Rezension/Kritik - Online seit 31.07.2003. Dieser Artikel wurde 4853 mal aufgerufen.

Arne

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Autor: Arne Lauwers
Verlag: Lauwers Games
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 - 4
Dauer: 10 - 30 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2002 / 2003
Bewertung: 1,9 1,9 H@LL9000
1,8 1,8 Leser
Ranking: Platz 5382
Arne
Arne

Spielziel

Durch Ablegen von Karten versuchen die Spieler möglichst viele Punkte zu gewinnen.

Ablauf

Die 92 Karten lassen sich in weiße und schwarze Karten unterteilen, die unterschiedliche Funktionen inne haben. Jeder Spieler zieht eine Karte für seine Spielfarbe. Bei 2 Spielern erhält jeder Spieler zwei Farben. Zu Beginn werden an jeden Spieler 8 Karten verteilt. Die restlichen Karte werden zum Nachziehen bereit gelegt.

Spielablauf

Der Spieler nimmt zunächst eine Karte vom Stapel. Anschließend kann er eine weiße oder eine weiße und eine schwarze Karte ausspielen.

Die weißen Karten legt der Spieler vor sich selbst ab oder wirft sie auf den Ablagestapel, wenn er sie nicht gebrauchen kann:

Wertekarten von 50 bis 1000 müssen der eigenen Farbe entsprechen, um sie vor sich ablegen zu können.

Die "X2" Karte sind ebenfalls von der Farbe abhängig und verdoppeln den gesamten Punktewert eines Spielers.

Mit Hilfe der "X3" kann der Wert einer einzelnen Karte verdreifacht werden, oder sie wird auf eine "X2" gelegt, um so den Gesamtwert zu verdreifachen.

Mit weiteren Karten kann man einen Mitspieler zwingen bis zu zwei Karten der Farbe des ausspielenden Spielers vor ihm auszulegen, 3 Karten vom Stapel oder gar eine Karte verdeckt aus der Hand eines Mitspielers zu ziehen.

Die schwarzen Karten können auch außer der Reihe gespielt werden.

Hier gibt es Karten mit denen man sofort an den Zug kommen und/oder gleichzeitig die Spielrichtung ändern kann. Negative Wertekarten für jede Farbe gibt es ebenfalls, die dem jeweiligen Spieler reingedrückt werden können. Durch eine "Cash"-Karte wird der Wert einer Karte auf 0 gesetzt, dies kann nur mit einer Schlosskarte aufgehoben werden. Mit Hilfe einer Chamäleonkarte darf man auch eine Wertkarte einer fremden Farbe auslegen. Mit dem Dieb darf man die oberste Karte des Ablagestapels oder gar eine mit Chamäleon ausgespielte Karte eines Mitspielers stehlen.

Sobald die letzte Karte vom Stapel genommen wird, ist jeder Spieler noch einmal am Zug. In dieser letzten Runde werden keine Karten mehr gezogen und jeder Spieler darf in der gesamten Runde nur noch eine schwarze Karte spielen.

Der Spieler, der auf den höchsten Punktestand kommt, erhält einen Punkt für seinen Sieg. Um einen Gesamtsieger zu ermitteln können mehrere Runden gespielt werden und es gewinnt, wer zu zuerst eine bestimmt Anzahl Punkte sammeln konnte (3-5 Punkte sind der Vorschlag des Autors).

Fazit

1. Aufl. altes Design:

Mit "Arne" hat sich Arne Lauwers aus Belgien in Form eines Kartenspiels selbst verewigt. Arne ist sein erstes Spiel und erscheint unter eigenem Label. Seinen Pressemitteilungen zu Folge scheint sich Arne in Belgien recht gut zu verkaufen. Ein besonderes Augenmerk setzt Arne Lauwers nun auf die internationale Vermarktung seines Produkts. Nach eigenen Aussagen, wurde das Spiel bereits in den ersten 5 Monaten 50.000 Stück verkauft und bereits Verträge mit über 15 Ländern und der doppelten Stückzahl in der Tasche. Wenn dem so sein sollte, können wir ihm herzlich hierzu gratulieren. Denn so mancher Großverlag würde sich über diese Verkaufszahlen freuen.

Das "alte" Design: Die Karten sind in einem einfachen Design gehalten, welches sich jedoch beim Spielen als umständlich herausstellte. Denn die Ecken der schwarzen Karten sind mit Arne-Zeichen versehen, so dass man beim Auffächern der Kartenhand die Bedeutung der schwarzen Karten nicht ohne weiteres erkennen kann. Hierzu ist es notwendig die Kartenmitte zu begutachten.

Die "alte" Verpackung: Der Karteninhalt füllt nicht komplett die Verpackung, so dass es beim Stapeln oder Transport des Spiels zur Ausbeulung der Verpackung und letztendlich zu deren Beschädigung kommen kann.

Die "alten" Spielregeln sind in verschiedenen Sprachen beigefügt, so dass das Spiel internationale Verwendung finden kann. Dennoch lässt die Regel einige Fragen offen. Dies hat Autor Arne Lauwers bereits erkannt und auf seiner optisch schön aufbereiteten Arne-Website ein FAQ hierzu errichtet.

Das Spiel ist eine Kreuzung zweier Mechanismen: Dem normale Durchlauf, bei dem man zuerst eine Karte nimmt und dann eine weiße Karte ausspielt und das Dazwischenfunken mit den schwarzen Karten. Zwar lässt Arne hierdurch einige interaktive Spielzüge zu, letztendlich spielt aber das Glück den Hauptfaktor. Was nützt es, wenn man das Glück hat Bonus-Karten auf die Hand zu bekommen, wenn diese ein Mitspieler mit einer Crash-Karte wieder kaputt macht? OK, wenn man zufällig eine Diebkarte auf der Hand hält, kann man sich dagegen verteidigen. Falls nicht, habe ich Pech gehabt. Alles sehr zufällig.

Der Sinn der " -200"-Karte ist für mich die fraglichste Karte. Sie kann nur auf den Spieler gespielt werden, dessen Farbe die Karte hat. Es gibt also nur 2 Möglichkeiten: Entweder hat die Karte einer der Gegenspieler, dann wird sie irgendwann vor mir liegen und ich habe -200 Punkte, oder ich habe selbst diese Karte und kann sie auf dem Ablagestapel entsorgen. Mit einem Chamäleon kann man die Karte noch bei einem anderen Spieler anlegen, würde aber kaum jemand tun, denn ein Chamäleon lässt sich effektiver nutzen.

Gegen Ende kann es durchaus noch spannend werden. In unseren Runden entschied aber häufig eine zum Ende des Spiels gelegte Crash-Karte über den Sieg.

Zusammengefasst: Arne ist ein Sammel- und Ablegspiel mit einigen interaktiven Elementen. Für reine Gelegenheits- oder typische Unospieler ist Arne durch seine Vielzahl an unterschiedlichen Spielkarten und Möglichkeiten fast schon wieder zu kompliziert (bzw. anstrengend), "echte Spieler" hingegen erwarten etwas mehr Spieltiefe. Bedingt durch den hohen Glücksanteil und das umständliche Handling konnte "Arne" bei unseren Spielrunden in dieser Form nicht Punkten.

Rezension Frank Gartner

Fazit

2. Auflage neues Design:

Nachdem die erste Auflage einige Mängel vorzuweisen hatte (s.o.), was die grafische Gestaltung des Spiels, die mitgelieferte Regel und die Verpackung anging, wurden das Spiel noch einmal überarbeitet und Anfang 2003 neu herausgebracht.

Das neue Design: Die Karten sind nach wie vor in einem einfachen Design gehalten. Das Manko der Erstversion, an den Ecken der Karte nicht erkennen zu können, um welche Karte es sich handelt, wurde bereinigt. Die Symbolik ist dennoch etwas gewöhnungsbedürftig und kann auf Einsteiger erst einmal verwirrend wirken.

Die Verpackung wurde eindeutig verbessert, so passen die Karten und die dazugehörige Anleitung gut in die dafür vorgesehene Schachtel.

Auch die Spielregeln wurde komplett überarbeitet, einige Regellücken geschlossen und mit vielen Beispielen versehen. Diese geben gerade Gelegenheitsspielern besondere Einsatzbeispiele. Dies ist eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem wirkt das riesige Faltblatt, in dem die Spielregel spaltenweise in verschiedenen Sprachen angeordnet ist, unhandlich und unübersichtlich. Hier wären zusätzliche 4 kleine Kurzübersichten für die Spieler sehr hilfreich gewesen!

Am Spiel selbst hat sich nichts geändert. Trotz eindeutig besserem Handling durch die überarbeitete Grafik und Regeln, konnte Arne nicht überzeugen. Für reine Gelegenheits- oder typische Unospieler wirkt Arne, durch seine Vielzahl an unterschiedlichen Spielkarten und Möglichkeiten, einfach überfrachtet, "echte Spieler" hingegen erwarten mehr Einfluss und Spieltiefe. Nach meiner Information plant Arne Lauwers eine Erweiterung. Ob er dem Spiel damit einen Gefallen tut - ich bin mir nicht sicher.

Rezension Frank Gartner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Arne: 1,9 1,9, 8 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Christian Preuß
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Jörn Griesbach
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Thomas Burger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Christiane Brecht
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.05.09 von Michael Andersch - Da hat die Welt nicht drauf gewartet...

Leserbewertungen

Leserwertung Arne: 1,8 1.8, 5 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Rolf Braun
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Dirk Van Erps - Nie und nimmer wurden von diesem Spiel 50.000 Exemplare verkauft - es gibt keine 50.000 Spielidioten. Das ist nur ein der vielen Marketinglügen die wir uns anzuhören haben. Selten habe ich mich so betrogen gefühlt mit einen Spielkauf (10 EUR!!!) - und muss sagen, dass ich am Anfang so stolz war auf meinen Landsmann.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.05.04 von Sarah Kestering
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.08.04 von Roland Sciarra - da spiel ich doch lieber uno. unbraucbar :-(
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.02.11 von RS

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