Rezension/Kritik - Online seit 07.09.2002. Dieser Artikel wurde 9382 mal aufgerufen.

Kampf der Gladiatoren

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Autor: Reiner Knizia
Verlag: Hans im Glück
Rezension: Hans-Peter Stoll
Spieler: 2 - 5
Dauer: 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2002
Bewertung: 3,1 3,1 H@LL9000
3,0 3,0 Leser
Ranking: Platz 5103
Kampf der Gladiatoren

Spielziel

Die Arena staubt, die Menge jubelt - die Gladiatoren ziehen ein und liefern dem Publikum einen Kampf um Leben und Tod. In anfangs Viererteams kämpfen die Gladiatoren der Spieler darum, möglichst lange, bzw. als Letzter in der Arena übrig zu bleiben. Wer am Ende die meisten Gladiatoren und wilden Tiere besiegt hat geht als Gewinner aus dem Kampf der Gladiatoren hervor.

Ablauf

Ressourcen

Der Spielplan zeigt die Arena, in dessen Sand der Kampf stattfinden wird. Mit Rad- oder Fußspuren wird die Arena in mehrere Felder unterteilt. Jeder Spieler erhält die als "Gladiatorenträger" bezeichneten Plastikteile, auf die ein Gladiatorenteam aus bis zu vier Gladiatoren gelegt werden kann. Die Gladiatoren selbst werden sortiert offen ausgelegt. Es gibt 28 Schwertkämpfer und je 8 Speer-, Netzwerfer, Zweizack- und Schildträger. Darüber hinaus gibt es 12 Tier-Plättchen, die als gemischter, verdeckter Stapel bereit gelegt wird. Komplettiert wird das Spiel durch 5 speziellen Kampfwürfel, 12 gelbe Holzsterne zum Markieren der Treffer im Kampf und einer Holzscheibe, um kenntlich zu machen, zwischen welchen Felder ein Kampf stattfindet.

Spielablauf

Bevor das eigentliche Spiel beginnt, müssen zunächst die Gladiatoren einziehen (=auf dem Spielplan positioniert werden). Das geschieht reihum, in dem ein Spieler einen seiner Gladiatorenträger (=Team) auf einem Feld der Arena mit einen beliebigen Gladiator einsetzt. Hat er bereits ein Team in der Arena, kann er auch diese mit einem weiteren Gladiator verstärken. Neue Gladiatorenträger dürfen nicht benachbart zu anderen eigenen Teams platziert werden, solange andere Spielfelder frei sind. Sobald alle Spieler ihre Gladiatorenträger mit vier Kämpfern besetzt haben, werden die verbliebenden freien Felder mit Tieren belegt (die restlichen verbleiben offenen neben dem Spiel) und der Einzug der Gladiatoren ist abgeschlossen. Nun können die Spiele beginnen...

Wer an der Reihe ist muß einen Kampf durchführen. Dazu wählt er eines seiner Teams und greift damit ein benachbartes Feld mit einem Gladiatorenteam eines anderen Spielers oder eines wilden Tieres an und markiert dies mit der Kampfscheibe. Hat sein Team keinen benachbarten Gegner und/oder nur noch 3 oder weniger Gladiatoren im Team, darf er sein Team über beliebig viele freie Felder ziehen bevor der Gegner herausgefordert wird. Der Kampf selbst besteht aus Schlag und Gegenschlag, jeweils in Form eines Würfelwurfes.

Kampf der Gladiatoren untereinander

Beim Kampf der Gladiatoren kommen die Fähigkeiten der einzelnen Kämpfer zum Tragen:

Normalerweise für der Herausforderer den ersten Schlag. Hat der Angegriffenen jedoch mehr Speerwerfer in seinem Team, führt er den ersten Schlag - darf also zu erst würfeln und wird somit zum Angreifer.

Für jeden Netzwerfer darf ein gegnerischer Gladiator ausgeschaltet werden. Dazu wird er aus dem Gladiatorenträger genommen und daneben gelegt. Diese "nicht aktiven" Gladiatoren beteiligen sich nicht im Kampf und werden in der folge nicht mehr berücksichtigt.

Jetzt erst kommt es zum Kampf. Jeder Spieler darf mindestens einen Würfel und für jeden Schwertkämpfer einen weiteren verwendet werden. Jeder Zweizackträger ermöglicht es, den Würfelwurf komplett einmal zu wiederholen.

Bevor das Wurfergebnis ausgewertet wird, fängt jeder Schildträger einen gewürfelten gelben Treffer ab. Die roten Sterne sind Volltreffer, die niemals abgewehrt werden können.

Jeder gelbe Stern (einfache Treffer) verursacht 1 Schaden beim gegnerischen Team. Dies wird durch das Plazieren der gelben Sterne auf dem Feld des Gladiatorenteams kenntlich gemacht. Sobald zwei oder mehr Sterne dort liegen, muß ein Gladiator an den angreifenden Spieler gegeben werden (das darf auch ein passiver Gladiator sein), den er vor sich ablegt. Bei einem Volltreffer (die Würfelseite mit den zwei roten Sternen) muß sofort ein Gladiator aus dem Team entfernt werden. Sind beide Schläge ausgeführt, werden die nicht aktiven Gladiatoren wieder zurück in den Gladiatorträger gelegt.

Kampf mit einem Tier

Der Ablauf eines Kampfes mit einem Tier läuft ebenso ab, wie zuvor beschrieben. Nur dürfen gegen das Tier keine Netzträger eingesetzt werden. Ein Tier darf nur genauso viele Würfel zum Angriff verwenden, wie Schwerter auf dem Tierplättchen abgebildet sind und ein Volltreffer gegen das Tier gilt als zwei einfache Treffer. Die eingerahmte Zahl bestimmt, wieviele Treffer zum Besiegen des Tieres notwendig sind.

Hat ein Spieler keine Gladiatoren mehr, nimmt er dennoch weiter am Spiel teil. Mangels eigener Kämpfer wählt er ein beliebiges Tier in der Arena zum Angriff auf ein gegnerisches Team, welches er zuvor auch noch bewegen darf. Oder aber er setzt ein neues Tier von den offen ausliegenden neu ein. Besiegte Gladiatoren legt er ebenfalls vor sich ab.

Das Spiel endet, wenn nur noch ein Spieler Gladiatoren in der Arena hat. Wurden alle 12 Tiere besiegt, dann ist das Spiel ebenfalls zu Ende und jeder Spieler legt seine in der Arena verbliebenen Gladiatoren vor sich ab.

Bei der abschließenden Wertung zählt jeder Gladiator ein Punkt, jedes Tier zwei Punkte.

Fazit

Das Spielmaterial:

Bei der Betrachtung des Materials möchte ich die deutliche Symbolik auf den Plättchen nennen. Alles erfüllt seinen Zweck. Einzig negativ fallen die Plastikträger für die Gladiatoren auf. Optisch und vom Material sind sie nicht der Hit, dennoch erfüllen sie die Aufgabe als Träger annehmbar.

Die Regeln:

In punkto Anleitung gibt es nur Lob, alles ist leicht verständlich, Unklarheiten tauchten bei mir nicht auf und Beispiele stehen in ausreichender Form hilfreich zur Seite.

Das Spiel:

Wir haben hier ein reines Würfelspiel mit dementsprechender Portion Glück. Bleibt also die Suche nach Einflussmöglichkeiten auf das Geschehen. Einziger Einfluss ist in der Zusammenstellung der Teams, Angriffswahl und die Verteilung der Aktionen im Kampf (gegen wen setze ich den Netzwerfer ein oder welchen Gladiator soll ich als nächstes Opfer wählen) gegeben. Dies bleibt jedoch deutlich dem Würfelglück untergeordnet.

Auf die Frage, welche Gladiatoren in einem Team zusammen antreten sollen, konnte ich keine allgemein gültige Antwort finden. Die Wirkung ist immer noch von meinem Gegner abhängig. Das sorgt nicht nur für den Anteil an Interaktion, sondern auch für ein gewisses Maß an Spielreiz.

Bei der Angriffswahl gelten bei diesem Spiel die Naturgesetze: "Immer auf den Schwächsten". Manchmal wird auch ein aussichtsloser Kampf eines aus nur noch einem angeschlagenen Kämpfer bestehenden Teams gegen ein Tier gesucht, nur damit der Punkt nicht einem Mitspieler zufällt.

So kann es passieren, dass frühzeitig Spieler ohne Gladiatoren da stehen. Glücklicherweise müssen der oder die nicht zusehen, sondern können durch den Einsatz der Tiere weitere Punkte sammeln und so die Siegchance wahren. Das ausgleichende Element der Tiere gefällt mir aus diesem Grund sehr gut.

Negativ fallen die Pausen für manche Mitspieler auf, während zwei andere ihren Schlagabtausch durchführen. Das hinterlässt durchaus gerade bei 5 (teilweise auch bei 4) Spielern einen zähen Eindruck des Spiels, was sich dementsprechend auf den Spielreiz auswirkt. Für die Spieldauer von etwas 45 Minuten wird hier ein recht lockeres Würfelspielchen geboten, an das man nicht zu hohe Erwartung stellen sollte. Wer eben ein solches Spiel sucht und sich vom rabiaten Thema und dem Preis nicht abschrecken lässt, kann daran Gefallen finden.

Rezension Hans-Peter Stoll

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Kampf der Gladiatoren: 3,1 3,1, 16 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Andreas Lentz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Manuel Voll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Sabine Lösch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Claudia Hely
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Christiane Brecht 
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Jörn Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Henning Poehl
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Clemens Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.05.09 von Michael Andersch
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.12.09 von Michael Kahrmann

Leserbewertungen

Leserwertung Kampf der Gladiatoren: 3,0 3.0, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Peter Zanow - Merkwürdig, in meiner Spielregel ist ein Fehler. Man sieht in einem Bild, wie ein Gladiator einen Löwen besiegt und dann in das Feld marschiert. Dieses wird in der Spielregel nicht erklärt und soll, nach Rückfrage mit HiG auch nicht so sein. Das Bild ist falsch. Schade aber auch, denn gerade an Bewegung der Spielfiguren hapert es gewaltig und
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Tom Hilgert - Die Regel ist für Hans-im-Glück Verhältnisse Ausnahmsweise nicht gelungen (Etwas unübersichtlich). Zu Fünft hat man wirklich sehr viel Spaß.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.05.04 von Andreas*
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.02.05 von Thomas Schulz - Übel, übel. Für mich der schlechteste Knizia aller Zeiten. Und selbst ohne den großen Namen wäre es ein Spiel, das die Welt nicht braucht. Dann lieber ´ne Partie Kniffel oder Risiko in allen denkbaren Ausgaben. Oder natürlich die Neuauflage von Piratenbucht. Die Welt hat ja soviele Würfel zu bieten ...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.01.10 von Gerd Soba - Genau. An etwas schwächerem aus der Feder Knizias und dem Hause Hans im Glück erinnere ich mich nicht. Eine lieblose und unfassbar langweilige Würfelorgie, Titan für Arme. Gott sei Dank haben wir HiG und Knizia viele großartige Spiele zu verdanken, sodass ihnen dieser Patzer verziehen sei.

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