Rezension/Kritik - Online seit 04.01.2026. Dieser Artikel wurde 1113 mal aufgerufen.
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Der Name Stich für Stich führt etwas in die Irre, denn der erste Gedanke ist, dass es sich um ein klassisches Stichspiel handelt. Das ist nur zur Hälfte richtig, denn das eigentliche Spiel ist eins der Kategorie Deduktionsspiel. Mit dem Ausspielen der Karten sollen Fälle gelöst werden, in dem man den Mörder und die Tatwaffe sucht, dafür erhält man Punkte. Der Name lässt sich eher darauf zurückführen, dass es um einen Mord gehen soll, der gelöst werden muss.
Das Prinzip des Spiels ist einfach und funktioniert gut, man muss sich jedoch ein paar Runden einspielen, bis man die Trumpfregeln verinnerlicht hat, die für die Deduktion entscheidend sind. Ein Spiel hat 4 Ermittlungsrunden, in denen Karten ausgespielt werden und man „Stiche“ erhalten kann. In jeder Runde ist einer der Spieler der Mitwisser, er kennt den Täter und die Mordwaffe, während die anderen keine Ahnung haben. Er hat im Gegensatz zu den anderen Spielern 10 Karten und nicht nur 7 auf der Hand. Seine Aufgabe ist es, die anderen Spieler zu verwirren, denn umso länger diese brauchen, um den Fall zu lösen, desto mehr Punkte bekommt er.
Aber Achtung – hier kommt die Schwierigkeit des Stichspiels hervor, denn der Täter und die Mordwaffe, die der Mitwisser zufällig gezogen hat, sind auch die Trümpfe. Somit also die Karten, die immer stechen. Wie man schon vermuten kann, muss man mit dem Ausspielen der Karten den Mörder und die Waffe ermitteln.
In diesem Sinne gibt es weder Farbzwang noch Stichzwang, denn man weiß ja nicht, was Trumpf ist. In der ersten Ausspielrunde der Karten ist eine gute Strategie, eine Karte auszuwählen, die zeigt, was noch nicht ausgespielt wurde. Zum Beispiel einer spielt den Friseur mit der Axt, der zweite die Influencerin mit dem Messer, dann würde man eine Karte wählen, wo keins dieser vier Elemente vorkommt, die bereits abgebildet sind. Auf diese Weise sollte man schneller dazu kommen, die richtigen Elemente zu finden.
Die Rolle des Mitwissers ist es, nachdem alle eine Karte ausgespielt haben, zu definieren, wer den Stich gewonnen hat. Das macht er nicht nach Lust und Laune, sondern es gibt bestimmte Regeln dafür. Wird ein Volltrumpf gespielt, also eine Karte, die sowohl Täter als auch Mordwaffe zeigt, so gewinnt diese. Stimmt nur eins davon, also beispielsweise die Waffe, dann gewinnt sie, da der Waffentrumpf vor dem Tätertrumpf kommt, wenn Karten mit beiden Symbolen ausgespielt worden sind. Ist keine Karte ein Trumpf, so gewinnt die höchste Karte im Spiel.
Nachdem alle Spieler eine Karte gespielt haben und der Mitwisser den Stich vergibt, können alle anderen Spieler jetzt Mordwaffe und Täter raten. Dafür nehmen sie aus dem eigenen Tableau das entsprechende Täterplättchen sowie Waffenplättchen und schieben diese dem Mitwisser verdeckt zu, dieser darf nur „Falscher Verdacht“ oder „Fall gelöst“ sagen und sonst keine Hinweise geben.
Bei „Fall gelöst“ hat man beides erraten und bekommt jetzt Ermittlungspunkte. Man zählt seine übrigen Handkarten und zählt 1 dazu. Bei „Falscher Verdacht“ muss man in einer weiteren Stichrunde weiterraten, denn es wird nur gesagt, dass der Tipp falsch ist, aber nicht welches Element. Als Hilfe liegen dafür die jeweiligen Karten, die gestochen haben, vor den Spielern aus. Man sollte sich aber auch immer merken, was sonst noch so in einem Stich enthalten ist, um erfolgreich zu kombinieren.
Nach der vierten Ermittlungsrunde werden alle Punkte zusammengezählt, die man in allen Runden erhalten hat. Sowohl Ermittlungspunkte als auch Stichpunkte, die man für jeden gewonnenen Stich erhalten hat. In einer schnellen Ermittlungsrunde, also wenn schnell herausgefunden wurde, was Volltrumpf ist, empfiehlt es sich immer so zu spielen, dass man die meisten Stiche bekommt. Hier kommt wieder mehr das Stichspiel zum Vorschein.
Alles in allem ein nettes Spiel, auch wenn man etwas braucht, um hineinzukommen. Aber wie gesagt, es ist kein schnelles Stichspiel im eigentlichen Sinn und kann daher zu Verwirrung oder Enttäuschung führen. Man muss Deduktionsspiele mögen, damit man dieses Spiel öfter spielt, auch um die interessanten Mechanismen besser zu verstehen. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, es auszuprobieren, um sich eine eigene Meinung zu bilden.
Rezension Isabell Prior
In Kooperation mit der Spielezeitschrift
H@LL9000 Wertung Stich für Stich:
4,0, 3 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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12.10.25 von Isabell Prior |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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23.12.23 von Michael Kahrmann |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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04.01.26 von Frank Gartner - Coole Idee. Ich mag die Kombination aus Stich- und Detektionsspiel. Eine super solide 4 mit Tendenz zur 5. |
Leserwertung Stich für Stich:
4.7, 3 Bewertung(en)
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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27.11.23 von Kichererbse - „Stich für Stich“ ist ein Familien- und Kennerspiel für 3-4 Spieler ab 10 Jahren und dauert etwa 30 Minuten. Worum geht es? Vier zwielichtige Gestalten und sieben dubiose Gegenstände spielen hier die Hauptrolle. Einem Mitwisser ist bekannt, wer Täter und Tatwaffe sind. Alle anderen Spieler tappen im Dunkeln. Doch jeder Stich ist ein Indiz, denn Mörder und Waffe sind immer Trumpf. So kommen die Spürnasen dem Übeltäter Stich für Stich auf die Schliche. Zeitgleich versucht der Mitwisser mit fiesen Sticheleien seine Mitspieler in die Irre zu führen. Nur wer bei den Ermittlungen einen kühlen Kopf bewahrt und seine Karten gut überlegt ausspielt, schafft es den Schuldigen zu überführen. Bei diesem Krimi-Kartenspiel weiß also zunächst nur der Mitwisser über die Trümpfe Bescheid, die für die Überführung des Täters sorgen werden. Aber er denkt nicht im Traum daran, seinen Mitspielern diese Information zu überlassen. Jeder Kriminalfall besteht aus 7 Stichen. Während die Spürnasen Stich für Stich ihr Bestes geben, die Tatwaffe und den Täter zu entlarven, versucht der Mitwisser nur Karten auszuspielen, die alle Ermittler im Ungewissen stochern lassen und auf falsche Fährten führen. Bleiben Täter und Tatwaffe nämlich lange unentdeckt, kann der Mitwisser selbst die meisten Ermittlungspunkte ergaunern und den Spürnasen so eine Nasenlänge voraus bleiben. Gespielt werden mehrere Kriminalfälle als einzelne Stichspiele hintereinander – bis alle Spieler einmal in die Rolle des Mitwissers geschlüpft sind. Fazit: Dieses neuartige Krimi-Kartenstichspiel macht uns großen Spaß und kommt oft auf den Tisch. Denn die Mischung aus Deduktionsspiel und Stichspiel macht es zu einem originären Spiel. Die zahlreichen Karten-Kombinationsmöglichkeiten, die Mechanismen ˋ Infos aus Stichen lesen und alle Spieler sind einmal in der Rolle des Mitwissers ´ lassen „Stich für Stich“ nie langweilig werden. Sehr empfehlenswert und daher Daumen hoch! 😃👍 |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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21.12.23 von Waiko |
| Aufmachung | Spielbarkeit | Interaktion | Einfluss | Spielreiz | Kommentar |
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20.01.24 von Katrin Husmann |