Rezension/Kritik - Online seit 18.09.2004. Dieser Artikel wurde 5866 mal aufgerufen.

Wer bin ich?

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Autor: Nedi Divine
Verlag: Spielspaß
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 - 6
Dauer: 40 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2003
Bewertung: 2,8 2,8 H@LL9000
Ranking: Platz 5489
Wer bin ich?

Spielziel

"Wer bin ich?" ist ein Prominenten-Ratespiel. Bis zu 10 Hinweise werden pro Person gegeben. Die Aufgabe der Spieler ist es, anhand der Hinweise die Identität der Prominenten zu erraten.

Ablauf

"Wer bin ich?" besteht aus einem Spielbrett inkl. Zählleiste, 6 Promikarten (Verona Feldbusch, Dieter Bohlen, Boris Becker, ....), über 200 Promikarten mit den entsprechenden Personenbeschreibungen sowie einer Sanduhr zur Limitierung der Ratezeit.

Der Zugspieler nimmt sich eine Promikarte. Zu jeder Person gibt es jeweils 10 mehr oder weniger hilfreiche Hinweise. Nun wird reihum von den Spielern eine Zahl von 1-10 genannt. Der Zugspieler liest den entsprechenden Hinweis auf der Promikarte laut vor. Nun haben die Spieler ca. 10 Sekunden (eine Sanduhrlänge) Zeit sich eine Antwort zu überlegen. Danach folgt der nächste Spieler. Ziel ist es so schnell wie möglich auf die Identität des Promis zu kommen.

Es gibt 3 verschiedene Varianten:

Variante a) Wer glaubt, den Prominenten erkannt zu haben, legt seine Promikarte auf das erste freie Feld in der Tischmitte und schreibt die Lösung auf einen Zettel. Die Folgespieler können zu einem späteren Zeitpunkt einsteigen, sofern noch ein freies Feld übrig ist. Der langsamste Spieler geht in jedem Fall leer aus.

Anschließend wird gewertet. Hierzu wird verglichen, wer die richtige Antwort gegeben hat. Der schnellste Spieler bekommt bei der richtigen Antwort so viele Punkte, wie Promikarten in der Tischmitte liegen und nimmt danach seine Karte vom Tisch. Ist die Antwort falsch, bleibt seine Karte liegen und bringt ggf. Punkte für die Folgespieler.

Wer möchte, kann zusätzlich mit der Farbfeld-Variante spielen: Sobald ein Spieler nach einer Runde auf einem Farbfeld stehen bleibt, muss er die Anweisung der Promikarte ausführen. Es kommt somit eine Art Ereignisfeld hinzu.

Variante b) In dieser Variante wird nichts aufgeschrieben. Die Spieler rufen laut heraus, wenn sie glauben die Identität zu wissen. Es gibt bis zu 7 Punkte zu gewinnen. Pro Hinweis wird eine "Wer bin ich" - Karte neben den Spielplan gelegt. Pro Karte gibt es für die richtige Antwort einen Punkt. Je später man also die Lösung ausruft, desto mehr Punkte kann man ergattern. Gleichzeitig geht man jedoch das Risiko ein, dass ein anderer Spieler einem zuvor kommt und man selbst leer ausgeht. Sollte kein Spieler innerhalb dieser 7 Hinweise die richtige Antwort gefunden haben, erhält der vorlesende Spieler 3 Punkte und wandert entsprechend auf der Zählleiste nach vorne.

Variante c) Diese Variante wird analog zu Variante b) gespielt. Allerdings erhält ein Spieler 10 - Anzahl vorgelesener Hinweise als Punkte gutgeschrieben. Sollte kein Spieler innerhalb dieser 7 Hinweise die richtige Antwort gefunden haben, erhält der vorlesende Spieler 7 Punkte.

Spielende: Das Spiel endet, sobald ein Spieler das Zielfeld erreicht hat.

Fazit

Wer satirische Darstellungen von Promis mag, den wird "Wer bin ich?" optisch ansprechen, denn die Darstellungen der Prominenten, mit ihren Überzeichnungen der Wesensmerkmale, sorgen schon vor Spielbeginn für die ersten Schmunzler.

Spielerisch erinnert "Wer bin ich?" stark an "20 Questions", bei dem jeweils 20 Hilfstexte genannt werden konnten und das über einen leicht geänderten Spielablauf verfügte.

Die Varianten a)-c) unterscheiden sich lediglich in ihrer Wertung, bewirken dadurch jedoch eine leicht modifizierte Spielweise. Während bei Variante a) mehrere Spieler punkten können, kommt bei Variante b) und c) nur ein Spieler auf seine Kosten. Das Interessante bei Variante b) ist der permanente Zwiespalt, dem man ausgesetzt ist. Einerseits bringt es mehr Punkte, wenn man etwas länger wartet, andererseits möchte man schneller als die Mitspieler sein und da kann ein zu langes Warten schnell dazu führen, dass ein anderer Spieler schneller ist als man selbst.

Als recht unglücklich stellte sich die Regelung heraus, reihum von einem Spieler eine Zahl nennen zu lassen, die dann vom Zugspieler vorgelesen werden soll, denn es gibt leider keine Möglichkeit, die bereits vorgelesenen Fragen zu markieren. Sobald einmal 5 Hilfstexte vorgelesen wurden, kam es nicht selten zu Doppelnennungen.

Wir sind dazu übergegangen, dass der vorlesende Spieler die Reihenfolge der Hilfstexte bestimmt. Er hat den Überblick, was er bereits vorgelesen hat und hat damit zusätzlich die Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad und so die Punkte der Mitspieler ein wenig zu beeinflussen.

Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Promikarten variiert und ist natürlich auch abhängig von der Interessenslage der Spieler.

"Wer bin ich?" bietet als Quiz-Spiel keine wirkliche Innovationen und ist vom Ablauf her als eher monoton einzustufen.

Dennoch: Wer Spaß an Promi-Ratespielen hat, kann auch hier seine Freude haben. Und man erfährt auf diesem Weg das Eine oder Andere, was man zuvor sicher noch nicht wusste.

Eine kleine Anekdote am Rande: In unserer Runde (wir spielten es an einem Abend während der Fußball WM 2004 in Portugal) wurde der Fußballspieler "David Beckham" gesucht. Es war bereits klar, dass es sich um einen Fußballspieler handeln muss. Während die Spieler am Tisch überlegten, wer denn die Person sein könnte, ertönte eine Stimme aus dem Fernseher: "David Beckham schießt den Freistoß!!". Zu dumm, wenn die Spieler nicht zuhören :-)).

Rezension Frank Gartner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Wer bin ich?: 2,8 2,8, 6 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.09.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.04.04 von Kathrin Nos - Der Wertungsmechanismus erscheint mir sehr unausgegoren zu sein.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.04.04 von Angela Grünes
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.05.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.06.04 von Helga Wilde
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.07.04 von Clemens Schollenberger

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