit einer Hgellandschaft und der Zahl 2 hat, kann er sich das Gebiet aus 2 Plttchen sichern und hat schon mal einen kleinen Vorteil gegenber den Gegnern. Von Taktik kann in solchen Fllen kaum die Rede sein.

In diesem Zusammenhang stellt sich in manchen Situationen auch ein gewisser Frust ein. So hat zum Beispiel ein Spieler, der ber Runden hinweg nur Flussplttchen zieht, massive Schwierigkeiten, gewinnbringende Punkte zu machen, whrend die anderen Region um Region besetzen. Des Weiteren endet das Spiel relativ unabsehbar und abrupt. Das hat zur Folge, dass man oftmals gewinnbringende Zge nicht mehr ausfhren kann.

Auf Unverstndnis stt auch die Regel, dass eine Region hchstens 10 Punkte bringen kann. Zwar verhindert man somit, dass ein Spieler durch die Bildung einer Riesenregion massenhaft Punkte absahnt. Bei erfahrenen Spielern wird das jedoch kaum vorkommen - die anderen Spieler werden dann natrlich versuchen, diesen Spieler zu behindern. Andererseits kann der Wert der Regionen, wie oben erwhnt, durch den Horustempel oder durch die Bildung von Inseln verdoppelt werden. Diese Regionen wrden dann meist einen Wert von ber 10 Punkten erhalten. Aus diesem Grund erscheint diese Beschrnkungsregel eher hindernd als frderlich.

Horus sollte ja eigentlich erst im Herbst erscheinen, aufgrund der deutschen Brettspielmeisterschaft wurde es jedoch frher verffentlicht. Schade eigentlich - denn so hatte man wohl keine Zeit, die kleinen und groen Unstimmigkeiten, die das Spiel enthlt, zu beseitigen. So, wie das Spiel jetzt ist, erweckt es den Eindruck, als wre es nicht optimal ausgereift.

Rezension Dominik Scholz

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Horus: 2,6 2,6, 7 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.06.08 von Dominik Scholz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.05.08 von Tommy Braun - Schnes Ansatz, aber irgendwie scheint das Spiel nicht ganz fertig zu sein. Es gaukelt einem Taktik vor, wer aber keine 5er oder ?-Karten zieht hat verschissen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.06.08 von Ralph Bruhn - Das Spiel tut so, als htte man taktische Mglichkeiten, aber man hat tatschlich kaum Einfluss.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.07.08 von Kathrin Nos - Benotung erfolgt nach mind. 5 Partien (DM-Training!). Besonders zu viert hat jeder nur max. 9 Aktionen berhaupt. Da muss man bei jedem Zug das momentan Mgliche herausholen. Nur leider bleibt anhand der Kartenhand und des gezogenen Plttchens meist nur genau eine Mglichkeit. Eine Planbarkeit ber mehrere Zge ist dabei fast nie mglich.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.09.08 von Carsten Pinnow
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.11.08 von Andr Beautemps
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.12.08 von Bernd Eisenstein

Leserbewertungen

Leserwertung Horus: 2,0 2.0, 6 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.12.08 von Cyberian - Eine Gurke - schnell vergessen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.12.08 von Frank
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.11.09 von Ralf Schult - Der Glcksanteil ist nicht zu unterschtzen. Aber mir gefllt's!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.10.12 von Steffen Hilger - Nach der 1. Partie war noch ein gewisser Wiederspielreiz vorhanden. Aber sptestens nach dem 3. Spiel war der Zauber dann vorbei...! Leider haben wir trotz mehrerer Versuche keinerlei strategische Planbarkeit ausmachen knnen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.12.12 von Solveig Zaeske
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.12.12 von Frank Bergner - Dstere Aufmachung - eine Zumutung. Selbst fr wenig Geld ein Fehlkauf.

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