Rezension/Kritik - Online seit 13.05.2010. Dieser Artikel wurde 4339 mal aufgerufen.

Psycho-Pet

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Autor: Christian Fiore
Knut Happel
Verlag: Goldsieber Spiele
Rezension: Volker Sitzler
Spieler: 2 - 6
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2009
Bewertung: 3,2 3,2 H@LL9000
2,5 2,5 Leser
Ranking: Platz 4979
Psycho-Pet

Spielerei-Rezension

Nennen Sie auch ein durchgeknalltes Haustier ihr Eigen? Einen sexsüchtigen Hasen zum Beispiel oder einen Hund, der nur Frauenkleider anzieht. Ja, das kommt Ihnen bekannt vor? Dann sollten Sie ihren Liebling in die Haustierklinik bringen, vielleicht bleiben Sie auch selbst gleich dort.

Genau darum geht es bei dem neuen Goldsieber Spiel Psychopet von den beiden Hausautoren Christian Fiore und Knut Happel. Leider scheint es momentan ein allgemeines Ärgernis zu sein, dass die Schachteln um Welten zu groß sind. Leider ist das auch hier nicht anders. In der Schachtel befinden sich für jeden der zwei bis sechs Spieler eine Doktorfigur und fünf Futternäpfe aus Kunststoff. Von den Haustieren, pardon, den Patienten, gibt es fünf verschiedene - jeweils durch Karten in sieben verschiedenen Wertigkeiten vertreten. Daneben gibt es noch 24 Therapiekarten und gut fünfzig Aktionskarten. Der Spielplan selbst zeigt die Tierklinik, bestehend aus vier Stockwerken mit unterschiedlich vielen Behandlungszimmern.

Die Patientenkarten werden nach Tieren getrennt gemischt und offen ausgelegt. Genauso wird mit den Therapie- und den Aktionskarten verfahren. Bei den Therapiekarten sollte man jetzt noch wissen, dass es jede drei Mal gibt, dies ist nämlich für den weiteren Spielverlauf nicht unerheblich. Denn in der ersten Phase werden diese Karten nacheinander aufgedeckt und offen ausgelegt. Dies geschieht reihum. Sobald eine neue Therapiekarte aufgedeckt wurde, entscheiden sich die Spieler, ob sie unter der zuletzt gelegten Karte ihre Doktorfigur platzieren. Hier gilt es sich schnell zu entscheiden, denn es gibt keine feste Reihenfolge und wer zuerst setzt, ist in der zweiten Phase früher dran. Jede so gesicherte Karte bringt einen Therapiepunkt ein, den es später sinnvoll einzusetzen gilt. Wer länger wartet, hat mehr Punkte zum Einsetzen, es sei denn … Immer wenn eine Therapiekarte zum zweiten Mal zu sehen ist, bricht in der Klinik das Chaos aus. Es werden einerseits keine weiteren Karten mehr ausgelegt und alle bisher nicht gesetzten Doktorfiguren kommen ebenfalls nicht mehr zum Einsatz und es endet die erste Phase.

In der zweiten Phase werden die jetzt gesammelten Punkte investiert. Das Gemeine daran ist, dass keine Therapiepunkte für spätere Runden gebunkert werden können, sondern die in der Runde gesammelten müssen auch gleich verbraucht werden. Für zwei Punkte darf ich mir zum Beispiel eine Aktionskarte nehmen, das Handlimit ist auf drei Karten begrenzt. Effektvoll ist es auch, Futternäpfe zu platzieren. Hier kommen jetzt die verschiedenen Stockwerke der Klinik ins Spiel. Je höher (Stockwerk) ein Napf platziert wird, je höher ist auch die Punktzahl, die dafür benötigt wird. Reichen im ersten Stockwerk noch drei Therapiepunkte, steigt die Anzahl über fünf und sieben bis auf zehn Punkte in der obersten Etage. Im ersten Stockwerk sind zum Beispiel drei Therapiekarten abgebildet. Ist in einer solchen mein Futternapf gesetzt und die gleiche Karte wird bei den Therapiekarten aufgedeckt, bekomme ich dafür einen Bonus von zwei Punkten und drei Punkte in der zweiten Etage. Ein so gesetzter Futternapf bleibt so lange dort, bis ich ihn selbst wieder versetzte. Geht ein anderer Spieler in das gleiche Zimmer, werden die Näpfe einfach gestapelt. Auf diese Weise kann ich mir Bonuspunkte sichern, denn alle eingesetzten Futternäpfe werden bei der Vergabe der Punkte im Idealfall berücksichtigt. Als dritte Möglichkeit, die Therapiepunkte einzusetzen, bleibt noch das Heilen der Patienten. Hier reicht die Bandbreite von sechs bis zu fünfzehn Punkte, die ich zur Heilung brauche.

Wenn dann von den Patientenkarten nur noch ein Stapel übrig ist, endet das Spiel und es kommt zur Wertung. Hier bringt nun ein Tier einen Siegpunkt. Zwei gleiche Tiere bringen schon drei Punkte, dann steigt es jeweils in Dreierschritten weiter und fünf verschiedene Tiere bringen nochmals zehn Punkte. Auch die Aktionskarten „Privatpatient“ erhöhen das Punktekonto und wer dann davon am meisten hat, ist der Oberpsychiater.

Psychopet bietet nicht wirklich viel Neues, aber das Bewährte ist gut gemischt, so dass unter dem Strich gesehen ein durchaus brauchbares Spiel herauskommt. Klasse ist auf jeden Fall das Thema, das auch gut umgesetzt ist. Also durchaus ein Spiel, das zumindest in meinem Regal nicht verstauben wird.

Rezension Volker Sitzler

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Psycho-Pet: 3,2 3,2, 5 Bewertung(en)

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Leserbewertungen

Leserwertung Psycho-Pet: 2,5 2.5, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.03.10 von Christoph Kainrath
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.11.10 von Tim Mertens - Ist das schlecht.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.11.10 von docholz - Völlig überflüssig
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.01.11 von Würfel 66 - In unserer Gruppe (3 Pers.) kam das Spiel gut an :o))

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