Rezension/Kritik - Online seit 03.10.2004. Dieser Artikel wurde 6258 mal aufgerufen.

Schwarzarbeit

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Autor: Friedemann Friese
Andrea Meyer
Illustration: Sebastian Wagner
Stefan Balogh
Verlag: BeWitched Spiele
Rezension: Hans-Peter Stoll
Spieler: 2 - 5
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2003
Bewertung: 2,6 2,6 H@LL9000
3,0 3,0 Leser
Ranking: Platz 6393
Schwarzarbeit

Spielziel

Es gibt viel zu tun in der Spielebrache. Egal ob im Spieleladen, der Fabrik oder im Verlag, es werden Arbeitskrfte gebraucht und davon gibt es auf dem Arbeitsmarkt reichlich. Doch einige arbeiten schwarz.

Ablauf

Zwanzig Arbeiter stehen auf dem Arbeitsmarkt zur Verfgung. Fr jeden gibt es drei Karten: Eine zeigt die Sonne, ein andere den Mond und die letzte steht fr Wochenendarbeit mit dem Symbol SA/SO.

Von den SA/SO-Karten erhlt jeder Spieler 2,bzw. 3 Karten (anhngig von der Spielerzahl). Diese Personen leisten fr die Spieler Schwarzarbeit.

Alle brigen Karten, auer den auserkorenen Schwarzarbeitern, bilden einen Nachzugstapel

Jedem Spieler stehen ein Privatdetektiv und zwei Anwlte zur Verfgung, die er im Laufe des Spiels einsetzen kann.

Auf dem Arbeitsmarkt mssen sich vor Beginn eines Spielzugs zwei Karten mehr als Mitspieler befinden. In der ersten Spielphase drfen allerdings keine Buchstaben doppelt ausgelegt werden. Solche Karten wandern erstmal auf den Ablagestapel und kommen spter nochmal ins Spiel.

Ein Spielzug eines Spielers beginnt dadurch, dass dessen rechter Nachbar ansagt, wieviele Personenkarten auf dem Arbeitsmarkt er legal einstellen kann.

Mit dieser Information kann sich der aktive Spieler nun entscheiden, ob er eine Karte vom Arbeitsmarkt offen vor sich auslegt und damit einstellt, oder aber verdeckt ablegt und damit der Schwarzarbeit bezichtigt. Diese verdeckten Karten drfen von keinem im weiteren Spielverlauf nochmals angesehen werden.

Bei fortgeschrittenem Spiel kann der Spieler noch seine Anwlte einsetzen und auf verdeckte Karten der Mitspieler plazieren, wenn er glaubt, dass die darunter liegende Person doch kein Schwarzarbeiter ist und juristischen Beistand braucht. Jeder Anwalt darf allerdings nur einmal im Spiel eingesetzt werden.

Zu keiner Zeit sollte ein Spieler einen eigenen Schwarzarbeiter einstellen oder der Schwarzarbeit anklagen, denn das bringt verheerende Minuspunkte.

Bevor der nchste Spieler an die Reihe kommt, wird der Arbeitsmarkt wieder aufgefllt.

Der Privatdetektiv darf als einzige Person gespielt werden, wenn man nicht am Zug ist. Er wird auf eine Karte des Arbeitsmarkts gesetzt und beschattet sozusagen einen potenziellen Schwarzarbeiter und wird zum Spieler des Detektivs gelegt. Auch der Detektiv kann nur einmal im Spiel eingesetzt werden.

Sobald die Karte "Ich-AG" aufgedeckt wird, entscheiden sich alle ausliegenden unbeschftigten Personen, sich selbstndig zu machen und grnden eine ICH-AG. Sie wandern auf den Ablagestapel und der Arbeitsmarkt wird neu gefllt.

Wenn der Nachzugstapel aufgebraucht ist, wird der Ablagestapel (ohne ICH-AG) neu gemischt. Ab jetzt sind sich die Arbeitnehmer im klaren, dass hhere Bereitschaft bei der Arbeitssuche gezeigt werden muss und bieten ihre Arbeitskraft auch mehrmals an. Das heit, von nun an drfen auch mehrere Karten des gleichen Buchstabens auf dem Arbeitsmarkt liegen.

Das Spiel endet, wenn es keine Karten mehr zum Nachlegen gibt und nur noch so viele Karten in der Mitte liegen, wie Spieler am Tisch sitzen. Nun wird abgerechnet.

Fr jede offenliegende Person, die bei einem Mitspieler schwarz arbeitet, gibt es keine Punkte. Alle anderen legalen Angestellten bringen einen Punkt.

Jeder richtig Angeschwrzte bringt 3 Punkte, aber 2 Minuspunkte, wenn es sich jedoch um einen legalen Arbeitnehmer handelt.

Fr den richtigen Einsatz der Anwlte gibt es je 2 Plus-, fr den falschen Einsatz jedoch 2 Minuspunkte. Der Detektiv bringt abschlieend einen Punkt, wenn er einen Schwarzarbeiter erwischt hat.

Wer nun die meisten Punkt erreichen konnte, ist Sieger.

Fazit

Die Materialausstattung ist lobenswert. Bei manchen Personen mit hnlich aussehenden Buchstaben (z.B. A und V - wenn diese durcheinander auf dem Arbeitsmarkt liegen) wurde unglcklicherweise derselbe Farbton im Hintergrund verwendet. Eine farbliche Unterscheidung htte hier Erleichterung schaffen knnen. Die Zusammenstellung der Namen aus bekannten Menschen der Spieleszene ist nett gemacht und bringt wahrscheinlich mehr die Insider zum Wiedererkennen oder Schmunzeln.

Die Regel ist verstndlich, jedoch nicht bis ins Letzte deutlich. Bei der Wertung ist nicht ganz klar, ob es Punkte pro Personenkarte oder pro unterschiedlichen Personen gibt. Mit beiden Auslegungen lsst sich Schwarzarbeit gut spielen. Wird pro Karte angerechnet, bekommt das Anschwrzen von Schwarzarbeitern mehr Gewicht, was mir persnlich besser gefllt.

Mir fiel es schwer, die helfende Tabelle richtig zu interpretieren. Den meisten Mitspielern bereitete sie jedoch keine Probleme.

Wenn auch dem einen oder anderen der Einstieg in das Spiel schwer erschien, so herrschte am Ende stets die Meinung vor, dass das Spielprinzip sehr eingngig ist. Seltsamerweise dauerte es immer eine Weile, bis meine Mitspieler verstanden, wie sie die ausliegenden Karten und die gegebenen Informationen in Zusammenhang bringen konnten. Da nehme ich als Regelerklrer gerne die Schuld auf mich, denn fr mich war es von Anfang an sonnenklar.

Der Zufall beim Aufdecken der Arbeitnehmerkarten sorgt dafr, dass die Spiele sehr unterschiedlich verlaufen knnen. Das uert sich am Ende in der Anzahl angeschwrzter Angestellter. Vielfach waren gerade das und der richtige Einsatz der Rechtsanwlte auch ausschlaggebend ber den Spielsieg. Sicherlich kommt auch hier Glck dazu, wenn die Spielrunde sehr konzentriert ist und ich gerade an der Reihe bin, und eine fehlerhafte Anklage mit meinem Anwalt kontern kann. Wird viel und frh angeschwrzt, sieht das natrlich wieder anders aus, doch auch das kann passieren.

In meinen Testrunden hielt sich ein Ungerechtigkeitsgefhl, weil am Spielende nicht jeder Spieler gleich oft am Zug gewesen ist. Eine andere Spielende-Bedingung knnte das jedoch lsen.

Schwarzarbeit bietet auf einfache Art und Weise eine Alternative im Bereich der Deduktionsspiele und verbreitete berwiegend Spielfreude, auch wenn man dabei seine kleinen grauen Zellen auf Trab bringen muss.

Rezension Hans-Peter Stoll

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Schwarzarbeit: 2,6 2,6, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.05.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Steffen Stroh - Deduktion der uninspirativen Art - erkennt einer den eindeutigen Fall, sieht ihn meist jeder.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Ulrich Fonrobert - Hmmm, ziemlich berflssiges Deduktionsspiel, das zudem noch sehr viel Geld fr ein Kartenspiel kostet. Dann lieber Cluedo oder Das Geheimnis der Abtei.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.05.04 von Jochen Traub - Ich mag keine Merkspiele!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.07.04 von Tommy Braun - Witziges Deduktionsspiel mit lustiger Grafik - man sollte ein weinig Gedchtniss haben - wenn allerdings jemand offsichtiche Informationen bersieht ist die Schadenfreude bei den Mitspielern gro. Vergisst jemand aber seine eigenen Informationen (die er jederzeit nachschauen darf) kann dadurch das Spiel kaputt gehen.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.07.04 von Michael Andersch - Selten habe ich bei einem Spiel auch am Ende einer Partie derart planlos agiert wie bei Schwarzarbeit. Deduktion alleine reicht nicht, es bentigt auch jede Menge Bauchgefhl, welches ich nicht zu besitzen scheine.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.09.04 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.09.04 von Frank Gartner - Die Namensgebungen mit "Gren" der Spieleszene sind sehr witzig gemacht. Das Spiel ist eine Mischung aus Merk- und Deduktionsspiel, das nicht allen Spielern in unserer Runde Spa machte. Ich fand es dennoch recht interessant. Schade, dass man die Anwlte nur spielen kann, wenn man am Zug ist. Dies sollte jederzeit mglich sein.

Leserbewertungen

Leserwertung Schwarzarbeit: 3,0 3.0, 1 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.10.04 von Markus Hofmann

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