Rezension/Kritik - Online seit 07.04.2010. Dieser Artikel wurde 4039 mal aufgerufen.

Panic Tower

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Autor: keine Angabe
Verlag: Goliath Games
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 8
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2009
Bewertung: 3,5 3,5 H@LL9000
4,3 4,3 Leser
Ranking: Platz 3083
Panic Tower

Spielziel

Das Spielziel ist es, die Anforderungen der Aufgabenkarten zu erfüllen, ohne dass die Türme einstürzen.

Ablauf

Auf jedes der neun unterschiedlich farbigen Felder des Spielbrettes wird einer von neun Startsteinen gesetzt, welche es in drei verschiedenen Größen gibt. Die gemischten Karten liegen als Nachziehstapel bereit. Wer an der Reihe ist, nimmt die oberste Karte vom Stapel und führt die darauf angegebene Anweisung aus. Die Kommandos reichen hier von Erhöhen oder Versetzen bestimmter Türme, Türme unter andere setzen, den höchsten Turm erhöhen, Aussetzen oder andere bestimmen, die statt einem weiterbauen müssen. Sofern man dabei keinen Turm umstößt, folgt der nächste Spieler, war man jedoch zu ungeschickt, erhält man eine Strafmünze und die eingestürzten Bauteile werden vom Spielbrett genommen.

Für das Ausführen der Anweisungen gibt es konkrete Vorgaben. So darf man nichts Schiefes begradigen, darf Türme verschieben, um an die mittleren besser dranzukommen, man darf beide Hände benutzen, um den Tisch laufen, um sich eine bessere Position zu suchen, usw.

Panic Tower endet sofort, wenn ein Spieler die dritte Strafmünze kassiert – dieser Spieler hat dann verloren.

Fazit

Achtung - der Turm fällt!!! - Damit ist eigentlich schon das Wichtigste zu diesem Spiel gesagt. Was gibt es zusätzlich noch zu vermerken? Das Material überrascht ein wenig, denn bei Goliath erhält man üblicherweise Spiele aus Kunststoff. Dass dies bei Panic Tower anders sein muss, merkt man schon, wenn man die Schachtel hoch hebt, denn diese ist ganz schön gewichtig. In der Box selbst gibt es auch keinen vergeudeten Freiraum. Holzklötze, Karten, Chips und sogar der Spielplan finden ihren vorgegebenen Platz.

Die Grafik – oder genauer formuliert: Die Farben von Spielplan und Aufgabenkarten sind leider nicht so gut gelungen wie der Rest des Materials. Bei den Farben kann man nämlich schwarz und dunkelblau sowie rot und pink kaum unterscheiden. Hier kam es in meinen Testrunden immer wieder zu Diskussionen, ob sich denn ein Spieler gerade an die Bearbeitung der richtigen oder falschen Türme machen wollte.

Das ist aber auch der einzige Wermutstropfen an diesem Spiel, denn alles andere verläuft problemlos und macht dabei gehörig Spaß.

Beim Anblick der Holzklötze denkt man vielleicht sofort an den Klassiker Jenga, trotzdem ist das Spielgefühl ein ganz anderes, denn die Aufgabenstellungen sind sehr vielfältig. Einzig das Ergebnis wird früher oder später auch dasselbe sein, nämlich dass der Turm einstürzt.

Laut Schachtelhinweis beträgt die Spieldauer plus/minus 20 Minuten. Das kann ich so nicht bestätigen, denn alles hängt von der Mitspielerzahl und ihrer Geschicklichkeit ab. Das Spiel dauert nämlich so lange, bis ein Mitspieler drei Strafmünzen kassiert hat. Was sich bei acht Spielern (denn für so viele ist Panic Tower ausgelegt) ganz schön hinziehen kann. Zwar kann man durchaus eine 8er-Partie wagen, sollte dann jedoch die Endbedingung unbedingt auf zwei Strafmünzen reduzieren. Wir empfanden das Spiel am angenehmsten zu dritt, viert oder fünft, denn in diesen Besetzungen halten sich die Wartezeiten bis zum nächsten eigenen Zug in Grenzen.

Panic Tower ist ein Spiel, bei dem natürlich Geschicklichkeit eine große Rolle spielt. Aber auch das Glück mischt gehörig mit, denn welchen Turm man wie verändern oder bewegen muss, darf man nicht nach eigenem Gutdünken entscheiden sondern wird durch Karten vorgeschrieben. Deshalb fällt es in die Kategorie Partyspiele und man sollte die eigenen "Künste" oder "Unfähigkeiten" im Spiel nicht allzu ernst nehmen. Auf jeden Fall ist in allen Runden für genügend Spaß und vor allem Schadenfreude gesorgt.

Positiv ist auch zu erwähnen, dass hier wunderbar generationenübergreifend gespielt werden kann. Denn egal, ob 6- oder 60-Jährige – hier haben aufgrund der schnell erklärten Regeln und dem damit verbundenen leichten Spieleinstieg alle ihren Spaß und das schöne Material spricht vor allem Erwachsene sofort an.

Wer also wieder einmal Lust auf ein neues Geschicklichkeitsspiel mit Holzklötzchen hat, kann hier getrost zugreifen.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Panic Tower: 3,5 3,5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.03.10 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.09.10 von Michael Andersch

Leserbewertungen

Leserwertung Panic Tower: 4,3 4.3, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.04.10 von Timo Onken - Ein netter Absacker für zwischendurch. Es ist wirklich erstaunlich, wie hoch sich diese Steine stapeln lassen. Ich finde jedoch nicht, dass die Farben ein Problem sind, solange es hell genug ist.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.10.11 von Matty - Im Grunde ein Jenga-Halbbruder mit erhöhtem Glücksanteil. Dadurch aber auch mit Chancen für Spieler ohne gesegnete Feinmotorik. Die Hölzer könnten einen Tick exakter gefertigt sein, und eine ebene Fläche ist gerade hier sehr wichtig. Dennoch: Das Spiel kam in unterschiedlichen Besetzungen und Spielerzahlen gut bis sehr gut an und macht wirklich Spaß und gute Laune!
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.03.13 von Oliver W. - Ein wunderbar kommunikatives Spiel, das auch Strategen als Warm- up gefällt. Leider sind die Farben wirklich sehr schlecht unterscheidbar. Immer ein Riesenspaß. Dass die Klötzchen nicht 100 % gerade abgesägt worden sind, erhöht eher den Spielspaß.

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