Rezension/Kritik - Online seit 11.05.2006. Dieser Artikel wurde 4734 mal aufgerufen.

Wordwild

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Autor: Andrea Meyer
Illustration: Sebastian Wagner
Verlag: BeWitched Spiele
Rezension: Hans-Peter Stoll
Spieler: 2 - 5
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 4,1 4,1 H@LL9000
Ranking: Platz 3797
Wordwild

Spielziel

Der Name des Spiels ist das Programm, also das, was whrend des Spiels passiert. Es geht um Wrter und wilde Geschwindigkeit. Punkte gibt es fr schnelles oder kreatives Wortfinden in bestimmten Kategorien.

Ablauf

Das Spiel hlt je einen Kartensatz fr das Spiel in Deutsch und Englisch bereit. Auf jeder Karte ist ein Wortanfang und -ende angegeben. Von den Kategorie-Karten werden drei aufgedeckt und die anderen als Nachschub bereit gelegt. Der Rundenmarker wird mit der roten Seite nach oben gelegt, jeder Spieler erhlt die Spielsteine einer Farbe und legt sechs Wortkarten offen vor sich ab.

Der anderssprachige Kartensatz wird verdeckt in die Dose geworfen und bereit gestellt.

Die rote Runde

Vom Stapel der verbleibenden Wortkarten wird die oberste aufgedeckt und in die Mitte des Tisches gelegt. Alle Spieler versuchen nun ein beliebiges Wort zu finden. Dabei muss entweder der Wortanfang mit der in der Mitte liegenden Karte bereinstimmen und das Wort mit einer der sechs Endungen der eigenen Karten aufhren oder das Wort muss sich aus dem Wortanfang einer eigenen Karte und dem Wortende der gerade aufgedeckten Karte bilden lassen. Wer zuerst ein Wort ruft, dreht die verwendete eigene Karte um. Auerdem dreht er den Rundenmarker auf die gelbe Seite. Damit lutet er die gelbe Runde ein.

Die gelbe Runde

Wer die gelbe Runde ausgelst hat, ist nun Zeitmesser. Er greift in die Dose und zieht sich Karten heraus. Dabei muss er mindestens 8 Karten nehmen. Mehr gezogene Karten drfen nicht mehr zurck gelegt werden. Jetzt beginnt er, die Karten alphabetisch nach den Wortanfngen zu sortieren. Solange er das tut, haben die anderen Spieler Zeit, wie in der roten Runde, ein Wort zu suchen. Dieses Wort muss allerdings zu einer der drei offenen Kategorien gehren. Wem das zuerst gelingt, der legt einen Spielstein auf die entsprechende Kategorie-Karte, wirft seine verwendete Wortkarte ab und nimmt sich stattdessen die Wortkarte aus der Mitte.

Hat der Zeitmesser seine Karte sortiert und keinem Mitspieler ist es gelungen, ein passendes Wort zu finden, wird der Rundenmarker wieder auf die rote Seite gedreht und es folgt eine rote Runde.

Vor der roten Runde kann es jedoch noch zu einer Wertung kommen. Stehen auf einer Kategorie-Karte drei Spielsteine einer Farbe, wird diese gewertet. Der entsprechende Spieler erhlt drei Punkte; wem es gelungen ist, zwei Steine dort zu plazieren, erhlt dafr zwei Punkte. Wer nur einen Stein auf diese Kategorie-Karte bringen konnte, geht leer aus. Alle Spieler erhalten die Spielsteine dieser Kategorie-Karte zurck und die Karte wird gegen eine neue ausgetauscht.

Zudem kann es zu einer Schnelligkeitswertung kommen, wenn ein Spieler nur noch eine offene Wortkarte vor sich liegen hat. Dafr erhlt er drei Punkte. Alle Spieler mit lediglich zwei offenen Karten bekommen zwei Punkte. Wer genau drei offene Karten vor sich liegen hat, darf sich immerhin noch ber einen Punkt freuen. Alle Wortkarten der Spieler werden nach der Schnelligkeitswertung abgelegt und jeder erhlt wieder sechs neue Karten fr die nchste rote Runde.

Ein Spieler kann das Ende ausrufen, wenn er mindestens 10 Punkte gesammelt hat und glaubt, am meisten Punkte zu haben, denn dann wre dieser Spieler Sieger.

Fazit

Die Ausstattung von Wordwild ist gelungen und die Spielmaterialien sind praktikabel. In meinen Partien wurde der Runden-Chip, der lediglich anzeigen soll, ob gerade eine gelbe oder rote Runde gespielt wird, als nicht notwendig empfunden, dafr findet die groe Spiele-Dose gute Verwendung fr die Karten des Zeitmessers.

Mit der Spielregel hat Andrea Meyer einen neuen Weg beschritten, denn die Regel ist nicht zum Lesen von vorne nach hinten gedacht. Stattdessen finden sich immer wieder Symbole, die auf andere Abschnitte verweisen. Dadurch wird das Lesen von unntigen Textpassagen (z. B. die Regeln fr zwei Spieler, wenn mehr als zwei Personen am Tisch sitzen) vermieden oder es finden sich Regeldetails, die fr das Spielverstndnis nicht erforderlich sind und die spter nachgelesen werden knnen. Inhaltlich bleiben keine Fragen offen, Abbildungen und Beispiele sorgen zustzlich fr Klarheit.

Das Spiel bietet die Mglichkeit, einfach auf Tempo zu spielen, um ber die Schnelligkeitswertung zu Punkten zu kommen. Wer auf der anderen Seite seine Punkte ber die thematische Wertung sammeln mchte, sollte durchaus einmal auf ein Wort in der roten Phase verzichten, wenn er direkt mit einem gefundenen Wort in der gelben Phase zuschlagen kann. Es versteht sich von selbst, dass man auf Themenkarten mindestens zwei Steine bringen sollte, um berhaupt Punkte zu bekommen.

Das Prinzip des Zeitmessers finde ich sehr schn, denn dadurch kommt etwas Bewegung ins Spiel (zumindest fr den Zeitmesser) sowie eine variable Zeitperiode, die mehr Interaktion und Adrenalin verursacht, als dies eine Sanduhr knnte.

Durch die Karten-Stze in Englisch und Deutsch wird das Spiel nicht nur international, sondern ldt auch ein, die eigenen Englisch-Vokabeln zu testen. Und warum sollte man dann nicht auch Wordwild mal mit Schulkindern spielen?

Gerade das Gegenstzliche - kreativ Worte finden, unter Zeitdruck - macht fr mich das Spiel interessant.

Bei Wortspielen denkt man gleich an Spiele fr gelstere Stimmung mit mehreren Leuten, doch Wordwild braucht Konzentration und eher einen kleinen Kreis.

Wordwild bietet also eine interessante Mischung aus Kreativitt und Geschwindigkeit, die sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist. Wer jedoch Wortspiele mag, sollte Wordwild in jedem Fall ausprobieren.

Rezension Hans-Peter Stoll

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Wordwild: 4,1 4,1, 7 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.10.05 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.10.05 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.12.05 von Tommy Braun - Vorweg: ich mag Buchstaben-Spiele eigentlich garnicht und Hektikspiel nur selten. Wordwild kann mir doch noch ne knappe 4 zu entlocken, obwohl ich nach den ersten Spielen weniger begeistert war - lag sicher an den Mitspielern, die mich gnadenlos abgezogen haben.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.02.06 von Michael Andersch - Gut: Ein Spiel um das Bilden von Wrtern, welches die Mitspieler unter Zeitdruck setzt und somit nicht so zh ist wie beispielsweise Scrabble. Schlecht: In diesem Genre (Wortbildungsspiele unter Zeitdruck) gibt es mindestens 2 Spiele, die ich Wordwild jederzeit vorziehen wrde, von daher sind die Chancen auf eine weitere Partie recht gering.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.02.06 von Nicole Biedinger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.04.06 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.05.06 von Frank Gartner - Spritzige Idee. Lediglich den Zeitmesser in Form des Karten Sortierens finde ich nicht ganz sooo dolle. Wenn die Talente am Tisch halbwegs ausgewogen sind, kann viel Spa aufkommen und dann wrde es auch eine 5 als Spielreiz bekommen.

Leserbewertungen

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