Rezension/Kritik - Online seit 13.08.2004. Dieser Artikel wurde 4942 mal aufgerufen.

Commissario

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Autor: Wolfgang Kramer
Horst-Rainer Rösner
Illustration: Die Agentur GmbH
Verlag: Phalanx Games B.V.
Rezension: Jochen Traub
Spieler: 2 - 5
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2004
Bewertung: 3,5 3,5 H@LL9000
Ranking: Platz 4084
Download: Kurzspielregel [PDF]
Commissario

Spielziel

Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Leiters der Kriminalpolizei und befehligen 6 Kommissariate, die versuchen, Verbrecher dingfest zu machen. Dabei gilt es, den richtigen Kommissar zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben. Wer am Ende die meisten und kriminellsten Verbrecher in seinem Gefängnis sitzen hat, gewinnt das Spiel.

Ablauf

Spielvorbereitung:

Jeder Spieler bekommt einen Kartensatz mit 5 verschiedenfarbigen Kommissaren und einer Verdopplungskarte. Als Start bekommt jeder Spieler ein zufällig zugeteilten lila Personenkartenpaar (1/-1; 2/-2;3/-3,4/-4;5/-5) mit dem Gesamtwert 0. Somit hat jeder 2 Personenkarten vor sich in seinem Gefängnis liegen. Die fünf Bonuskarten werden in der Mitte des Spieltischs nebeneinander gelegt. Hier werden später die Personenkarten angelegt. Die Personenkarten, bestehend aus Karten mit positiven und negativen Werten, werden gemischt und verdeckt bereit gelegt. Die Handschellenkarte markiert den Startspieler.

Ablauf:

  • Personenkarten auslegen:

    Der Startspieler deckt doppelt so viel Personenkarten auf wie Mitspieler auf. Diese werden passend zu den Farben an die Bonuskarten in die Mitte des Tisches gelegt.

  • Verhaftungsreihenfolge festlegen:

    Die Verhaftungsreihenfolge ist wichtig für das spätere Aussenden der Kommissare. Es beginnt normalerweise der Startspieler, jedoch ist es möglich, die Reihenfolge durch das Freilassen eigener, bereits verhafteter Insassen zu beeinflussen. Um in der Zugreihenfolge nach vorne zu kommen muss man jedoch Punktebringende Insassen freilassen. Zur Kennzeichnung der Verhaftungsreihenfolge werden die Gefängniskarten entsprechend den Spielern zugeteilt.

  • Kommissarkarten auswählen:

    Nun wählt jeder Spieler verdeckt zwei Kommissare. Damit definieren sie, bei welcher Farbe sie später Verhaftungen durchführen wollen.

    Möchte man zweimal an derselben Farbe verhaften, so wählt man die Farbe und die 2x Karte aus.

  • Verhaftungen ausführen:

    In der Reihenfolge der Gefängniskarten führt nun jeder Spieler eine Verhaftung durch. Dazu dreht er einen seiner zuvor verdeckt gewählten Kommissare auf und nimmt sich eine der ausliegenden Personenkarten in der Farbe des aufgedeckten Kommissars. Diese legt er vor sich in seinem Gefängnis ab. Liegen von der gewünschten Farbe keine Karten mehr aus, verhaftet er niemanden. Nachdem jeder Spieler einmal am Zug war, wird in umgekehrter Reihenfolge der Gefängniskarten eine weitere Person verhaftet.

    Als Variante wird beschrieben, dass die Verhaftungen in der entgegengesetzten Reihenfolge des Auslegens der Personenkarten erfolgen muss. Man hat also nicht die freie Wahl aller Personenkarten einer Farbe hat, sondern muss sich immer die oberste Karte einer Farbe nehmen. Dadurch kann es zu Situationen kommen, in denen erst Minuspersonenkarten verhaftet werden müssen, um an die wertvollen Pluskarten zu gelangen.

  • Rundenende / Startspielerwechsel: Anschließend wird die Startspielerkarte weitergereicht.

Spielende / Endwertung:

Das Spiel endet nach der Runde, in der nicht mehr genügend Personenkarten nachgelegt werden konnten.

Jeder Spieler zählt die positiven Punkte seiner Personenkarten in seinem Gefängnis zusammen. Negative Personenkarten werden davon abgezogen. Der Spieler mit den meisten Punkten einer Farbe erhält zusätzlich die entsprechende Farbbonuskarte aus der Tischmitte.

Wer nun die meisten Gesamtpunkte erzielt hat, gewinnt das Spiel.

Fazit

Commissario beginnt immer mit dem Sortieren der Spielkarten. Es wäre sehr hilfreich, wenn die Rückseiten der Sonderkarten und die der Personenkarten unterschiedlich wären. Das Material der Karten ist von sehr guter Qualität. Durch spezielles Papier und Leinenprägung sind die Karten sehr griffig, knickunempfindlich und lassen sich gut mischen. Leider fiel auf, dass durch die schwarze Farbe der Karten Macken an den Kartenrändern wesentlich schneller zu sehen sind als bei weissen Karten.

Die Aufmachung der Karten ist sehr gelungen, zumal die Comic-Figuren in unseren Spielerunden immer wieder gerne mit gleichnamigen Spielern verglichen wurden. Wir hatten damit einen Riesenspass. Die 5 Farben der Karten sind deutlich zu unterscheiden und führten damit nie zu Verwechslungen.

Die Spielregeln sind sehr einfach und übersichtlich gehalten. Mit einem ausführlichen Beispiel ist der Einstieg auch für ungeübte Regelleser leicht.

Das Spiel ist mit einer Spieleranzahl von 2-5 Teilnehmern sehr gut spielbar. Je weniger Spieler teilnehmen, desto strategischer wird das Ganze, da zwischen den beiden eigenen Verhaftungen weniger fremde Verhaftungen durchgeführt werden.

Commissario ist im Bereich schnelles, lockeres Kartenspiel einzuordnen. Die 30 Minuten Spieldauer, die auf der Schachtel angegeben sind, wurden von uns meist unterboten und sind daher eher als obere Spielzeitgrenze anzusehen. Es ist zu empfehlen, das Spiel auf jeden Fall auch mit der oben beschriebenen Variante zu spielen. Durch die Einschränkung der freien Wahl wird das Spiel taktischer und es ergeben sich dadurch viele neue Aspekte und mögliche Spielzüge.

Das Thema passt gut zum Spiel. Allerdings ist es nicht logisch, dass man durch die Freilassung negativer Personenkarten in der Verhaftungsreihenfolge nach hinten gelangt, da diese in der Regel als gute Bürger beschrieben werden. Für den Spielablauf ist es allerdings vernünftig und passt wiederum.

Das Spiel hat in einer meiner Spielerunden so viel Spass gemacht, dass wir es dank der kurzen Spieldauer mehrfach hintereinander gespielt haben. Andere Mitspieler fanden, das Spiel habe zu wenig Einflussmöglichkeiten und beurteilten es daher als zu glücksbetont und etwas fade. Wie gesagt: Der Einfluss am Spiel steigt mit abnehmender Spielerzahl. Aber gerade durch die Überraschung bei den Verhaftungen kommt eben auch Leben ins Spiel.

Rezension Jochen Traub

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Commissario: 3,5 3,5, 12 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.07.04 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.05.04 von Roland Winner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.05.04 von Anette Bippus-Darting
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.06.04 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.06.04 von Hans-Peter Stoll
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.06.04 von Kathrin Nos - Die Noten beziehen sich auf die Variante, in der man nur die jeweils zuunterst liegende Karte "verhaften" darf.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.07.04 von Michael Andersch
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.08.04 von Uta Weinkauf
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.08.04 von Nicole Biedinger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.08.04 von Stephan Gehres
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.08.04 von Frank Gartner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.05.07 von Peter Nos

Leserbewertungen

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