Rezension/Kritik - Online seit 12.11.2002. Dieser Artikel wurde 5934 mal aufgerufen.

Mömmen

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Autor: Volker Schwägerl
Illustration: Uschi Heusel
Verlag: Die Wuselmäuse
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 - 5
Dauer: 20 - 40 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2002
Bewertung: 3,8 3,8 H@LL9000
3,8 3,8 Leser
Ranking: Platz 4284
Mömmen

Spielziel

Viele stellen sich vielleicht das Leben eines Schäfers recht geruhsam vor. Doch in diesem Spiel kann man es selbst erfahren, wie anstrengend es ist, wenn man es mit Mömmen, also intelligenten Schafen zu tun hat. Diese entwischen und müssen erst wieder eingesammelt werden.

Alle Spieler sammeln Schafe der gleichen Farbe und versuchen so an möglichst viele Punkte zu kommen. Wer auf diese Weise zuerst 100 Punkte erreicht hat, gewinnt das Spiel.

Ablauf

Das Spiel enthält Karten mit Schafen in vier Farben. Dabei gibt es allerdings jeweils einige geschorene Schafe mit Minuspunkten (Minuskarten). Die ungeschorenen Schafe (Pluskarten) zeigen Punkte von 1 bis 4. Zusätzlich gibt es noch je vier Karten "Benny der Dorfhund" und "Tim der Scherer".

Jeder Spieler erhält 6 Karten auf die Hand. Fünf weitere Karten werden für alle Spieler zugänglich offen in der Mitte des Tisches bereit gelegt.

Spielablauf

Der Spieler links vom Geber beginnt und kann aus folgenden Aktion wählen:

Schieben

Will ein Spieler keine Aktion ausführen, kann er schieben und der Nächste ist an der Reihe.

Karten aus der Tischmitte auswechseln

Die offenen Karten können komplett auf den Ablagestapel gelegt und gegen neue ausgetauscht werden, wenn

- die Karte "Benny der Dorfhund" gespielt wird

- drei oder mehr Minuskarten in der Mitte liegen oder

- alle Spieler nacheinander geschoben haben

Das Auswechseln der Karten kann während eines Zuges auch mehrfach durchgeführt werden.

Karte tauschen

Der Spieler legt eine seiner Handkarten in die Tischmitte und nimmt sich von dort eine andere Karte auf die Hand.

Eine einzige Einschränkung gibt es für das Ablegen einer Minuskarte. Wer eine Minuskarte ablegt, muss dafür eine Pluskarte gleicher Farbe aus der Mitte nehmen.

"Tim der Scherer" ausspielen"

Wer diese Karte ausspielt, ruft laut "MÖMMEN" und darf ohne Einschränkung eine Karte tauschen. Alle anderen Spieler müssen nun eine Karte ablegen und dafür eine Minuskarte aus der Mitte aufnehmen. Ist keine Minuskarte mehr in der Mitte oder der "mömmende" Spieler wieder an der Reihe, ist die Mömmen-Runde beendet, d.h. es wird nach normalen Regeln weitergespielt.

Wer "Tim der Scherer" oder "Benny der Dorfhund" ausspielt, zieht sich sofort eine Karte nach.

Sobald der erste Spieler sechs Pluskarten einer Farbe auf der Hand hat, ist eine Spielrunde geendet, die Punkte werden gezählt und aufgeschrieben.

Jeder Spieler wählt eine Farbe und addiert die Werte der entsprechenden Pluskarten. Jede andere Pluskarte zählt einen Minuspunkt, jede Minuskarte schlägt mit ihrem Kartenwert negativ zu Buche. Für jede Sonderkarte werden -3 Punkte berechnet.

Wer zuerst 100 Punkte gesammelt hat, gewinnt.

Fazit

Mömmen ist das Erstlingswerk von Volker Schwägerl und seinem Verlag "Die Wuselmäuse". Dies erwähne ich nicht, um im Vorfeld einen "Kleinverlagsbonus" zu erteilen, hierzu besteht keinerlei Anlass. Das Material ist einwandfrei, die Grafiken sind passend zum Thema putzig gestaltet. Die verschiedenen Karten sind gut zu unterscheiden und in allen 4 Ecken sind entsprechende Symbole angebracht, so dass man immer den nötigen Überblick behält. In dieser Richtung ist somit kein "Einsteigerfehler" zu erkennen.

Die Regelbeschreibung ist gut verständlich geschrieben, sehr ausführlich und man hat versucht verschiedene Spielsituationen auch vom Thema her anzugehen. Das wäre zwar, wie in vielen anderen Spielen, eigentlich nicht nötig gewesen, sorgt aber dennoch für den einen oder anderen Schmunzler während des Regelstudiums. Zur besseren Übersicht wurde zusätzlich eine Kurzanleitung beigelegt. Regelmängel konnten wir keine feststellen. Dennoch gab es hin und wieder nachfragen, ob man denn nun auch 2 mal hintereinander Benny den Hund spielen darf, wenn einem die ausliegenden Karten nicht gefallen. Da wir kein explizites Verbot erkennen konnten, ist dem wohl so.

Zum Spiel selbst: Mömmen spielt sich flüssig, wenn auch diverse Runden gespielt werden müssen, um die 100 Punkte zu erreichen. Der Faktor Einfluss war häufig Diskussionsthema in unseren Runden. Hat man wirklich Einfluss auf das Spiel oder ist man zu sehr auf die ausliegenden Karten und die von anderen Spielern gespielten "Tim"-Karten abhängig? Nun, es ist schon so, dass der Einfluss sehr begrenzt ist. Gerade die immer wieder stattfindenden "Mömmen"-Runden können hin und wieder etwas frustrieren und dafür sorgen, dass ein Spieler auf keinen grünen Zweig kommt. Hier wäre eine Abwehrmöglichkeit wünschenswert gewesen (siehe Regelvariantenvorschlag).

Es ist nicht immer wichtig viele Karten einer Farbe auf der Hand zu halten. Die Summe der Kartenwerte sollte jedoch entsprechend hoch sein. Nicht selten beendete ein Spieler die Runde, machte hierbei aber nicht die meisten Punkte, da andere Spieler höherwertige Karten auf der Hand hielten.

Mömmen kam in unseren Runden einige Male auf den Tisch und das nicht nur, um weitere Meinungen einzufangen, sondern auch auf Wunsch der Spieler, noch einmal eine Runde zu spielen.

So bleibt ein leicht zugängliches und funktionierendes Sammel- und Tauschspiel, das sich maximal den Vorwurf des geringen Einflusses machen lassen kann. Wer gerne mal locker von der Hand spielt, wird bestimmt Freude daran haben. In unseren Runden dürfte Mömmen nicht zum letzten Mal auf dem Tisch gewandert sein.

Rezension Frank Gartner

Regelvarianten

In unseren Testrunden kam folgende interaktive Komponente recht gut an:

Spielt ein Spieler die "Tim, der Scherer" - Karte und eröffnet damit eine Mömmen-Runde, können sich die Folgespieler dagegen verteidigen, indem sie bei ihrem Zug eine weitere "Tim, der Scherer" - Karte ausspielen und die Mömmen-Runde verlängern. Bei dieser Aktion darf der Spieler zusätzlich eine negative Karte in die Mitte tauschen. Das kann dazu führen, dass der Spieler, der die Mömmen-Runde eingeläutet hat, selbst Opfer wird sofern er sich mit einen weiteren Tim dagegen verteidigen kann.

Die Steigerung:

Wenn jemand einen "Tim, der Scherer" spielt, wechselt die Spielrichtung! Also auch, wenn die Tim-Karte als Reaktion (wie im ersten Abschnitt beschrieben) verwendet wird. So kann einem ein Tim schnell zum Verhängnis werden und man muss sich überlegen, ob man das riskieren möchte.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Mömmen: 3,8 3,8, 14 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Susanne Schlappner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Christian Preuß
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hubert Scheu
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Gerd Stocker
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Angela Grünes
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Alexander Broglin
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Petra Sanwald
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Rainer Sanwald
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Anette Bippins-Darting
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Ulrich Fonrobert - Ein kleines nettes Familienspiel, das auch mit unseren 2 Söhnen (5 und 7) gespielt werden kann. Allerdings nichts für den "erwachsenen" Spieleabend.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.02.07 von Michael Andersch

Leserbewertungen

Leserwertung Mömmen: 3,8 3.8, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Steffen Stroh - Möglicherweise ein Spiel für Familien, v.a. für Kinderzwischen 7 und 10 - für unsere Erwachsenenrunde eine Zumutung. Wir waren durchaus über diverse Rregelinterpretationen uneins, und ohne echten Einfluss und Chance, gegen einen Führenden agieren zu können wird das Spiel bis 100 Punkten zur langweiligen Quälerei, da der beste Zug praktisch immer eindeutig ist. Habt ihr Kinder? Nein? Dann braucht ihr dieses Spiel nicht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Denis - Mömmen ist im Gegensatz zu anderen Kommentaren hier bei uns der Renner (und wir sind Erwachsene!). Vielleicht hat man aber auc nur die falschen Erwartungen in das Spiel gesetzt. Mömmen ist eigentlich wie Ligretto: schnell, einfach, und irgendwie auch suchterregend. Klar ist es kein Spiel für Taktiker, aber sind denn Ligretto und Uno auch nur Kinderspiele????
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Pia Lemberger - Mömmen ist sicherlich das falsche Spiel für jemanden, der ein Strategie- und Tüftelspiel sucht. Aber es ist auf alle Fälle eine angenehme, schnell und leicht zu spielende Alternative zu Kartenspielen wie Wizard oder Solo. Kann man super mit Kindern spielen oder mit kindischen Erwachsenen, die auf Schafe stehen (Schaf-Faible ist aber kein Muss *G*). Bei uns wirds gerne und oft zwischendurch gespielt (z.B. zwischen zwei Denkspielen, die einen längeren Aufbau benötigen). Ist einfach süß :-)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Rolf Braun - Nix gegen Kartenglück, die gibts bei den meisten Kartenspielen, aber das ist mir zu willkürlich.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.04.07 von Matty - Drollige Schnautz-Variante, die man aber mindestens zu Viert spielen sollte.

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