Rezension/Kritik - Online seit 05.09.2018. Dieser Artikel wurde 2384 mal aufgerufen.

Pyramids

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Autor: Brett J. Gilbert
Matthew Dunstan
Verlag: Hutter Trade GmbH + Co KG
IELLO
Rezension: Michael Timpe
Spieler: 2 - 5
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2017
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
Ranking: Platz 1540
Download: Kurzspielregel [PDF]
Pyramids

Spielziel

Das beste Baumaterial, die größe Pyramide und den höchsten Obelisk. Auch bei den alten Ägyptern war größer - höher - schöner offenbar schon ein wichtiges Thema. Doch wozu das Ganze? Zu Ehren der Götter und des Spielsieges natürlich, doch vor den haben die Götter bekanntlich die Punktewertung gelegt, und die macht noch so manchem einen Strich durch die Rechnung.

Ablauf

Zu Beginn einer Runde wartet der Steinbruch mit genau zwei Karten Baumaterial pro Spieler auf, die es zu verteilen gilt. Diese Baumaterialien sind paarweise geordnet und bilden so Gruppen, von denen sich der Reihe nach jeder Spieler eine aussuchen darf.

Diese Reihenfolge wiederum wird jede Runde neu durch die Verteilung der Reihenfolgekarten ausgelost und verknüpft die Auswahl der Baumaterialien mit der anschließenden Bauaktion. Wer früher aussucht, hat weniger Auswahl beim Bauen.

Zu bauen gibt es nämlich neben den namensgebenden Pyramiden noch jeweils eine Grabkammer sowie einen Obelisken. Doch maximal eine Karte pro Runde darf man pro Monument einbauen, und die ausgewählte Reihenfolgekarte gibt an, an welchen Monumenten man weiterbauen darf oder muss.

Während der Bau an der Pyramide jede Runde Pflicht ist, dürfen der zweite und dritte Spieler noch an einem der beiden anderen Monumente weiterbauen. Nur der letzte in der Runde darf sich auf allen drei Baustellen tummeln und jeweils eine Karte anlegen, der erste Spieler darf hingegen nur an seiner Pyramide bauen, sonst nichts.

Sind alle Bauaktionen abgeschlossen, müssen die Handkarten auf 1 reduziert werden, anschließend wird der Steinbruch wieder mit zwei Karten pro Spieler aufgefüllt. Nach 10 Runden sind die Pyramiden fertiggebaut, und das Spiel geht seinem Ende entgegen. Und nun entscheidet die Punktwertung der einzelnen Gebäude über Erfolg und Misserfolg der eigenen Dynastie.

Fazit

Einfach gemein (wäre doch auch mal ein schöner Spieletitel, oder?). Voller Elan schaue ich auf meine Bauprojekte, wähle nur die schönsten und besten Karten aus meiner Hand, im Hintergrund höre ich schon meine pharaonischen Vorfahren Beifall klatschen, und dann … darf ich gar nicht an meiner schönen Grabkammer weiterbauen. Nicht mal ein klitzekleines Steinchen darf ich auf meinen Obelisken stapeln, gerade mal eine einzige Karte in die Pyramide stecken. Da wird Anubis wohl nicht sehr zufrieden mit mir sein.

Gleichzeitig sehe ich die Hallen meiner Konkurrenten wachsen! Der eine Obelisk ist bereits höher als meine ganze Pyramide, und in der Grabkammer des anderen könnte man locker meine ganze Pyramide unterbringen. Welch eine Schmach.

Also nächste Runde anders spielen. Gemächlich ans Ende der Schlange stellen, Baumaterial ist schließlich für jeden genügend da. Doch was muss ich feststellen? Haben diese Möchtegern-Halbpharaonen doch tatsächlich genau MEINE Steine ausgewählt. So wird das nie was mit der Farbenpracht meiner Monumente. Mit minderwertigem Material muss man dann notgedrungen weiterbauen, Anubis wird abermals nicht zufrieden sein.

Dabei ist doch eigentlich alles so einfach: Karten auswählen, anlegen. Gut, ein wenig auf die Farben sollte man schon achten, schlielich will man ja passende Farben aneinander legen. Und auf die Symbolik zu achten, kann sich auch lohnen, schöne Steinmetzarbeiten bringen am Ende auch viele Punkte.

Wenn nur nicht diese lästigen kleinen Konkurrenten währen. Immer versuchen sie, einem die besten Steine einfach wegzuschnappen. Zuviele sollten es von ihnen nicht sein, drei bis vier angehende Pharaonen reichen vollauf, sonst wird es nur unübersichtlich, nicht aber besser.

Und über zu wenig Glück sollte man sich auch nicht beschweren. "Wem das Glück nicht hold, der hat den Göttern keinen Tribut gezollt" (alte Ägyptische Überlieferung, frei übersetzt). Also bloß nicht beschweren, falls es mal nicht läuft, nicht dass man die Götter noch gegen sich aufbringt. Lieber in stiller Demut weiterbauen und hoffen, dass das Blatt sich wieder wendet.

Zum Glück dauert eine Partie nicht so lange, maximal eine halbe Stunde, dann hört der Wüstensand vor dem inneren Auge auf zu flimmern, und man sitzt wieder am Spieletisch, zwischen lauter Spielkarten, deren Gestaltung eher als funktional denn als atmosphärisch zu bezeichnen ist.

Solide Unterhaltung im eher einfachen Spielsegment, die aber nicht allzu lang in Erinnerung bleiben wird.

Rezension Michael Timpe

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Pyramids: 4,5 4,5, 6 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.06.18 von Michael Timpe - Für meinen Geschmack reicht es nicht ganz für 4 Punkte, letztlich sind die Entscheidungen doch zu klein und einfach. Als nettes Spiel zwischendurch kann man ihm aber sicher auch 4 Punkte geben.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.05.17 von Michael Kahrmann
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.07.17 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.08.17 von Patrizia Holz
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.08.17 von Barbara Winner

Leserbewertungen

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