Rezension/Kritik - Online seit 09.12.2013. Dieser Artikel wurde 2259 mal aufgerufen.

Primo

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Autor: Wolfgang Kramer
Illustration: Michael Menzel
Verlag: KOSMOS
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 6
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2013
Bewertung: 2,3 2,3 H@LL9000
2,0 2,0 Leser
Ranking: Platz 5070
Primo

Spielziel

An sechs Ablagekarten darf man so viele seiner Handkarten ablegen wie möglich. Hilfreich ist es dabei, Reihen als Ganzes oder auch nur teilweise zu verschieben, um eventuell noch mehr Karten loszuwerden. Denn wer zuerst alle Karten anlegen konnte, gewinnt dieses Solitär-ähnliche Legespiel.

Ablauf

Alle Karten werden gleichmäßig an die Spieler verteilt. Man legt diese als verdeckten Stapel vor sich ab und nimmt die obersten sechs auf die Hand. Ist man an der Reihe, darf man entweder beliebig viele Handkarten unter den eigenen Nachziehstapel schieben und durch dieselbe Kartenanzahl ersetzen, oder man legt so viele Karten wie möglich an eine der sechs Reihen, deren Anfänge jeweils durch eine Ablagekarte gebildet werden.

Liegt auf einer dieser Ablagekarten noch keine Karte, darf man eine beliebige Handkarte des Wertes 0 bis 13 spielen. Danach müssen die Folgekarten passend in absteigender Reihenfolge angelegt werden. Manchmal kann man durch das Verschieben von Karten (alle einer Reihe, zusammenhängende Teile davon oder auch Einzelkarten) wieder freie Ablageplätze schaffen, um weitere Karten loszuwerden. Manchmal entstehen dadurch auch komplette Reihen, in welcher die Zahlen von 13 bis 1 liegen – dann werden diese aus dem Spiel genommen.

Neben den Zahlenkarten gibt es noch zwei Arten von Sonderkarten. Die Top-Karte ermöglicht es einem Spieler, während seines Zuges auch in aufsteigender Reihe hinter der höchsten Karte einer Reihe anzulegen. Die Nimm-Karte fordert alle Mitspieler auf, reihum die hinterste Karte einer Reihe auf den eigenen Nachziehstapel zu legen, wobei der aktive Spieler entscheidet, bei welcher Reihe begonnen wird.

Sobald jemand seine letzte Handkarte ausgespielt hat und keinen Nachziehstapel mehr besitzt, hat er das Spiel gewonnen.

Fazit

Primo ist mit einigen wenigen Sätzen erklärt. Das Spielprinzip ist schnell verstanden, lediglich die Sache mit der Nimm-Karte erfordert meistens eine nähere Erläuterung.

Primo erinnert an das Computerspiel Solitär, nur dass man hier nicht alleine spielt, sondern reale Gegner hat. Während Solitär geübte Spieler deshalb sofort den Überblick haben, wohin welche Karte zu schieben ist, damit man möglichst eine Reihe frei bekommt, um eine beliebige weitere der eigenen Handkarten loszuwerden, dauert es bei anderen etwas, bis sie in das Spiel finden. Häufig übersehen diese Spieler in den ersten Partien diverse Schiebemöglichkeiten, so dass sie nicht so viele Karten ablegen können, wie sie bei optimaler Spielweise losbekommen hätten. Dann freut sich natürlich der Nächste über einen zusätzlichen Legeplatz. Aber selbst bei Kindern braucht es nur wenige Partien, um sich hier einen gewissen Überblick zu verschaffen, was am Ende zu teilweise sehr flotten Partien von lediglich 5 bis 10 Minuten Spieldauer führt.

Damit bietet sich Primo als optimales Spiel für Zwischendurch, als Absacker oder kurzes Spiel vor dem Zubettgehen an. Es hat nichts Aufregendes an sich, vermittelt jedoch ein locker-flockiges Spielgefühl.

In manchen Partien ergaben sich leider Konstellationen, die weniger gut ankamen. So muss man Karten, die man aufgrund von Nimm-Karten auf seinen Nachziehstapel legen muss, auch dorthin legen, wenn man weniger als sechs Handkarten hat und gar keinen Nachziehstapel mehr besitzt. Damit steht von Vornherein fest, dass man in dieser Runde das Spiel nicht beenden kann, selbst wenn man alle seine Handkarten anlegen kann. Passiert dies einmal, kann es unter Umständen noch einmal spannend werden, wenn in dieser Runde dafür ein anderer Schluss machen kann. Passiert einem das in der nächsten Runde aber wieder, wenn man nur mehr die in der Vorrunde erhaltene Karte auf der Hand hält und dann noch einmal mit einer weiteren einen neuen Nachziehstapel bilden muss, findet man das meist nicht mehr so lustig. Und schon gar nicht, wenn's dann noch einmal passiert. Auf diese Weise gab es bei uns schon zwei Spiele, in denen der ehemals Führende am Ende verloren hat.

Zum Glück passiert das in dieser extremen Form nur selten, so dass unterm Strich doch ein flottes Legespiel bleibt, das vielen gefällt. In meinen Testrunden kam es jedenfalls bei allen Kindern sowie Gelegenheitsspielern gut an und gerne wurden in der Grundvariante auch öfters zwei bis drei Partien hintereinander gespielt. Dagegen mochte keiner die Variante, in der man die Farbe der Karten (es gibt sie in blau und gelb) nicht einfach ignorieren kann, sondern nur Reihen bilden darf, in den sich die Farben immer abwechseln oder einfarbig sind.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Primo: 2,3 2,3, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.05.13 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.03.13 von Steffen Wallraff
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.11.13 von Frank Lehmann - Belanglos

Leserbewertungen

Leserwertung Primo: 2,0 2.0, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.07.13 von Michael Kindel - Karten ablegen und ein wenig aufpassen, dass man nichts übersieht. Völlig überflüssiges Spiel. Da freut man sich nicht einmal, wenn man gewonnen hat.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.11.13 von Rüdiger - Ein bisschen Skip-Bo, ein bisschen Rummy - nichts besonderes, aber ab und an, besonders nach einem komplexen Spiel, mal ganz nett. Kann man spielen, muss man aber nicht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.12.13 von Sven Groh - Ein einfaches Spiel. Wer Solitaer auf dem PC kennt, hat die Regeln schnell verinnerlicht. Grosser Pluspunkt fuer das Spiel! Einzige Huerde stellen die Sonderkarten dar, aber die ist sehr klein bzw. marginal. Auch wenn das Spiel sehr leicht erscheint ist es umso erstaunlicher wie oft Dinge uebersehen werden. Man sollte Primo nicht zu ernst nehmen. Spass macht es allemal - vor allem als Absackerspiel oder als kurzes Spiel mit der Familie.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.12.13 von docholz - Selten musste ich zu einem Kramer-Spiel sagen: lieber das Geld für Anderes ausgeben.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.12.13 von Steffen Hilger - Ich muss leider in den Negativ-Chor mit einstimmen. Primo ist absolut anspruchsloses Kartenablegen.

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