Rezension/Kritik - Online seit 24.03.2009. Dieser Artikel wurde 4267 mal aufgerufen.

Klickado

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Autor: Christian Sovis
Illustration: Rolf Vogt
Verlag: Drei Magier Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 1 - 5
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2008
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3327
Klickado
Auszeichnungen:2009, Deutscher Lernspielpreis "ab 6 Jahren" Gewinner2009, Deutscher Lernspielpreis "ab 6 Jahren" Nominierung2009, Spiel des Jahres Kinderspiel Empfehlungsliste

Spielziel

Das Motto für dieses Spiel lautet: "Häng' dein Stäbchen so fies du nur kannst!" Entsprechend versucht man, die eigenen Stäbe loszuwerden und sie dabei am besten noch so wackelig zu platzieren, dass ein nachfolgender Spieler sie wieder hinunterwirft.

Ablauf

Die Vorbereitungen für das Spiel sind schnell getroffen: Zwei Holzstangen in den Schachtelboden gesteckt, einen Metallstab darüber gelegt, den magnetischen Igelkopf (welchen man jetzt noch nicht unbedingt als solchen erkennen kann) daran gehängt und die drei unterschiedlichen Stäbchensorten gleichmäßig an alle Spieler verteilt - und schon kann's losgehen.

Reihum versucht nun jeder Spieler, eines seiner Stäbchen loszuwerden, indem er dieses an den Igel steckt, legt, schiebt etc. Zu Beginn werden die gelben Stäbe benutzt, denn sie verfügen in der Mitte über einen Metallring, mit dessen Hilfe sie an den Igelkopf geklickt werden können. Bilden genügend gelbe Stäbchen das Grundgerüst, kann man versuchen, darin die anderen Stäbe unterzubringen.

Wer am Zug ist und dabei ein bis drei Stäbchen hinunterwirft, muss diese zu seinem Vorrat nehmen, bei mehr als drei werden die überzähligen aus dem Spiel genommen. Sobald ein Spieler alle seine Stäbchen unterbringen konnte, hat er gewonnen. Die anderen Spieler zählen ihre verbliebenen Stäbe, die mit unterschiedlichen Minuspunkten in die Wertung gehen, und ermitteln dadurch die weiteren Platzierungen.

Fazit

Die Aufmachung von Klickado kann man als gelungen bezeichnen. Zwar ist der Igel als solcher zu Spielbeginn nicht unbedingt zu erkennen, weil ihm doch seine Stacheln fehlen, und am Spielende sieht das Gebilde zwar meistens "igelig" aus, jedoch kann man dann den Igelkopf nicht mehr sehen, weil er irgendwo zwischen den Stäben verschwunden ist, aber daran hat sich bis jetzt noch keiner gestört.

Spielaufbau und –ablauf gehen gleichermaßen schnell vonstatten. Somit ist Klickado zweifellos ein sehr kurzweiliges Spiel, das förmlich dazu einlädt, mehrere Runden hintereinander zu spielen. Da am Ende durch die Wertigkeiten der Stäbe eine genaue Punktzahl ermittelt wird, bietet es sich außerdem an, die Ergebnisse in jeder Runde zu notieren, sodass man am Ende einen Gesamtsieger ermitteln kann.

Das Spiel spricht Jung und Alt gleichermaßen an. In meinen Testrunden gab es niemanden, der Klickado nicht mochte. Allerdings kam es manchmal vor, dass Spieler nach einigen Runden so geschickt werden, dass sie kaum bis keine Fehler mehr machten. Dann wird das Spiel natürlich ein wenig langweilig. Wir ließen uns davon aber nicht abschrecken, sondern erweiterten die Spielregeln einfach ein wenig:

· Entweder mussten alle, sobald der erste Spieler keine Stäbe mehr hatte, das Igelgebilde wieder abbauen, indem sie Stäbe wegnahmen, bis nur mehr die gelben übrig waren. Wenn jemand dabei Stäbe hinunterwarf, musste er diese ebenfalls an sich nehmen. Am Ende ermittelte man die Gesamtpunkte aller Stäbe im eigenen Besitz – je weniger, desto besser natürlich.

· Oder wir "borgten" uns Stäbe aus unserem Mikadospiel und verlängerten so den Schwierigkeitsgrad – damit verbunden natürlich auch die Spiellänge.

Apropos Mikado: Schon der Titel und die Abbildung auf der Schachtel lassen vermuten, dass mit Klickado ein Spiel vorliegt, welches eng mit Mikado verwandt ist. Teilweise trifft diese Einschätzung zu, denn es wird ebenfalls mit unterschiedlich wertvollen Stäbchen gespielt und es ist natürlich auch ein ruhiges Händchen gefordert. Im weiteren Spielverlauf ist Klickado jedoch einfacher zu handhaben, denn die ewigen Mikado-Diskussionen, ob denn nun Stäbe gewackelt haben oder nicht, fallen hier weg. Entweder fällt ein Stäbchen eben hinunter oder es fällt nicht hinunter – Diskussionen gibt es hier nicht. Vorausgesetzt, man hat zu Beginn des Spiels die Regellücke geklärt, was mit Stäbchen passiert, die nicht komplett auf den Schachtelboden fallen, sondern nur auf dem Boden aufstehen und mit dem oberen Teil noch im restlichen Stäbchengewirr festhängen. Und vor allem, wie man vorgeht, wenn beim Entfernen eines solchen weitere Stäbchen nachfolgen.

Die bei allen Geschicklichkeitsspielen üblichen Einwände, ein Mitspieler habe am Tisch gewackelt, gibt es hier natürlich auch. Dies wird aber gerade im Spiel mit jüngeren Kindern nicht zu vermeiden sein, lehnen diese sich doch vorzugsweise über den halben Tisch, um nur ja nichts zu verpassen. Auf der anderen Seite sehen sie die Sache auch nicht so eng, wenn es um eine Schuldzuweisung geht.

Dafür jedoch kann sich mit den Jüngsten das Spiel doch ein wenig ziehen, denn ihre Feinmotorik ist natürlich noch nicht ausreichend ausgebildet, um alle Stäbchen locker-flockig einwandfrei zu platzieren. Auch was das Einschätzungsvermögen anbelangt, wo ein Stab denn nun gut liegen könnte oder nicht, sind sie gegenüber Älteren deshalb im Nachteil. Aus diesem Grund habe ich in meinen Testrunden kleineren Kindern weniger Stäbe gegeben, damit sie auch Gewinnchancen hatten. Spielt man nur mit Bambinos im Kindergartenalter, ist diese Vorgehensweise ebenfalls sinnvoll, damit dieses kurzweilige Spiel auch für sie ein solches bleibt!

Ansonsten steht einem vergnüglichen Spaß für die ganze Familie bestimmt nichts im Wege, wenn man Klickado auf den Tisch stellt!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Klickado: 4,0 4,0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.03.09 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.10.09 von Michael Andersch - Netter Mechanismus, aber der erste, der mal eine größere Ladung Stäbchen "erbt" kann den Sieg abhaken.

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