Rezension/Kritik - Online seit 07.09.2020. Dieser Artikel wurde 688 mal aufgerufen.

Nine Tiles Panic

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Autor: Jean-Claude Pellin
Jens Merkl
Verlag: Oink Games
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 5
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2019
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3015
Nine Tiles Panic

Spielziel

Kaum zu glauben, aber wahr (zumindest in diesem Spiel): Außerirdische mit enormem Appetit auf Hamburger landeten auf der Erde! Agenten eines Spezialkommandos machen sich daraufhin sofort auf den Weg, um die hungrigen Aliens einzufangen. Dabei stürzen sie die gesamte Stadt nebst Einwohnern ins Chaos.

Ablauf

Zu Beginn erhält jeder Spieler ein Set aus 9 doppelseitig bedruckten Plättchen. Die Punktetafel sowie die Reihenfolgemarker werden gemäß der Spieleranzahl ausgelegt und die Sanduhr bereit gestellt. Dann werden drei Karten vom Themenstapel aufgedeckt und vorgelesen. Sie geben vor, worauf beim Errichten der Stadt zu achten ist. Das Spiel beginnen danach alle gleichzeitig, indem sie versuchen, eine gültige Stadt zu errichten, die möglichst gut die Vorgaben der Themenkarten erfüllt. Eine Stadt ist gültig, wenn

  • sie aus genau 3 x 3 Plättchen besteht,
  • die Straßen auf angrenzenden Plättchen immer miteinander verbunden sind und
  • eine Straße immer aus der Stadt hinausführt, also keinen Kreis bildet.

Ist ein Spieler mit seiner Stadt zufrieden, schnappt er sich den Reihenfolgemarker 1 und dreht die Sanduhr um. Ab sofort darf er an seiner Auslage nichts mehr verändern, und die anderen haben zum Fertigstellen nur mehr so viel Zeit, bis die Sanduhr einmal durchgelaufen ist. Wer als Nächstes fertig ist, holt sich den niedrigsten noch vorhandenen Reihenfolgemarker usw.

Sobald die Uhr abgelaufen ist, erfolgt die Punkteverteilung. Wer eine fehlerhafte Stadt errichtet hat, geht komplett leer aus. Bei allen anderen wird für jede Vorgabe auf den Themenkarten einzeln überprüft, wer diese Vorgabe am besten erfüllt hat. Dieser Spieler erhält dafür so viele Punkte, wie Spieler mit von der Partie sind, jeder folgende einen Punkt weniger. Sofern kein Spieler die notwendige Endpunktzahl erreicht hat, folgt eine weitere Runde mit neuen Themenkarten nach demselben Spielprinzip.

Fazit

Die kleinen Schachteln des Oink Verlags sind aus der Spielewelt inzwischen nicht mehr wegzudenken, schließlich überraschten sie uns schon mit so manch originellem Spiel. Die Box von Nine Tiles Panic ist zwar ein wenig höher als die herkömmlichen Oink-Schachteln, aber es steckt auch wieder eine ganze Menge Material darin, so dass sie bis zum Rand gut ausgefüllt ist.

Die Spielregel ist gut verständlich geschrieben und mal nicht so winzig gedruckt wie schon so manch andere Anleitung aus dem Verlag – da freut sich doch mein schon etwas in die Jahre gekommenes Spielerherz! Zugegebenermaßen ist sie aber auch nicht sonderlich lang, denn das Spielprinzip ist recht einfach und deshalb auch schnell erklärt.

Während das eigentliche Spielprinzip also einfach ist, erfordert die Sache mit den gefangenen Aliens eine etwas ausführlichere Erklärung, die auch nicht immer gleich in der ersten Runde richtig umgesetzt wird. Außerdem ist es auch so, dass nicht alle Themenkarten leicht verständlich beschrieben sind. Hier wurde in meinen Runden so manches Mal darüber diskutiert, wie ein Kartentext auszulegen ist.

Bei der Grafik scheiden sich die Geister. Während die einen den Zeichenstil sehr originell finden, mögen ihn die anderen - inklusive mir - umso weniger. Ich mag es, wenn ein Hund aussieht wie ein Hund und nicht wie ein Schwein – gerne nehme ich dann gegebenenfalls auch eine Verniedlichung in Kauf, wenn ich dafür aber auf den ersten Blick erkennen kann, was vor mir liegt.

Selten gelingt es, alle drei Vorgaben der Themenkarten gut zu erfüllen. Deshalb ist eine Festlegung auf eher zwei Karten ratsam, denn schließlich hat man auch nicht ewig Zeit zum Grübeln, welche Seite der jeweils beidseitig bedruckten Karten man verwendet, um möglichst viele Punkte zu ergattern. Recht schnell zeigt sich dann, dass – wie bei allen Geschwindigkeitsspielen – die einen das besser können als die anderen, so dass diese Spieler bald die Nase vorn haben werden. Da das Spiel meistens nach drei Runden zu Ende ist, bleibt da auch nicht viel Spielraum zum Aufholen, wenn man einmal hinten liegt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass eine falsch gebaute Stadt (und das passiert oft genug in der Hektik des Geschehens) mit 0 Punkten bestraft wird. Das sorgt für einen Rückstand, der kaum mehr aufzuholen ist, sofern dieses Malheur den anderen Spielern nicht auch mal passiert.

Die Altersempfehlung ab 7 halte ich für zu tief angesetzt. Meine Testrunden mit 8-Jährigen klappten jedenfalls nur bedingt. Die Kinder verzetteln sich meistens so lange damit, die Vorder- und Rückseiten den Karten ausgiebig zu studieren, dass sie dann oft ihre Städte nicht fertigstellen können. Oder sie schaffen es alternativ nur, sich maximal auf eine Vorgabe zu konzentrieren, weshalb sie dann bei den Wertungen schnell hinten liegen.

Wer ein Hektikspiel für eine möglichst homogene Gruppe sucht, wird an Nine Tiles Panic in jeder Besetzung Freude haben, da durch die verschiedenen Themenvorgaben immer wieder neue Kombinationen ins Spiel kommen, deren Schwierigkeitsgrad man auch ein wenig steuern kann, je nachdem, ob man die mit einem Sternchen markierten schwierigeren Karten weglässt oder dazu nimmt.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Nine Tiles Panic: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.05.20 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

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