Rezension/Kritik - Online seit 06.03.2005. Dieser Artikel wurde 9356 mal aufgerufen.

Der Prestel Schlossgarten

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Autor: Ulf Siebert
Verlag: Prestel
Rezension: Roland Winner
Spieler: 2 - 4
Alter: ab 9 Jahren
Jahr: 2004
Bewertung: 3,7 3,7 H@LL9000
3,2 3,2 Leser
Ranking: Platz 6001
Download: Kurzspielregel [PDF]
Der Prestel Schlossgarten
Tags:Legespiel

Spielziel

Ziel des Spiels ist es, viele und zugleich mglichst wertvolle Landschaftsfelder einzusammeln und die eigenen Gartenelemente nach bestimmten Gestaltungsregeln zu verbauen. In beiden Fllen gibt es Punkte: Wer zuerst 21 Punkte erreicht, gewinnt.

Ablauf

Nachdem jeder Spieler seine 3 Figuren (Knig, Grtner, Baumeister) auf die vorgegebene Startpositionen gesetzt hat und die Konstellationskarten verdeckt bereit liegen, zieht jeder noch 1 Karte als Erstausstattung.

Der Spieler am Zug zieht 1 Konstellationskarte und spielt 1 der nun 2 Handkarten aus: Er versucht nun durch beliebiges Ausrichten der Karte die Positionen der darauf abgebildeten Figuren nachzustellen. Dazu werden die eigenen Figuren um bis zu 5 Schritte bewegt, wobei alle Richtungen erlaubt sind und u.a. gegnerische Figuren auf andere Pltze verdrngt werden knnen.

Das Ziel am Ende der Bewegung ist, genau in einer fr einen eigenen Untertan gnstigen Position zu stehen. Knige sind tabu, d.h., sie drfen weder verdrngt noch bersprungen werden. Zur Erreichung der Position darf man eine fremde Figur (Grtner oder Baumeister) einbeziehen, nicht aber bewegen.

Passen die Positionen der Figuren zur Karte, kann genau 1 eigener Untertan ein an ihn direkt angrenzendes Feld (alle Richtungen) in eine Baugrube umbauen und/oder auf einem angrenzenden Bauplatz ein Gartenelement errichten oder berbauen. Jeder Spieler hat zu Beginn 6 Elemente in 3 Gren, je 3 fr den Grtner und fr den Baumeister. Die berbauten Landschaftsfelder (umgedreht = Baugruben) bringen dem Spieler Punkte im Wert von 1 bis 3 und die eigenen eingesetzten Elemente je nach Gre 1 bis 3 Punkte. berbaute Elemente bekommt der jeweilige Besitzer zurck. Der nchste Spieler ist an der Reihe. Passen dagegen die Positionen nicht, legt der Spieler die Karte ab und der nchste Spieler ist am Zug.

Das Spielende tritt sofort ein, wenn ein Spieler mindestens 21 Punkte erreicht hat.

Fazit

Gut ausgestattet ist Der Prestel Schlossgarten mit den schn aussehenden Gartenelementen, die im Verlaufe des Spiels das Rasengrn verdrngen und so zur Wirkung kommen. Die Gartenfelder fgen sich gut in den vierteiligen zusammensteckbaren Auenrahmen ein.

ber die Spielregel kann ich mich leider nicht so positiv uern, da ihr Aufbau in einer ungewhnlich strukturierten Form vorliegt. Man findet hier nicht wie blich systematisch Aktion fr Aktion abgehandelt, sondern muss die Regel als Ganzes verinnerlicht haben bzw. immer wieder Abschnitte nachlesen. So erschliessen sich nicht alle Ablufe sofort in allen Konsequenzen, und es bedarf schon einer Test-Partie, um dabei durch die entstehenden Situationen die Regeln noch einmal nachzulesen.

Das Spiel an sich ist trotzdem nicht als kompliziert zu bezeichnen. Je nach Spielermentalitt kann es aber denklastig werden, da doch durch die beliebigen Mglichkeiten der Ausrichtung der beiden Konstellationskarten auf der Hand bis zu 8 verschiedene Anstze fr einen Zug geprft werden wollen. Da gibt es dann jede Menge virtuelle Zge zu berdenken, schliesslich kann man bis zu 5 Bewegungspunkte einsetzen.

Durch Bauen/berbauen von Gartenelementen kann ein Spieler max. 12 Siegpunkte erreichen, wobei nicht alle davon gesichert sind. Die Elemente mit 1 oder 2 Feldern werden gern von Mitspielern berbaut, daher ist man gefordert, hherwertige Gartenfelder (mglichst zu je 3 Punkten) zu sammeln, wenn man die Siegbedingung von 21 Punkten schaffen will. Zu diesem Zweck ist es ntzlich, wenn man durch das berbauen eigener Elemente durch Mitspieler diese Elemente zurck erhlt und so weitere Felder zu Baugruben wandeln kann, welche man direkt oder spter berbaut. Mit jedem neuen Element im Spiel wird es natrlich auch unbersichtlicher und die Planungen dauern lnger. Es bietet sich hier ernsthaft an, eine 3 Minuten-Sanduhr einzusetzen, die ab Aufnahme der 2. Konstellationskarte zu Beginn eines Zuges luft.

Trotzdem ist Der Prestel Schlossgarten reizvoll zu spielen und die Gartenplanung und das Punkten machen Spass. Erstaunlicherweise fehlt es bei zunehmender Mitspielerzahl nicht an Mglichkeiten zur Entwicklung und damit zur Erzielung hoher Punkte. Da der Startspieler offensichtlich einen wesentlichen Vorteil hat, ist es empfehlenswert, entgegen der Spielregel nach Erreichen der Siegbedingung die laufende Runde zu Ende zu spielen anstatt sofort zu beenden. Der Prestel Schlossgarten gefllt mir als 2-Personen-Variante gut, zu viert aber etwas besser, da mehr Spannung aufkommt. Der Prestel Schlossgarten hat auf jeden Fall Potential fr Taktiker, auch wenn das Kartenglck mit entscheidet.

Rezension Roland Winner

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Der Prestel Schlossgarten: 3,7 3,7, 15 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.03.05 von Roland Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.10.04 von Ulrich Fonrobert - Ein sehr schn aufgemachtes Denkspiel, in dem sich die Interaktion darauf beschrnkt, dem anderen das "Grtnerleben" schwer zu machen. Trotzdem in ca. einer Stunde zu spielen und von 2 bis 4 Personen gut geeignet.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.11.04 von Michael Andersch - Wunderbare Optik, die allerdings aus spielerischer Sicht (bersichtlichkeit) nicht zu 100% berzeugen kann. Das Spiel selbst hat ein nettes Prinzip, liefert allerdings durchaus "Grbelpotential", was einigermassen spielflusshemend sein kann und der Hauptgrund fr meine eher negative Bewertung ist.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.11.04 von Marion Scheben
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 23.12.04 von Kathrin Nos - Mein Ersteindruck nach der Messe war: Spielreiz 5. Leider muss ich diesen nach mehreren weiteren Partien (in allen mglichen Besetzungen) nach unten korrigieren. Beim neuerlichen Spiel traf ich beim Nachlesen der Regel (auf der Messe wurde uns das Spiel erklrt) auf einige offene Fragen. Die Regeln sind nicht sehr intuitiv. Der Spielfluss wird gehemmt, wenn man seine Konstellationskarte erst zu Beginn des eigenen Zuges nachzieht. Besser, man fllt am Ende des Zuges auf zwei Handkarten auf: Dann kann man schonmal whrend der Zge der Mitspieler nachdenken.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.12.04 von Peter Nos
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.01.05 von Jochen Traub
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.01.05 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.02.05 von Carsten Pinnow
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.02.05 von Christiane Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.02.05 von Barbara Winner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.03.05 von Jrn Griesbach
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.03.05 von Bernd Eisenstein - Zu zweit baut jeder vor sich hin - es ist zuviel Platz auf dem Plan. Die Regel weisen leider ziemliche Lcken auf.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.11.05 von Ralph Bruhn
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.12.05 von Udo Kalker

Leserbewertungen

Leserwertung Der Prestel Schlossgarten: 3,2 3.2, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.03.05 von Sarah Kestering
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.03.05 von Bjrn Kalies
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.04.05 von Denis - Grafisch sehr schn, spielerisch aber eher durchschnitt und nicht wirklich berzeugend. Fr hin und wieder ganz nett, aber es gibt deutlich besseres.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.03.09 von herbert meier
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.09.14 von Kauz - Die Herrschaften herumzuschieben, gehrt zu meinen liebsten Aufgaben. Aber am Ende artet dieses Spielchen doch immer in echte Arbeit aus - so habe ich mir das als Seneschall nicht vorgestellt...

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