Rezension/Kritik - Online seit 17.01.2013. Dieser Artikel wurde 2099 mal aufgerufen.

Thunderstone: Herz der Verdammnis

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Autor: Mike Elliott
Illustration: Jason Engle
Hal Mangold
Brent Keith
Verlag: Pegasus Spiele
Alderac Entertainment Group (AEG)
Rezension: Monika Harke
Spieler: 2 - 5
Dauer: 60 - 90 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2012
Bewertung: 5,5 5,5 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 795
Thunderstone: Herz der Verdammnis

Spielziel

Lang ersehnt, nun ist er endlich da - der Tag der Verdammnis. Inmitten des Sumpfes am Trauersee liegt der siebte und somit letzte Donnerstein verborgen. Doch zum großen Finale hat das Grauen noch einmal kräftig aufgerüstet. Geschätzte Dorfbewohner haben sich plötzlich dem Bösen zugewandt, und Baumgeister locken die Helden immer tiefer in den Dungeon. Hinzu kommen zwei hartgesottene Wächter. Doch die größte Überraschung erwartet die Helden am Schluss in einem verfallenen Tempel inmitten des Sumpfes. Denn dort müssen sie sich dem "Herz der Verdammnis" stellen - Wächter und achter Donnerstein zugleich.

Ablauf

Bevor die Helden zum verfallenen Tempel aufbrechen, versammeln sich alle im letzten sicheren Zufluchtsort nahe des Sumpfes, um bestmöglich gerüstet loszuziehen. Neue Monster erfordern schließlich speziell ausgebildete Helden und neue Ausrüstungsgegenstände.

Eine bisher unbekannte Monsterart, die den Helden das Leben schwer macht, sind die Baumgeister. Durch diese Kreaturen werden dem Dungeon zusätziche Positionen hinzugefügt. Taucht ein solcher Baumgeist auf, wird sofort eine weitere Karte vom Dungeondeck gezogen und der Dungeon um eine Position ergänzt. Bevölkern mehrere Baumgeister den Dungeon, wächst dieser pro Baumgeist um eine Position, was gleichzeitig mit zuätzlichem Lichtabzug verbunden ist. Verschwindet ein Baumgeist, wird der Dungeon auch wieder kleiner.

Verwundert wird sich so mancher Held auch die Augen gerieben haben, als ihm im Dungeon altbekannte und geschätzte Dorfbewohner entgegenkamen. Jedoch handelt es sich hier um Doppelgänger, wie beispielsweise die "falsche Seelsorgerin", die das Gegenteil der bisher vertrauten "Seelsorgerin" bewirkt. Allen gemein ist, dass sie globale oder Durchbrucheffekte haben.

Kernstück dieses Abenteuers aber ist das "Herz der Verdammnis", welches durch das Szenario "Ritual der Verbannung" ins Spiel kommt. Bei diesem Szenario werden bis zu sieben Donnersteine ins Dungeondeck gemischt. Als unterste Karte wird das "Herz der Verdammnis" hinzugefügt. Wird ein Monster vor einem Donnerstein besiegt, erhält der siegreiche Spieler auch den Donnerstein, welchen er zusammen mit dem Monster auf seinen Ablagestapel legt. Erscheint das "Herz der Verdammnis" im Dungeon, löst es sofort den "globalen Effekt" aus, dass nämlich beim Besuch des Dungeons alle aus der Hand ausgelegten Monster vernichtet werden. Mit 25 Lebenspunkten scheint das "Herz der Verdammnis" schier unbesiegbar. Jedoch erhalten Donnersteine im Kampf gegen das Herz einen "magischen Angriff" von +6. Besiegt man das "Herz der Verdammnis" nicht, verliert man leider auch gleichzeitig das Spiel. Erreicht das "Herz der Verdammnis" Position 1 des Dungeons, endet das Spiel.

Und da es die Helden beim Kampf gegen das ultimative Böse wahrlich nicht leicht haben, dürfen sie sich mit etwas Glück im Dungeon über ganz besondere kleine Schätze freuen: Edelsteine. Diese werden nicht wie die anderen Schätze nach Gebrauch zerstört, sondern wandern auf den Ablagestapel. Zieht man einen Edelstein nach, legt man ihn offen vor sich ab, bis er eingesetzt wird.

Fazit

Die Donnersteinsuche führte die Helden schon in Grimholds Festung, die Festung des Schreckens, in das Kloster von Doomgate, den Drachenturm und den Thornwood-Wald. Mit dem finalen Kampf im Sumpf am Trauersee endet nun der erste Thunderstone-Zyklus.

Das Herz der Verdammnis ist die vierte Erweiterung. Sie kann laut Anleitung sowohl mit dem Grundspiel als auch der eigenständigen Erweiterung Drachenturm gespielt und mit allen anderen Erweiterungen kombiniert werden. Auch in diesem Fall gibt es - wie bei der Belagerung von Thornwood - ein wenig Anlass zur Kritik. Denn möchte man diese Erweiterung ausschließlich mit dem Grundspiel spielen, muss man sich erst auf der Pegasus-Homepage über Wächter, Schätze, Szenarios und Dungeon-Merkmale informieren, da in der Anleitung diesbezüglich keine Erklärungen zu finden sind. Auch ist ein kleiner Kartenpool nicht gerade empfehlenswert. Dies trifft insbesondere auf das Szenario "Ritual der Verbannung" zu, denn um das "Herz der Verdammnis" erfolgreich zu bekämpfen, ist jeder der bisher gefundenen Donnersteine äußerst nützlich. Je mehr man aufbieten kann, desto größer sind natürlich die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss. Letztendlich ist die Kritik aber für viele Thunderstone-Spieler eher unbedeutend. Denn wer sich die letzte Erweiterung zulegt, wird in der Regel über entsprechende Erfahrung als Donnersteinsucher verfügen und alle bisher erschienenen Ausgaben des Zyklus höchstwahrscheinlich auch besitzen.

Da es sich mit dieser Erweiterung um den finalen Showdown handelt, wurde noch einmal alles aufgeboten, was das Herz eines jeden Thunderstone-Fans höher schlagen lässt - drei gute Szenarien, zwei starke Wächter, eine neue Schatzart sowie Helden, Monster und Dorfkarten, denen man keine fehlende Kreativität vorwerfen kann. So gibt es beispielsweise den Dorfdieb, einen Dorfbewohner, der wie ein Held agiert und auch vom Langfinger zum Spitzbuben hochgestuft werden kann. Er ermöglicht zudem im Dungeon einen Kauf. Bei den Helden sorgen erfahrene Kanoniker für mehr Interaktion, indem sie Krankheiten an Mitspieler weitergeben, um ihre magische Angriffskraft zu erhöhen. Auch die Edelsteine sind richtig gut, denn sie können im Dungeon eingesetzt werden, um Dorfkarten oder Helden zu kaufen beziehungsweise Helden hochzustufen. Dabei darf man die neuen Karten sofort auf die Hand nehmen, was im Kampf sehr nützlich sein kann. Und auch das große Finale mit dem "Herz der Verdammnis" bietet noch einmal eine große Herausforderung, bei der man die ganze aus früheren Abenteuern erworbene Erfahrung benötigt. Schön ist auch, dass alle bisher gesammelten Donnersteine zum Einsatz kommen.

Das Herz der Verdammnis ist ein äußerst gelungener Abschluss des ersten Thunderstone-Zyklus. Die Karten sind gut aufeinander abgestimmt, bringen Abwechslung ins Spiel und sorgen für mehr Spielspaß und somit hohen Wiederspielreiz. Wer sich durch die früheren Abenteuer gekämpft hat, wird um den Höhepunkt - den Kampf gegen das ultimative Böse - nicht herumkommen.

Rezension Monika Harke

Links

Deckbau-Generator: http://asmor.com/scripts/tsrand/

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H@LL9000-Bewertungen

Thunderstone: Herz der Verdammnis: 2 H@LL9000-Bewertungen, Durchschnitt: 5,5 5,5

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.11.12 von Monika Harke
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 18.01.13 von Michael Kahrmann

Leserbewertungen

1 Leserbewertung

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.01.13 von Maja

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