Rezension/Kritik - Online seit 21.12.2007. Dieser Artikel wurde 5448 mal aufgerufen.

Zocken

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Autor: Tony Richardson
Illustration: Anke Pohl
Thilo Rick
Verlag: Schmidt Spiele
Rezension: Günter Berberich
Spieler: 2 - 4
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2007
Bewertung: 2,2 2,2 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 4846
Zocken

Spielziel

Zocken! - Ein Würfelspiel, bei dem jeder Spieler Aufgabenkarten erhält, die er erfüllen muss. Der Schwierigkeitsgrad und die Aufgabenstellung sind dabei variabel.

Ablauf

Abhängig von der Spielerzahl erhalten die Mitspieler verdeckt 4 bis 6 Karten. Jede Karte besitzt folgende Merkmale:

    1. Anzahl der beteiligten Spieler.

    2. Anzahl der Chips, die man gewinnen kann

    3. Anzahl der Würfel pro Spieler

    4. Aufgabenstellung

    5. Maximale Wurfzahl

    6. Würfel pro Zug rauslegen?

Ist ein Spieler an der Reihe, so wählt er aus seinen Handkarten eine Karte aus. Seine Handkarte zeigt an, ob der aktive Spieler für sich alleine würfelt, eine zweite Person zum Würfelduell auffordern muss oder alle Spieler gleichzeitig mitspielen müssen. Die Anzahl der zu gewinnenden Chips richtet sich nach der Schwierigkeit der Aufgabenstellung. Diese Aufgabenstellungen reichen von Altbekanntem, wie z. B. Full House, Mehrlingen und Straßen, bis zu recht kuriosen Aufgaben.

Die gewonnen Chips können pro Zug für bestimmte Aktionen eingesetzt werden: noch einmal würfeln, Karte nach missglücktem Versuch ablegen, Karte mit einem Mitspieler tauschen, einem Mitspieler eine Karte geben oder einen komplett neuen Versuch starten. Die Kosten für diese Aktionen liegen zwischen 1 und 5 Chips. Gewonnen hat der Spieler, der als Erster keine Karten mehr hat.

Fazit

Material: Die Spielkarten sind übersichtlich gestaltet. Die Aufgaben auf den jeweiligen Karten sind im Text gut beschrieben und darüber hinaus grafisch dargestellt. Hierdurch hat man schnell erfasst, worum es geht. Die beiliegenden großen roten Würfel lassen ein gewisses "Zockerfeeling" aufkommen. Dieses Gefühl wird meines Erachtens nur durch die Qualität der Spielchips getrübt. Es handelt sich hierbei um dünne grüne Plastikchips. Hier hätte man nicht am falschen Ende sparen sollen. Klassische "Pokerchips" hätten das Spiel abgerundet. Die Schachtel bietet ausreichend Platz dafür!

Bewertung: Das Spiel macht grundsätzlich Spaß. In einigen Spielerunden kam es aber bei dem ein oder anderen Mitspieler zu Frustsituationen. Erhält man bei der Kartenverteilung ausschließlich Karten, deren Schwierigkeitsgrad recht hoch einzustufen ist (teilweise schon bei Karten ab drei Chips), ist es sehr schwer, sich Chips zu erspielen, die man für anschließende Aktionen benötigt. Es kam nicht selten vor, dass ein Spieler alle seine Karten erfüllt hatte, ein anderer Spieler dagegen noch nicht eine einzige.

Als "Absacker" oder für zwischendurch eignet sich das Spiel auf jeden Fall. Bei dem momentanen Überangebot an Pokersets und Zubehör steht es jedem frei, die beiliegenden Chips schnell zu ersetzen.

Mit der unten angeführten Regelvariante kann der Frustfaktor minimiert werden.

Rezension Günter Berberich

Regelvarianten

Der Kartenstapel kommt offen in die Mitte und der Startspieler beginnt zu würfeln. Hat er die Aufgabe erfüllt, bekommt er die Karte und die gewonnenen Chips. Sein linker Mitspieler versucht nun, die nächste oberste Karte des Stapels zu erwürfeln. Schafft er dies nicht, ist solange der nächste Mitspieler mit derselben Karte an der Reihe, bis die Karte erwürfelt wurde oder sie nach einer Runde aus dem Spiel kommt.

Gewonnene Chips können nur bei dieser Variante lediglich für einen zusätzlichen Würfelversuch eingesetzt werden. Jeder dieser Versuche kostet einen Chip. Folgende Siegbedingungen sind möglich:

1. Der erste Spieler, der eine zuvor festgesetzte Anzahl von Chips erreicht hat, gewinnt.

2. Der erste Spieler, der eine zuvor festgesetzte Anzahl von erfüllten Karten erreicht hat, gewinnt.

3. Der Kartenstapel wird komplett durchgespielt. Der Spieler mit den meisten Chips gewinnt.

4. Der Kartenstapel wird komplett durchgespielt. Der Spieler mit den meisten erfüllten Karten gewinnt.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Zocken: 2,2 2,2, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.09.07 von Günter Berberich - Mit der Regelvariante würde ich die Note 4 vergeben.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.03.07 von Carsten Pinnow - Dann lieber Kniffel, da hat man wenigstens noch Entscheidungsmöglichkeiten.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.03.07 von Uta Weinkauf
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.12.07 von Jost Schwider - OK, es ist ein Würfelspiel. Aber im Gegensatz zu Spielen wie Bluff gibt es hier keinen ausgleichenden Bluff-Faktor. Im Gegensatz zu Spielen wie Gambler existieren keinerlei statistische Faktoren, die man für seine "Planung" berücksichtigen könnte. Und im Gegensatz zu Spielen wie HeckMeck kann es sich viel zu lange hinziehen (wenn nämlich nur noch die "unmöglichen" Aufgaben, aber keine Chips mehr im Spiel sind). --- Zocken! ist also nur etwas für Leute, welche gerne gespielt werden (Note 2, mit starker Tendenz zur 1). Ich persönlich spiele dagegen lieber HeckMeck (oder gleich Mäxchen)! ;o)
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.12.07 von Michael Schlepphorst - Dann kann man ja auch gleich Asse ziehen ...

Leserbewertungen

Leserwertung Zocken: 4,0 4.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.06.08 von Andreas D. Becker - Als kurzer Absacker okay. Ist halt ein reines Glücksspiel - wie Roulette. Aber das spiele ich auch manchmal ganz gern. Manchmal kommt bei Zocken zum Würfelglück noch Kartenglück (wer muss einfache, wer fast unmögliche Aufgaben erfüllen?) hinzu. In der richtigen Runde wird aber auch viel gelacht.

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