Rezension/Kritik - Online seit 08.12.2007. Dieser Artikel wurde 10215 mal aufgerufen.

Legenden von Camelot

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Autor: Andrew Parks
Verlag: Pro Ludo
Rezension: Ralph Bruhn
Spieler: 2 - 4
Dauer: 60 - 90 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2007
Bewertung: 1,0 1,0 H@LL9000
2,8 2,8 Leser
Ranking: Platz 6440
Legenden von Camelot

Spielziel

In Legenden von Camelot wird die Geschichte von Knig Arthur und den Rittern der Tafelrunde nachgespielt. Dazu stehen den Spielern Charakterkarten zur Verfgung, die an drei verschiedene Orte ausgespielt werden knnen. Dadurch bilden die Spieler an jedem Ort sogenannte Trupps. Sind diese stark genug, knnen sie siegpunktbringende Aufgaben, die Ortsereignisse, erfllen. Wer nach Abarbeitung aller Aufgaben die meisten Siegpunkte erzielen konnte, gewinnt das Spiel.

Ablauf

Zum Eintauchen in die Zeit Knig Arthurs werden den Spielern als Spielmaterial drei verschiedene, im folgenden nher erluterte Kartenarten zur Verfgung gestellt.

Drei groe mit Abstand voneinander ausgelegte Ortskarten bilden die Spielflche.

Die Ortskarten bieten Platz, um Ortsereigniskarten darauf abzulegen. Diese Karten benennen Ereignisse und/oder eine Anzahl von Siegpunkten, die fr denjenigen eintreten, der als erster die ebenfalls auf den Karten genannten Bedingungen erfllt. Diese Bedingungen bestehen i.A. darin, ein gewisses Ma an Fhigkeiten wie z.B. Kampfkraft oder Wagemut nachzuweisen.

Dazu knnen die Spieler ihre Handkarten, die Personenkarten, ausspielen. Jede davon enthlt eine bersicht ber die sechs einzelnen Fhigkeiten der Person sowie eine Sondereigenschaft, die die Fhigkeiten anderer Personen oder den Spielverlauf allgemein beeinflussen kann. Die Personenkarten werden in die Zwischenrume zwischen den Ortskarten gelegt. Zur Verdeutlichung, welcher Spieler welche Personenkarten gespielt haben, legt jeder Spieler seine Karten an einer bestimmten Seite der Ortskarten an.

Nun zum Spielablauf: Reihum fhrt jeder Spieler einen Zug aus.

  • Zu Beginn jedes Zuges wird vom Stapel der Ortsereignisse eine Karte aufgedeckt. Es gibt verschiedene Arten von Ereignissen, von denen einige sofort ausgefhrt werden. Meistens handelt es sich aber um ein Ereignis, das zunchst auf den zugehrigen Ort gelegt wird.

  • Nun wird geprft, ob der Spieler an einem der Orte eine der auf den Ortsereignissen genannten Bedingungen erfllt. Wenn ja, erhlt er diese Ereigniskarte, die fr ihn Siegunkte und/oder ein positives Ereignis bedeuten.

  • Jetzt erst darf der Spieler zwei Personenkarten-Aktionen durchfhren, d.h. eine Karte an einen Ort ausspielen, bewegen oder vom Vorratsstapel nachziehen.

Die Einhaltung der Reihenfolge dieser Schritte sorgt dafr, dass die Gegenspieler nach dem Ausspielen von Personenkarten immer noch eine Runde Zeit haben, etwas gegen eine zu diesem Zeitpunkt erfllte Bedingung zu unternehmen.

Das Spiel endet, wenn einer der Spieler das Endereignis das ist die letzte Karte des Ereigniskartenstapels erfllt. Siegpunkte erhlt man jetzt fr die gesammelten Ortsereignisse sowie fr einige Sonderkarten. Sieger und damit der neue Knig von Camelot ist der Spieler, der die meisten Siegpunkte erzielen konnte.

Fazit

Bei Legenden von Camelot handelt es sich um ein "Kartenspiel im Brettspielformat". Das soll heien: Obwohl das Spielmaterial ausschlielich aus Karten besteht, fhlt es sich doch eher wie ein Brettspiel an. So ist auch zu verschmerzen, dass sich auer den Karten vor allem sehr viel Luft in der Schachtel befindet...

Bei der Erstauflage wurde im brigen versehentlich auf alle Karten des Ortes "Cornwall" der Ortsname "Camelot" aufgedruckt, was das Spiel unspielbar macht. Hier reichte eine Mail an den Verlag, um am nchsten Tag die korrigierten Karten in der Post zu finden.

Die Karten selbst sind wunderschn gezeichnet und sorgen beim ersten Durchblttern fr eine Menge an Vorfreude.

Auch die Spielregel spiegelt den Versuch wider, mglichst viel Stimmung zum Thema zu transportieren. Allein vier Seiten der 20-seitigen Spielregel geben weitere Informationen zu den fr die Personenkarten verwendeten Charakteren und zhlen literarische Quellen zum Thema auf.

Die Regel ist so aufgebaut, dass sie den Spielern zuerst eine abgespeckte Version, die sogenannte Anfngerregel, nahebringt. Erst dann folgen die Regeln fr das vollstndige Standardspiel. An sich ein lblicher Versuch, der auch dafr sorgt, dass die Regel beim ersten Lesen gut verstndlich ist. Aber: Zum einen ist die Differenz zwischen den beiden Versionen nicht so gro, als dass man sich die Anfngerregel nicht doch htte sparen knnen. Und zum zweiten fhrt dieser Aufbau beim spteren Nachschlagen doch fr ein ordentliches hin- und herblttern, da schwierig nachzuhalten ist, ob ein Regeldetail nun beim Anfnger- oder beim Standardspiel erlutert wurde. Durch die vielen Seiten wird dieses Problem noch verstrkt.

Nach dem positiven ersten Eindruck berrascht einen die Ernchterung dann beim Spielen. Die in Miniaturschrift gehaltenen Texte auf den Karten sind ohnehin schon schwierig zu lesen, erst recht, wenn sie auf dem Kopf auf der anderen Seite des Tisches liegen. Und lesen muss man diese stndig - ich jedenfalls kann mir den Inhalt aller ausgespielten Karten nicht merken.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Fhigkeiten der Personen im Text ber Begriffe benannt werden (z.B. Tapferkeit), whrend ebendiese Fhigkeiten auf den Personen- und Ereigniskarten ber Symbole dargestellt werden. Und fr diese wurden sechs unterschiedliche Wappen (!) verwendet. Da man sich nicht intuitiv merken kann, welches Wappen zu welcher Fhigkeit gehrt, muss beim Lesen der Texte stndig die bersichtstafel herangezogen werden. Hier htten dringend selbsterklrende Symbole oder gleich der Begriff anstatt der Wappen verwendet werden sollen.

Noch schlimmer wird es im Laufe des Spiels, wenn immer mehr Karten ins Spiel kommen. Man hat ja schon Schwierigkeiten, die Funktionen einer einzelnen Karte schnell zu erkennen. Da diese sich dann zum Teil auch noch auf andere ausliegende Karten beziehen und deren Werte modifizieren, ist bald nur noch mit viel Aufwand zu ermitteln, welche Personenkarten sinnvoll an welche Orte ausgespielt werden knnen.

Kommen dann auch noch die gewonnenen Ortsereignisse dazu, die wiederum Einfluss auf das Geschehen an den verschiedenen Orten haben, hrt der Spa endgltig auf. Entweder brtet jeder Spieler mehrere Minuten ber seinem Zug, um alle aktuellen Werte zu ermitteln, bevor er sich fr seine Aktion entscheidet, was das Spiel de fr alle Beteiligten macht. Oder er spielt mehr oder weniger aus dem Bauch heraus. Das fhrt aber fast zwangslufig zu Frust, da ihm dann des fteren Ortsereignisse vor der Nase weggeschnappt werden, was er bei genauem vorherigen Nachzhlen htte verhindern knnen. Auerdem kann man whrend der Zge der Mitspieler nicht wirklich an seinem Zug weiterplanen, da sich oft so viel auf dem Spielfeld ndert, dass man sowieso mit einer Neukalkulation anfangen muss.

Ich mag sehr gerne Spiele, die die grauen Zellen herausfordern, aber aus einer unbersichtlichen Kartenauslage mhsam einige Summen ermitteln zu mssen, gehrt nicht dazu. Vielleicht wrde das Spiel mehr Wiederspielreiz bieten, wenn die Fhigkeiten und deren Modifikationen durch die Karten auf einen Blick erfassbar wren. Dann knnte ich mir eventuell vorstellen, dass sich ein vernnftiges Mehrheitenspiel entwickelt. Aber so...

Rezension Ralph Bruhn

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Legenden von Camelot: 1,0 1,0, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.10.07 von Ralph Bruhn - Die Note fr die Aufmachung bezieht sich auf die Optik der grafischen Gestaltung. Die Funktionalitt des Designs geht eher Richtung 1.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.10.07 von Peter Nos - Die Legenden von Spamalot, da fehlen mir dir Worte und ich kann nur noch Monty Pythons Holy Grail zitieren: ... We dine well here in Camelot, we eat ham and jam and spam a lot. ...
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.11.07 von Kathrin Nos - Zu diesem Spiel kriegen mich keine 10 Pferde mehr an den Spieletisch. Dann nehme ich tausend Mal lieber eines der 10 Pferde und mache einen schnen Ausritt ;)

Leserbewertungen

Leserwertung Legenden von Camelot: 2,8 2.8, 6 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.12.07 von Alexander Poker - Kann mich nur anschlieen. Einmal gespielt, bei Ebay wieder verkauft.. Katastrophales Spiel!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.06.09 von Grzegorz Kobiela - Mll.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.05.10 von Tim Hass - ein super spiel macht viel Spa
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.05.10 von Kai - Nichts fr 08/15-Dominion-Spieler. Hier braucht's Kpfchen und das gefllt mir besser. Die Karten sind wunderschn gestaltet. Eines unserer Lieblingskartenspiele!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.05.10 von Bjrn Kalies - Dieses Spiel ist nur reine Arbeit - fr mich ohne einen Funken Spielreiz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.07.12 von Nico - Ich finde das Spiel sehr gut gelungen da es nicht Langweilig wird und sehr cool aufgebaut ist. Mit Freundlichen Gren Spiele - Kostenlose Spiele, Online Games, Spielen auf SpielLegenden.DE Kostenlose legendre Spiele und Online Games spielen. Gratis Flash Spiele und Online Spiele fr Mdchen, Jungen, Kinder und erwachsene Frauen und Mnner. http://www.spiellegenden.de/ www.SpielLegenden.DE

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