Rezension/Kritik - Online seit 08.08.2005. Dieser Artikel wurde 6409 mal aufgerufen.

Snorta

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Autor: Chris Childs
Tony Richardson
Illustration: Michael Menzel
Steve Gray
Per Leveaux
Verlag: AMIGO
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 3 - 6
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 3,5 3,5 H@LL9000
5,5 5,5 Leser
Ranking: Platz 3438
Snorta
Auszeichnungen:2005, Deutscher Lernspielpreis "ab 6 Jahren" Gewinner2005, Deutscher Lernspielpreis "ab 6 Jahren" Nominierung2005, Spiel des Jahres Kinderspiel Empfehlungsliste

Spielziel

Man muss versuchen, seine Karten möglichst schnell loszuwerden. Dazu deckt reihum jeder Spieler eine Karte auf. Sobald zwei gleiche Tiere vor zwei Spielern liegen, müssen diese mit dem Geräusch des jeweiligen Gegners reagieren. Der Schnellere darf dem Langsameren seinen Kartenstapel übergeben und rückt somit dem Ziel, alle Karten loszuwerden, einen Schritt näher.

Ablauf

Jeder Spieler erhält eine der 12 Geräuschekarten, die er seinen Mitspielern zeigt und sein persönliches Tiergeräusch dazu bekannt gibt. So kann ein Hund z. B. knurren, wuff-wuff oder wau-wau von sich geben – die Mitspieler müssen sich das gewählte Geräusch genau merken. Danach dreht jeder seine Geräuschkarte um. Die restlichen 85 Karten werden reihum an alle Spieler verteilt und von jedem Spieler als verdeckter Stapel vor sich abgelegt.

Abwechselnd deckt jeder Spieler die oberste Karte seines Stapels auf. Liegt schon eine aufgedeckte Karte vor ihm, legt er die neue offene Karte auf die alte. Sobald nun zwei Spieler das gleiche Tier vor sich liegen haben, müssen die beiden Beteiligten so schnell wie möglich das Geräusch des anderen Betroffenen nachahmen. Hat der schnellere Spieler das richtige Geräusch des Gegners nachgemacht, so darf er alle seine bisher aufgedeckten Karten an den Verlierer geben. Dieser schiebt die Karten zusammen mit seinen eigenen aufgedeckten Karten unter seinen verdeckten Stapel und das Spiel wird fortsetzt.

Unter all den 12 Tierkarten gibt es auch eine Sonderkarte: Wird diese aufgedeckt, unterbricht man das Spiel kurz. Der Spieler, der am Zug ist, muss nun seine Geräuschkarte gegen eine neue austauschen. Er gibt sein neues persönliches Geräusch bekannt und das Spiel wird fortgesetzt.

Wer zuerst alle seine Karten loswerden konnte, gewinnt die Runde. Er erhält keinen Minuspunkt. Die Mitspieler bekommen für jede Tierkarte in ihren verdeckten Stapeln je 1, für jedes Schwein 2 und für die Sonderkarte 4 Minuspunkte. Danach geht das Spiel in die nächste Runde. Gewinner ist, wer nach einer vorher vereinbarten Rundenzahl die wenigsten Minuspunkte hat.

Fazit

Eine kurze, leicht verständliche Spielregel führt schnell in das Spiel ein.

Auf den Karten sind die Tierköpfe sehr groß abgebildet, was ein schnelles Erkennen leicht möglich macht. Die Karten präsentieren sich in einer ansprechenden Grafik.

Das Spiel selbst ist in wenigen Sätzen erklärt. Anfangs denkt man, dass es sehr schwierig sei, sich die Tiergeräusche der Mitspieler zu merken, vor allem, wenn man zu sechst spielt. Aber nach einigen Runden stellten in unseren Spielrunden alle erwachsenen Mitspieler fest, dass es viel einfacher ist, sich das Geräusch des anderen schon gedanklich vorzusagen, bevor dieser seine Karte aufdeckt. Wenn dieser Spieler dann die gleiche Tierkarte aufdeckt, wie man selbst vor sich liegen hat, kann man ganz schnell mit dem entsprechenden Geräusch reagieren.

Dies führt dazu, dass der Spieler, der gerade am Zug ist, kaum eine Chance hat, rasch genug zu reagieren, denn er muss ja erst einmal einen Blick in die Runde, werfen, wer welches Tier vor sich liegen hat. Somit ist es immer sehr glücksabhängig, welche Karte man aufdeckt, wenn man an der Reihe ist. Hat dieses Tier nämlich gerade keiner vor sich liegen, kommt man billig davon, andernfalls muss man ziemlich sicher Karten aufnehmen.

Die Wertung scheint ziemlich an den Haaren herbeigezogen zu sein. Warum bekommt man ausgerechnet für Schweine 2 Minuspunkte? Vielleicht, um dem Titelbild der Kartenschachtel irgendwie gerecht zu werden? Viel einfacher wäre es doch gewesen, einfach einen Minuspunkt pro Karte zu vergeben.

Mit neuen Mitspielern machte das Spiel zu Beginn einer Spielrunde eigentlich immer Spaß. Es war schon lustig, die Neueinsteiger bei ihren verzweifelten Versuchen, schneller zu muhen, wiehern, miauen etc. als die anderen, zu beobachten. Leider hielt jedoch der Spielspaß immer nur wenige Minuten an, keinesfalls jedoch für eine ganze Runde. Und zu mehreren Runden konnte ich nie jemanden überreden (was mich aber auch nicht allzu traurig machte).

Kinder ab 6 Jahren verstehen das Spiel gut und können es auch entsprechend umsetzen. Sie hatten meistens Spaß an der Sache, aber eine Runde genügte meistens und ich hatte nicht das Gefühl, dass Snorta einen wirklich einprägsamen Eindruck bei ihnen hinterließ.

Eine Kaufempfehlung für das Spiel würde ich also nur für Kinder aussprechen, für die es ja gemäß der Altersangabe auch hauptsächlich gedacht ist.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Snorta: 3,5 3,5, 6 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.07.05 von Sandra Lemberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.02.05 von Kathrin Nos - Keine wirklich neuen Spielelemente - hier wurde auf Bekanntes zurückgegriffen und geringfügig variiert. Das Spiel ist damit nicht schlecht, erhält von mir aber aus diesem Grund nur eine 3.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.02.05 von Hans-Peter Stoll - Mit Kindern ein schönes Spiel
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.02.05 von Nicole Biedinger - Ich denke mit Kindern oder leicht angeheiterten Mitspielern ein wirklich witziges Spiel. :-)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.07.05 von Frank Gartner - Lustige Idee, leider bin ich talenfrei :-).
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.08.05 von Uta Weinkauf

Leserbewertungen

Leserwertung Snorta: 5,5 5.5, 2 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.08.05 von laboheme - Spaßfaktor 100%,
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.11.06 von Mike - sehr schönes lustiges Kinderspiel

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