Rezension/Kritik - Online seit 15.12.2006. Dieser Artikel wurde 5893 mal aufgerufen.

Skyline of the World

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Autor: Hans van Tol
Illustration: Yvon-Cheryl Scholten
Florine de With
Verlag: The Game Master BV
Rezension: Nicole Biedinger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 60 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 2,6 2,6 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 6138
Skyline of the World
Tags:Stdtebau
Auszeichnungen:2006, Nederlandse Spellenprijs Nominierung

Spielziel

Wer mchte nicht in einem wunderschnen Penthouse im Zentrum einer Weltstadt wohnen? Die Herausforderung fr die Spieler in diesem Spiel besteht darin, die obersten Etagen in den Gebuden der sich erhebenden Skyline zu erobern. Und wer baut das erste Penthouse?

Ablauf

Spielvorbereitung:

Jeder Spieler whlt eine Farbe aus und erhlt danach 3 entsprechende Etagen (zweimal eine Million Euro und einmal 2 Millionen Euro). Auerdem erhlt jeder Spieler 10 Millionen Dukaten, wobei man sein Geld immer offen vor sich liegen hat, sowie eine verdeckte Aufgabenkarte. Zustzlich werden noch 3 Bonuskarten an jeden verteilt, und schon kann das Spiel beginnen.

Spielverlauf:

Jeder Spielzug eines Spielers besteht aus drei Phasen:

1) Einknfte erhalten:

Besitzt ein Spieler die oberste Etage eines Gebudes, erhlt er so viel Millionen Dukaten, wie die Etage anzeigt. Besitzt ein Spieler Etagen mehrerer aneinanderangrenzender Gebude, dann erhlt er die Summe der angezeigten Betrge; jedoch nur, sofern die Gebude horizontal oder vertikal miteinander verbunden sind. Besitzt ein Spieler mehrere nicht miteinander verbundende Gebudekomplexe, dann muss er sich fr Einnahmen aus einem Komplex entscheiden.

2) Etagen bauen:

In dieser Phase darf man so viele Etagen bauen, wie man Etagen (im eigenen Vorrat) und Dukaten besitzt. Man darf jedoch nur auf fremde oder neutrale Etagen bauen. Baut man auf Etagen von anderen Spielern, muss man die Kosten fr die Etage dem berbauten Spieler geben. Dabei ist zu beachten, dass man Etagen zu 1 Million nur in der ersten Etage, Etagen zu 2 Millionen nur in der zweiten Etage usw. bauen darf. Ein Gebude besteht aus maximal fnf Etagen; somit kann ein Penthouse auch nur auf der fnften und hchsten Ebene gebaut werden. Neutrale Etagen drfen auf jedes Gebude und auf jede Farbe gebaut werden, aber sie knnen nie ein Penthouse ersetzen.

3) Investitionen:

In dieser Phase knnen Etagen von der Bank gekauft werden, die man dann im nchsten Zug verbauen kann. Diese Etagen kosten zwischen 1 und 10 Millionen. Eine neutrale Etage kostet 5 Millionen (und pro Investition darf ein Spieler maximal 1 neutrale Etage kaufen). Man darf auch bereits gekaufte Etagen wieder an die Bank verkaufen, allerdings nur zum halben Einkaufspreis. Nach dieser Phase ist der nchste Spieler an der Reihe.

Spielziel:

Jeder Spieler mchte so viele Prestigepunkte wie mglich erwirtschaften. Prestigepunkte erhlt man ber das Bauen von Penthusern und ber den Besitz von Gebuden auf so genannten strategischen (gelb markierten) Gebieten. Der Nachteil bei Penthusern ist allerdings, dass sie keine Einnahmen, sondern ausschlielich Prestige bringen. Auerdem erhalten die anderen Spieler beim Bau eines Penthauses eine zustzliche Bonuskarte. Bonuskarten knnen jederzeit whrend des eigenen Spielzuges abgegeben werden, wenn ein eigenes Gebude auf dem Spielplan den auf der Karte abgebildeten Grundriss wiedergibt (dabei ist es egal, wie man die Karte dreht).

Spielende:

Sobald einer der Spieler sein drittes Penthouse gebaut hat, sind alle anderen Spieler noch einmal an der Reihe. Am Ende dieser Runde werden die Prestigepunkte zusammengezhlt und wer die meisten erzielen konnte, gewinnt. Man erhlt Prestigepunkte durch gebaute Penthuser (1 Prestigpunkt pro Penthouse), durch die oberste Etage in einem strategischen Gebiet (1 Prestigepunkt) und durch die Ausfhrung der zu Beginn ausgeteilten Aufgabe (2 Prestigepunkte).

Fazit

Die Spielregel liegt in verschiedenen Sprachen und (zumindest in der deutschen und englischen Variante) sehr anstndigen bersetzungen vor. Die Spielanleitung an sich ist etwas ungewhnlich strukturiert, was dazu fhrt, dass beim Lesen manchmal Fragen offen bleiben, die erst zu einem spteren Zeitpunkt geklrt werden knnen. Aber nach kompletter Lektre ist die Spielregel gut verstndlich. Hilfreich ist auerdem die beiliegende Spielbersicht, bei der auf 1 1/2 Seiten das Wichtigste noch einmal kurz zusammengefasst wird. Auerdem sind auch einige strategische Tipps enthalten, welche gerade die erste Runde erleichtern.

Das Spielmaterial ist farblich recht ungewhnlich. Die Kunststoffetagen und die Farbwahl sind natrlich Geschmackssache, dienen aber auf alle Flle ihrem Zweck. Die Karten und auch die Dukaten sind von guter Qualitt. Nach den Probespielen sind noch keine Mngel daran zu erkennen.

Nun zum Spiel an sich. Nach der ersten Partie hat meiner Spielrunde und mir das Spiel recht gut gefallen. Es bestand immer ein gewisser Geldmangel, so dass man sorgfltig abwgen musste, was man bauen und welche Etagen man nachkaufen wollte. Auerdem war das Spiel bis kurz vor Ende relativ offen und es gab sogar durch die verdeckten Aufgaben und einen Endspurt auch noch eine berraschung, was den Gewinner anging. Wre es bei dieser einen Partie geblieben, htte ich dem Spiel voraussichtlich die Hall-Note 4 oder 5 gegeben. Um diese Rezension aber fundiert schreiben zu knnen, folgten natrlich noch etliche weitere Partien. Und bereits beim zweiten Spiel mussten wir Skyline abbrechen, ohne es zu beenden. Was war passiert? Da Etagen nur auf fremde Gebude gebaut werden knnen und jeder Spieler vor allem Penthuser bauen mchte, fhrt das dazu, dass niemand am Tisch die 4. Etage (Wert 6 Millionen) bauen wollte. Und nach einigen unttigen Runden haben wir das Spiel schlielich abgebrochen. Und auch in meiner 3. Partie trat dieses Problem wieder auf, was wiederum zum Abbruch des Spiels fhrte. Alle Beteiligten waren einstimmig der Meinung, dass das Spiel nicht funktioniert.

Im Spiel mit 3 Personen kommt es meist nicht zum Stagnieren des Spiels. Denn hier ist immer einer der "lachende Dritte", weil durch die Anordnung der Baupltze (zwei grere Bauflecken, die durch eine dnne Linie miteinander verbunden sind) sieht es immer so aus, dass einer alleine auf einer Seite baut und die anderen beiden sich um den zweiten Flecken schlagen. Versucht einer der beiden, den "Einzelkmpfer" zu bremsen, ist er sowieso gleich der Dumme, weil er dann ganz aus dem Rennen ist (er verschwendet ja wertvolles Geld fr Etagenbau, das ihm spter in der Einkommensphase nichts mehr bringt, da es mit seinen brigen Gebuden nicht zusammenhngt). Der glckliche Dritte kann dann meistens ohne grere Probleme 3 der 6 neutralen Etagen kaufen, so dass es ihm nicht schwer fllt, die drei fr den Sieg notwendigen Penthuser zu bauen.

Trotzdem habe ich aufgrund des aufgetretenen Problems The Game Master eine Email geschrieben und auch wirklich schnell eine Antwort erhalten. Mir wurde mitgeteilt, dass dem Verlag dieser Fehler erst auf der Spielemesse in Essen (2005) und auf den Spellenspektakel (in Niederlande) aufgefallen sei, und dass dieser nur bei "diehard players" auftreten wrde. Der Verlag hat mir vorgeschlagen, folgende Regel (die auch in der nchsten Auflage enthalten sein wrde) anzuwenden: Wenn man kann, dann muss man immer mindestens eine Etage bauen. Alternativ dazu knnte man auch die Regel einfhren, dass das Spiel vorzeitig endet, sobald in einer Runde niemand eine Etage gebaut hat.

Ich finde diese Vorschlge nur in begrenztem Mae einsetzbar. Wenn man immer bauen muss, dann kauft man eben keine Etagen ein, die man nicht bauen will. Und die Idee des vorzeitigen Endes finde ich persnlich sehr enttuschend, da es insgesamt recht wenige Siegpunkte zu vergeben gibt. Bei einem vorzeitigen Ende wird dann im Grunde die Aufgabenkarte den Sieger entscheiden, da man hier noch Punkte erhalten kann, mit denen die anderen Spieler noch berrascht werden knnen. In meinen Spielerunden sind diese beiden Ideen nicht gut angekommen.

Allgemein wurde noch festgestellt, dass die Spieler das Gefhl haben, zu wenig Prestigepunkte erwirtschaften zu knnen. Die Anzahl der mglichen Prestigepunkte (auch in einem Spiel, das bis zum Ende gespielt wird) ist sehr gering, und hufig wurde das stndige Gefhl bemngelt, so viel zu tun und doch keine Punkte dafr zu erhalten.

Ich habe das Spiel sowohl mit Viel- als auch mit Wenigspielern gespielt und bis auf den recht leichten Einstieg hat es keinen der Mitspieler begeistert.

Zusammenfassend muss ich leider sagen, dass es sich bei Skyline of the World um ein noch nicht ausgereiftes Spiel handelt. Insgesamt enthlt es keine neuen Mechanismen, ganz im Gegenteil, es erinnert Vielspieler stark an andere Spiele (z. B. Big Boss, Manhattan etc.), die aber im Gegensatz zu Skyline of the World funktionieren und deshalb in jedem Fall vorzuziehen sind. Vielleicht gibt es in meinen Spielerunden aber auch einfach zu viele "diehard players" ...

Rezension Nicole Biedinger

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Skyline of the World: 2,6 2,6, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.11.06 von Nicole Biedinger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.10.05 von Carsten Pinnow - Spielreiz 5 knapp verfehlt.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.12.05 von Hans-Peter Stoll - Wenn keiner eine 5. Etage baut (und warum sollte man das tun?), wird das Spiel nicht zu Ende gehen und funktioniert nicht
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.01.06 von Jochen Traub - Bei uns hat das Spiel kein Ende gefunden da keiner das 3. Penthouse bauen konnte. Da hakt die Regel.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.01.06 von Uta Weinkauf

Leserbewertungen

Leserwertung Skyline of the World: 4,0 4.0, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.12.06 von Braz - Die geschilderten Probleme traten bei uns nie auf! Mir hat das Spiel klasse gefallen. Zu zweit gibt es meiner Ansicht nach Besseres, aber gerade zu dritt oder viert allemal eine Empfehlung wert!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.12.06 von Jrgen Schuckenbrock - Habe es 2mal getestet und es kam nichts rber. Wrde bei mir verstauben.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.07.08 von Iglika Hristova

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