Rezension/Kritik - Online seit 14.10.2013. Dieser Artikel wurde 2497 mal aufgerufen.

Mixtour

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Autor: Dieter Stein
Illustration: Ludwig Gerhards
Verlag: Gerhards Spiel und Design
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2
Dauer: 20 - 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2012
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
6,0 6,0 Leser
Ranking: Platz 1086
Mixtour

Kompakt - Kritik

Als Spielvorbereitung wird das Spielbrett zwischen die Spieler gelegt, und jeder erhält die Figuren einer Farbe. Gemäß der kurzen und sehr übersichtlichen Regel beginnt immer Weiß. Wer am Zug ist, hat zwei Möglichkeiten: Entweder setzt man einen eigenen Stein auf ein beliebiges freies Feld oder zieht einen beliebigen Turm. Wie weit, hängt von der Turmhöhe ab.

Bis dahin klingt das nach nichts Besonderem. Das Außergewöhnliche an Mixtour folgt aber jetzt, denn die Zugweite hängt nicht von der Höhe des bewegten Turmes ab, sondern von jenem Turm, auf den man den bewegten Turm setzen will. Daraus ergibt sich auch gleich die nächste Regel, dass nämlich der Zug eines Turmes immer auf einem anderen enden muss. Über besetzte Felder darf nicht gezogen, dafür aber auch diagonal. Außerdem dürfen die bewegten Türme auch beliebig geteilt werden. Die restlichen Steine bleiben dann auf dem Ausgangsfeld zurück. Und dass der Zug eines Mitspielers nicht direkt im Anschluss rückgängig gemacht werden darf, versteht sich für Kenner dieser Art von Spielen von selbst. Das Spiel endet, wenn es ein Spieler schafft, einen Fünferturm zu kreieren, bei dem ein eigener Farbstein obenauf sitzt.

Mehr Regeln gibt es nicht, was aber nicht bedeuten soll, dass es sich bei Mixtour um ein banales Spiel handelt, das man schnell erlernt, aber genauso schnell wieder satt hat. In den ersten Partien dauert es immer ein Weilchen, bis man sich an das seltsame Zugkonzept gewöhnt hat, was das Planen eines Zuges oft erschwert und verlängert. Vor allem überblickt man dann einige taktische Finessen, die das Spiel bietet, noch nicht. Weil aufgrund des 5 x 5 Felder großen Spielbretts zum Beispiel ein 3er-Turm nur von einem Turm in Besitz genommen werden kann, der drei Felder entfernt ist, schafft das kein Turm, wenn man den 3er mittig platziert. Vielmehr ist es der 3er-Turm selbst, der auf Fang gehen darf, so dass man als Gegner keine kleinen Türme in seine Nähe stellen darf, die leichte Beute für ihn wären. Nach und nach bekommt man aber ein Gespür für dieses etwas verdrehte Spielkonzept und erkennt schon nach kurzer Zeit, wo man dem Mitspieler Vorlagen macht, die ihm zum Sieg verhelfen könnten.

Wie immer bei abstrakten Zwei-Personen-Spielen hängt der Spielspaß letztendlich aber auch hier davon ab, ob die beiden Kontrahenten einander ebenbürtig sind.

Das Spielmaterial ist – wie man es vom Verlag nicht anders kennt – toll und aus solidem Holz gefertigt. Das dicke Spielbrett aus geölter Buche mit den zierlichen, an kleine Schüsselchen erinnernden Figuren, ist wahrlich ein Augenschmaus, was einen immer wieder gerne zu dem Spiel greifen lässt.

Rezension Sandra Lemberger

Regelvarianten

Spielt man mit der Turnierregel, legt man vorher fest, bis zu wie vielen Gewinntürmen man spielt und legt dafür entsprechend viele Zählsteine bereit. Wenn ein Spieler einen Gewinnturm errichtet, nimmt er sich als Belohnung einen Zählstein, der Turm wird vom Spielfeld entfernt und die Spielsteine an ihre Besitzer zurückgegeben. Auf diese Weise wird das Spiel fortgesetzt, bis ein Spieler mehr als die Hälfte der festgelegten Zählsteine erobert hat und damit das Turnierspiel gewonnen hat.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Mixtour: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.08.13 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

Leserwertung Mixtour: 6,0 6.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.05.16 von Günther - Wieder ein Spiel von Herrn Stein mit hohem Suchtfaktor. Spielregeln sind sehr einfach, das Spiel zu gewinnen erfordert die volle Konzentration. Der Spass kommt nicht zu kurz! Ich spielte erst vor ein paar Tagen mit einem Neuling, der war so begeistert, dass es am Ende 12 Partie in 2 Stunden wurden.

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