Rezension/Kritik - Online seit 06.07.2013. Dieser Artikel wurde 3364 mal aufgerufen.

Diavolo

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Autor: Gilles Lehmann
Corentin Lebrat
Verlag: Asmodee
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 6
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2012
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
3,0 3,0 Leser
Ranking: Platz 3693
Diavolo

Spielziel

Allerorts war in den letzten beiden Jahren von gewissen Spieletrends zu hören. Während man dem vorletzten Jahr nachsagte, dass Würfelspiele hoch im Kurs standen, so wurde die vergangene Saison als das Jahr der kooperativen Spiele bezeichnet.

Mir ist im letzten Jahr jedoch noch ein anderer Trend aufgefallen, nämlich Spiele mit rechnerischen Inhalten. Während dieser mathematische Inhalt bei einigen Spielen direkt aus dem Titel hervorgeht, ist er bei anderen Spielen so geschickt "getarnt", dass es vor allem Kindern noch nicht einmal während des Spielens auffällt, dass sie eigentlich die ganze Zeit über lernen. Ob ganz offensichtlich oder versteckt: Jedes dieser Spiele weiß dem richtigen Publikum zu gefallen, und ich hoffe, dass aus der kommenden Rechenspielauswahl auch für Sie etwas dabei sein wird! Zwei dieser Spiele, die ich auch dieser "Rechenspielgruppe" zuordnen würde, wurden übrigens schon vor einiger Zeit bei Hall9000 vorgestellt, nämlich Qwixx und Yay!.

Ablauf

In die Tischmitte werden der graue sowie alle (bzw. je einer weniger als Spieler mit von der Partie sind) schwarzen, weißen und roten Teufel gelegt. Außerdem erhält jeder Spieler fünf Rubine. Wer an der Reihe ist, würfelt mit den je drei Würfeln in den Farben Weiß, Rot und Schwarz sowie mit dem großen grauen Würfel.

Um das Ergebnis des grauen Würfels muss man sich zuerst kümmern, denn es besagt, inwieweit die restlichen Würfel getrennt nach Farben zu bewerten sind. So kann nach der höchsten oder niedrigsten Summe gefragt werden, nach dem höchsten Einzelwert, nach den meisten ungeraden Zahlen oder dem größten Unterschied zwischen kleinster und größter Zahl. Entsprechend muss man nach einem gleichfarbigen Teufel schnappen.

Wird zum Beispiel nach der Summe gefragt und die roten Würfel ergeben zusammen 12, die weißen 13 und die schwarzen 15, so möchte man einen schwarzen Teufel in seinen Besitz bringen. Leider gibt es davon ja nicht genug, so dass immer ein oder mehrere Spieler leer ausgehen, sofern nicht ein Mitspieler nach einem falschen geschnappt hat. In jedem Fall muss jeder, der falsch geschnappt hat oder leer ausging, einen Edelstein abgeben.

Eine Besonderheit liegt vor, wenn zwei Farben das gesuchte Kriterium erfüllen. In diesem Fall muss man nämlich nach dem grauen Teufel schnappen, den es lediglich einmal gibt. Wer den erwischt und richtig liegt, erhält als Belohnung sogar einen Rubin. Dafür müssen aber alle anderen einen abgeben. Wer keinen Rubin mehr besitzt, scheidet aus. Sieger ist dann natürlich, wer als Letzter mindestens einen Rubin behalten kann.

Fazit

Nicht jeder mag sie, diese Spiele, bei denen nach und nach Mitspieler ausscheiden. Denn damit wird man ab sofort zum Zuschauer degradiert. In diesem Spiel ist das aber nicht so schlimm. Da eine Runde superschnell gespielt ist, habe ich nie erlebt, dass jemand länger als fünf Minuten warten musste, bis das Spiel zu Ende war. Wem aber selbst das zu viel ist, der kann das Spiel einfach dahingehend verändern, dass Schluss ist, sobald ein Spieler keinen Rubin mehr abgeben kann, sofern er müsste. Wer dann die meisten Edelsteine besitzt, hat gewonnen. Allerdings sind 6er-Partien dann sehr schnell zu Ende!

Zum Regelwerk muss gesagt werden, dass dieses zwar recht verständlich ist, dessen Umsetzung aber in der Praxis selten auf Anhieb funktioniert. Bis man die Symbolik des großen grauen Würfels verinnerlicht hat, vergehen für manche einige Partien, in denen sie von Vornherein zum Verlieren verurteilt sind, wenn alle anderen in der Runde die Symbole schon gespeichert haben. Der Ausgang eines Spiels zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen steht also fast schon zu Beginn fest. Es sei denn, man hat jemanden, der das Spiel gut kennt und sich als Moderator zur Verfügung stellt, indem er das Ergebnis des grauen Würfels in der ersten Partie jedes Mal in Kurzform erklärt.

Wenn alle Teilnehmer den grauen Würfel zügig umsetzen können, liegt mit Diavolo aber ein sehr pfiffiges Rechen-Reaktionsspiel vor. Wobei des Öfteren weniger die guten Rechenkünste, als vielmehr ein schnelles Überschlagen bzw. das Verschaffen eines raschen Überblicks von Vorteil sind.

Das hochwertige Material in Form der Teufelchen, der vielen Würfel und der Edelsteine, das komplett in einer kleinen Blechdose mit lediglich 9 cm Durchmesser Platz findet, weiß zu begeistern. Denn dieses Spiel passt in jede Tasche und eine Partie Diavolo kann aufgrund seiner knackigen Spieldauer überall als kurzer Zeitvertreib gespielt werden.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Diavolo: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.03.13 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

Leserwertung Diavolo: 3,0 3.0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.06.13 von corus - Sehr schönes Spiel für reaktionsschnelle Spieler. Da die Dose so klein ist, kann man das Spiel schnell aus der Tasche zaubern, auch für unterwegs gut geeignet!
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.07.13 von Ulrich Roth - Funktioniert leider nicht, weil die Trittbrettfahrer-Strategie (möglichst schnell nehmen, was der erste / stärkste Spieler genommen hat) sich hier lohnt. Immerhin hat es mich daran erinnert, mal wieder das geniale "Bongo" zu spielen!

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