Rezension/Kritik - Online seit 06.03.2005. Dieser Artikel wurde 7366 mal aufgerufen.

Der Prestel Schlossgarten

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Autor: Ulf Siebert
Verlag: Prestel
Rezension: Roland Winner
Spieler: 2 - 4
Alter: ab 9 Jahren
Jahr: 2004
Bewertung: 3,7 3,7 H@LL9000
3,2 3,2 Leser
Ranking: Platz 4965
Download: Kurzspielregel [PDF]
Der Prestel Schlossgarten
Tags:Legespiel

Spielziel

Ziel des Spiels ist es, viele und zugleich möglichst wertvolle Landschaftsfelder einzusammeln und die eigenen Gartenelemente nach bestimmten Gestaltungsregeln zu verbauen. In beiden Fällen gibt es Punkte: Wer zuerst 21 Punkte erreicht, gewinnt.

Ablauf

Nachdem jeder Spieler seine 3 Figuren (König, Gärtner, Baumeister) auf die vorgegebene Startpositionen gesetzt hat und die Konstellationskarten verdeckt bereit liegen, zieht jeder noch 1 Karte als Erstausstattung.

Der Spieler am Zug zieht 1 Konstellationskarte und spielt 1 der nun 2 Handkarten aus: Er versucht nun durch beliebiges Ausrichten der Karte die Positionen der darauf abgebildeten Figuren nachzustellen. Dazu werden die eigenen Figuren um bis zu 5 Schritte bewegt, wobei alle Richtungen erlaubt sind und u.a. gegnerische Figuren auf andere Plätze verdrängt werden können.

Das Ziel am Ende der Bewegung ist, genau in einer für einen eigenen Untertan günstigen Position zu stehen. Könige sind tabu, d.h., sie dürfen weder verdrängt noch übersprungen werden. Zur Erreichung der Position darf man eine fremde Figur (Gärtner oder Baumeister) einbeziehen, nicht aber bewegen.

Passen die Positionen der Figuren zur Karte, kann genau 1 eigener Untertan ein an ihn direkt angrenzendes Feld (alle Richtungen) in eine Baugrube umbauen und/oder auf einem angrenzenden Bauplatz ein Gartenelement errichten oder überbauen. Jeder Spieler hat zu Beginn 6 Elemente in 3 Größen, je 3 für den Gärtner und für den Baumeister. Die überbauten Landschaftsfelder (umgedreht = Baugruben) bringen dem Spieler Punkte im Wert von 1 bis 3 und die eigenen eingesetzten Elemente je nach Größe 1 bis 3 Punkte. Überbaute Elemente bekommt der jeweilige Besitzer zurück. Der nächste Spieler ist an der Reihe. Passen dagegen die Positionen nicht, legt der Spieler die Karte ab und der nächste Spieler ist am Zug.

Das Spielende tritt sofort ein, wenn ein Spieler mindestens 21 Punkte erreicht hat.

Fazit

Gut ausgestattet ist Der Prestel Schlossgarten mit den schön aussehenden Gartenelementen, die im Verlaufe des Spiels das Rasengrün verdrängen und so zur Wirkung kommen. Die Gartenfelder fügen sich gut in den vierteiligen zusammensteckbaren Außenrahmen ein.

Über die Spielregel kann ich mich leider nicht so positiv äußern, da ihr Aufbau in einer ungewöhnlich strukturierten Form vorliegt. Man findet hier nicht wie üblich systematisch Aktion für Aktion abgehandelt, sondern muss die Regel als Ganzes verinnerlicht haben bzw. immer wieder Abschnitte nachlesen. So erschliessen sich nicht alle Abläufe sofort in allen Konsequenzen, und es bedarf schon einer Test-Partie, um dabei durch die entstehenden Situationen die Regeln noch einmal nachzulesen.

Das Spiel an sich ist trotzdem nicht als kompliziert zu bezeichnen. Je nach Spielermentalität kann es aber denklastig werden, da doch durch die beliebigen Möglichkeiten der Ausrichtung der beiden Konstellationskarten auf der Hand bis zu 8 verschiedene Ansätze für einen Zug geprüft werden wollen. Da gibt es dann jede Menge virtuelle Züge zu überdenken, schliesslich kann man bis zu 5 Bewegungspunkte einsetzen.

Durch Bauen/Überbauen von Gartenelementen kann ein Spieler max. 12 Siegpunkte erreichen, wobei nicht alle davon gesichert sind. Die Elemente mit 1 oder 2 Feldern werden gern von Mitspielern überbaut, daher ist man gefordert, höherwertige Gartenfelder (möglichst zu je 3 Punkten) zu sammeln, wenn man die Siegbedingung von 21 Punkten schaffen will. Zu diesem Zweck ist es nützlich, wenn man durch das Überbauen eigener Elemente durch Mitspieler diese Elemente zurück erhält und so weitere Felder zu Baugruben wandeln kann, welche man direkt oder später überbaut. Mit jedem neuen Element im Spiel wird es natürlich auch unübersichtlicher und die Planungen dauern länger. Es bietet sich hier ernsthaft an, eine 3 Minuten-Sanduhr einzusetzen, die ab Aufnahme der 2. Konstellationskarte zu Beginn eines Zuges läuft.

Trotzdem ist Der Prestel Schlossgarten reizvoll zu spielen und die Gartenplanung und das Punkten machen Spass. Erstaunlicherweise fehlt es bei zunehmender Mitspielerzahl nicht an Möglichkeiten zur Entwicklung und damit zur Erzielung hoher Punkte. Da der Startspieler offensichtlich einen wesentlichen Vorteil hat, ist es empfehlenswert, entgegen der Spielregel nach Erreichen der Siegbedingung die laufende Runde zu Ende zu spielen anstatt sofort zu beenden. Der Prestel Schlossgarten gefällt mir als 2-Personen-Variante gut, zu viert aber etwas besser, da mehr Spannung aufkommt. Der Prestel Schlossgarten hat auf jeden Fall Potential für Taktiker, auch wenn das Kartenglück mit entscheidet.

Rezension Roland Winner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Der Prestel Schlossgarten: 3,7 3,7, 15 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.03.05 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.10.04 von Ulrich Fonrobert - Ein sehr schön aufgemachtes Denkspiel, in dem sich die Interaktion darauf beschränkt, dem anderen das "Gärtnerleben" schwer zu machen. Trotzdem in ca. einer Stunde zu spielen und von 2 bis 4 Personen gut geeignet.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.11.04 von Michael Andersch - Wunderbare Optik, die allerdings aus spielerischer Sicht (Übersichtlichkeit) nicht zu 100% überzeugen kann. Das Spiel selbst hat ein nettes Prinzip, liefert allerdings durchaus "Grübelpotential", was einigermassen spielflusshemend sein kann und der Hauptgrund für meine eher negative Bewertung ist.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.11.04 von Marion Scheben
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.12.04 von Kathrin Nos - Mein Ersteindruck nach der Messe war: Spielreiz 5. Leider muss ich diesen nach mehreren weiteren Partien (in allen möglichen Besetzungen) nach unten korrigieren. Beim neuerlichen Spiel traf ich beim Nachlesen der Regel (auf der Messe wurde uns das Spiel erklärt) auf einige offene Fragen. Die Regeln sind nicht sehr intuitiv. Der Spielfluss wird gehemmt, wenn man seine Konstellationskarte erst zu Beginn des eigenen Zuges nachzieht. Besser, man füllt am Ende des Zuges auf zwei Handkarten auf: Dann kann man schonmal während der Züge der Mitspieler nachdenken.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.12.04 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.01.05 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.01.05 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.02.05 von Carsten Pinnow
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.02.05 von Christiane Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.02.05 von Barbara Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.03.05 von Jörn Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.03.05 von Bernd Eisenstein - Zu zweit baut jeder vor sich hin - es ist zuviel Platz auf dem Plan. Die Regel weisen leider ziemliche Lücken auf.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.11.05 von Ralph Bruhn
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.12.05 von Udo Kalker

Leserbewertungen

Leserwertung Der Prestel Schlossgarten: 3,2 3.2, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.03.05 von Sarah Kestering
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.03.05 von Björn Kalies
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.04.05 von Denis - Grafisch sehr schön, spielerisch aber eher durchschnitt und nicht wirklich überzeugend. Für hin und wieder ganz nett, aber es gibt deutlich besseres.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.03.09 von herbert meier
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.09.14 von Kauz - Die Herrschaften herumzuschieben, gehört zu meinen liebsten Aufgaben. Aber am Ende artet dieses Spielchen doch immer in echte Arbeit aus - so habe ich mir das als Seneschall nicht vorgestellt...

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